Ski&Golf WM: Würdige Sieger zwischen Firn und Fairway

Die Ski&Golf Weltmeisterschaft in Zell am See-Kaprun verbindet schnelle mit präzisen Schwüngen. 2026 zeigte das Format bei durchwachsenem Wetter, warum es längst Kultstatus genießt.

Wenn am frühen Morgen scharfe Skikanten durch frischen Frühlingsschnee schneiden und wenige Stunden später die ersten Putts über Sommergrüns rollen, entsteht ein sportlicher Kontrast, der einfach fesselt. Genau davon lebt die Ski&Golf Weltmeisterschaft in Zell am See-Kaprun nun schon seit Jahren.

Von 13. bis 16. Mai trafen sich 139 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zwölf Nationen zur schwungvollen Kombination aus Riesentorlauf und zweitägigem Golfturnier. Austragungsorte waren die Pisten des hochalpinen Kitzsteinhorns mit seiner winterlichen Kulisse sowie die 36-Loch-Anlage des Leading Golfclub Zell am See-Kaprun-Saalbach-Hinterglemm. Zwei Disziplinen, zwei recht unterschiedliche Anforderungen, am Ende eine Gesamtwertung.

Der frische Neuschnee am Gletscher sorgte am ersten Wettkampftag mit dichtem Schneefall und fordernder Sicht für durchaus sportliche Bedingungen beim Riesentorlauf. Kein Problem für die Teilnehmer der Ski & Golf WM: Knappe 45 Sekunden brauchten die schnellsten, um sich eine gute Ausgangslage für Freitag und Samstag auf den Fairways zu ercarven. Das Maximum lag bei gedeckelten 70 Sekunden.

Spannung bis zum Schluss

Bei den Herren entwickelte sich sodann bei feucht-kühlen Bedingungen ein enges Rennen um den Titel. Zeno Felder setzte sich schließlich mit nur einem Schlag Vorsprung gegen den belgischen Skiweltcup-Athleten Sam Maes durch. Lokalmatador Alexander Heitzmann komplettierte das Podium.

Maes, Titelverteidiger und seit Jahren eine der prägenden Figuren der Veranstaltung, hatte nach dem Riesentorlauf zunächst (nur) auf Rang sechs gelegen. Die schnellste Zeit im Skibewerb erzielte Ski-Profi Loic Chable aus der Schweiz.

Noch dramatischer verlief die Entscheidung bei den Damen. Sophie Dekker aus den Niederlanden und die Schweizerin Charlotte Alran lieferten sich über zwei Golfrunden hinweg ein Duell auf Augenhöhe. Erst am dritten Extraloch fiel die Entscheidung zugunsten Dekkers. Rang drei ging an die Finnin Anniina Paatsama.

Im Teamwettbewerb dominierten die Schweizer „Eidgenossen“ deutlich vor dem Team Zell am See-Kaprun. Bei den Damen setzte sich eine tschechische Mannschaft durch.

Internationale Bühne mit besonderem Charakter

Das Teilnehmerfeld spiegelte die Vielseitigkeit des Formats wider. Neben ambitionierten Amateurinnen und Amateuren standen aktive Skirennläufer, internationale Golfprofis und ehemalige Weltcup-Athleten am Start: Charlotte Alran, die im Schweizer Golf Junior Nationalteam spielte, Anniina Paatsama, Weltcup-Abfahrer Felix Monsén oder Olympia-Skicrosser Ollie Davies stellten ihre Vielseitigkeit unter Beweis.

Was die Ski&Golf WM besonders macht, ist nicht allein die ungewöhnliche Verbindung zweier Sportarten. Zwischen Gletscher, Bergpanorama und Fairways entsteht eine Atmosphäre, die sportlichen Wettbewerb mit alpinem Lifestyle verbindet. Players Night, BBQ, Bierbar und die Verbindung zwischen Ski- und Golfszene verleihen der Veranstaltung ihren eigenen Charakter.

Dass das Interesse weiter wächst, zeigt auch der Blick auf die Teilnehmerzahlen: Mit 139 Athletinnen und Athleten verzeichnete die Veranstaltung ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.

Die nächste Ausgabe ist bereits fixiert: Von 5. bis 8. Mai 2027 kehrt die Ski&Golf Weltmeisterschaft erneut nach Zell am See-Kaprun zurück – dorthin, wo Winter und Golfsaison nahtlos ineinander übergehen.

Sportliche Gastgeber

Das Sporthotel Alpenblick in Zell am See verbindet alpinen Aktivurlaub mit entspannter Wellness-Atmosphäre. Die zentrale Lage zwischen See, Golfplatz und Bergen macht es zum idealen Ausgangspunkt für Sommer- und Wintersport. Besonders hervorzuheben ist das umfangreiche Frühstücksbuffet mit regionalen Produkten und großer Vielfalt. Zum Haus gehört das Skimuseum, das Einblicke in die Wintersportgeschichte gibt. Der großzügige Spa-Bereich sowie gemütliche Zimmer runden das Angebot ab.

Martin Angerer
Martin Angerer
Martin Angerer ist Chefredakteur bei Perfect Eagle Golf & Head of Digital Media.

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