Winners of the Week: 6. April 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

LPGA & Ladies European Tour: Aramco Championship

Lauren Coughlin feierte bei der Aramco Championship in Las Vegas einen souveränen Start-Ziel-Sieg und sicherte sich damit ihren zweiten Titel auf der Ladies European Tour. Auf dem anspruchsvollen Shadow Creek Golf Course setzte sich die Amerikanerin mit fünf Schlägen Vorsprung durch und ließ der Konkurrenz keine Chance.

Coughlin lag nach jeder Runde in Führung oder auf dem geteilten ersten Platz und kontrollierte das Turnier von Beginn an. Mit Birdies auf den Löchern eins und acht baute sie ihren Vorsprung am Finaltag weiter aus. Selbst kleinere Fehler auf den Back Nine, darunter Bogeys auf der 10, 12 und 17, konnten ihre Dominanz nicht gefährden. Ein abschließendes Birdie auf der 18 besiegelte schließlich ihren klaren Erfolg.

„Ich habe die ganze Woche über richtig gutes Golf gespielt und einfach Spaß gehabt”, sagte Coughlin. „Nach dem letzten Jahr, als ich so nah dran war und es nicht geschafft habe, fühlt sich das jetzt umso besonderer an.“

„Letztes Jahr habe ich es nicht geschafft, obwohl ich Anfang des Jahres ein paar Gelegenheiten dazu hatte. Das hat mich wirklich geärgert. Ich habe mir gedacht: Was, wenn ich nie wieder die Chance dazu bekomme? Was, wenn das das beste Golf war, das ich je gespielt habe?“

Lauren Coughlin

Für die 33-Jährige ist es der erste offizielle Sieg seit 2024. Damals hatte sie unter anderem die CPKC Women’s Open und die Women’s Scottish Open gewonnen. Insgesamt ist es ihr dritter LPGA-Titel und ihr zweiter Erfolg auf der LET.

Hinter Coughlin teilten sich Leona Maguire und Nelly Korda mit zwei Schlägen unter Par den zweiten Platz. Maguire zeigte sich zufrieden mit ihrer Leistung auf einem der schwierigsten Plätze des Jahres und sprach von einer „sehr positiven Woche”. Korda hingegen fand am Finaltag nie richtig ins Spiel, betonte aber, dass sich ihre Form in die richtige Richtung entwickle.

Auf Rang vier folgte Miyu Yamashita, während Akie Iwai und Karis Davidson einen Schlag dahinter lagen. In den Top 10 landeten außerdem Ruoning Yin, Nanna Koerstz Madsen, Carlota Ciganda und Nasa Hataoka.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T17 Chiara Tamburlini


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PGA Tour: Valero Texas Open

J. J. Spaun sicherte sich bei der Valero Texas Open mit einer starken Schlussphase den Sieg und damit seinen ersten Titel seit seinem Triumph bei der U.S. Open im vergangenen Sommer. Auf dem TPC San Antonio spielte der US-Amerikaner eine 67 (-5) und gewann mit insgesamt 17 unter Par und einem Schlag Vorsprung.

Dabei sah es lange nicht nach einem Sieg aus. Spaun gehörte zu einer großen Spitzengruppe, doch auf den entscheidenden Löchern bewies er Nervenstärke: Am Par 3 der 16. Spielbahn schlug er seinen Abschlag bis auf einen Meter an die Fahne und lochte zum Birdie. Noch spektakulärer wurde es am 17. Loch, als er das kurze Par 4 direkt angriff, das Grün traf und sich eine Eagle-Chance aus rund drei Metern erarbeitete, die er eiskalt nutzte.

„Dieses Spiel ist einfach verrückt“, sagte Spaun. „Ich habe mich dieses Jahr nicht so in Form gefühlt wie nach der letzten Saison. Ich habe versucht, den Druck rauszunehmen und jeden Tag so zu nehmen, wie er kommt.“

Mit dieser Einstellung fand er rechtzeitig vor dem ersten Major des Jahres zurück in die Spur. Der Sieg ist besonders bemerkenswert, da Spaun bei seinen ersten sieben Starts der Saison kein Top-20-Ergebnis erzielt hatte. Nun reist er mit neuem Selbstvertrauen zum Masters.

Es blieb spannend bis zum Schluss, denn Robert MacIntyre machte es noch einmal dramatisch. Mit einem Eagle an der 17 verkürzte der Schotte seinen Rückstand auf einen Schlag, doch auf dem schweren Schlussloch konnte er seine Birdie-Chance nicht nutzen und verpasste damit ein Stechen. Er teilte sich schließlich Rang zwei mit Matt Wallace und Michael Kim.

Auch Ludvig Åberg bestätigte seine starke Form und landete gemeinsam mit Andrew Putnam auf dem fünften Platz. Åberg geht damit mit drei Top-10-Ergebnissen in Folge in die nächste Saisonphase.

Für Spaun ist es bereits der dritte Sieg auf der PGA Tour – und der zweite bei diesem Turnier. Vor vier Jahren brachte ihm der Erfolg in San Antonio erstmals eine Einladung zum Masters ein, diesmal kehrt er als Major-Champion zurück.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T59 Stephan Jäger (GER)

Asian Tour: International Series Japan

Travis Smyth sicherte sich bei der International Series Japan mit einem spektakulären Finish den Sieg. Auf dem Caledonian Golf Club lochte der Australier am letzten Loch einen rund sechs Meter langen Eagle-Putt und gewann mit insgesamt 15 unter Par – denkbar knapp mit einem Schlag Vorsprung.

Smyth spielte eine starke Finalrunde von 64 (-7) und krönte diese mit dem entscheidenden Moment auf der 18. Bahn. Während Pavit Tangkamolprasert und Ryosuke Kinoshita mit 14 unter Par bereits im Clubhaus waren, hatte Smyth alles selbst in der Hand – und nutzte seine Chance eindrucksvoll.

„Das ist genau das, wovon man als Kind träumt“, sagte Smyth. „Man steht auf dem Putting-Grün, spielt mit seinen Freunden und stellt sich vor, einen langen Putt zum Sieg zu lochen – und genau das ist heute passiert.“

Das Turnier nahm am Sonntag richtig Fahrt auf, als Tangkamolprasert und Kinoshita mit Runden von 62 bzw. 63 Schlägen von weit hinten nach vorne stürmten. Besonders der Thailänder glänzte mit zehn Birdies und nahezu fehlerfreiem Golf.

Smyth ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Nach Birdies auf den Löchern eins, zwei und sechs arbeitete er sich langsam nach vorne. Weitere Schlaggewinne auf den Löchern 13 und 16 brachten ihn in Schlagdistanz zur Spitze, bevor er mit dem Eagle auf dem letzten Loch das Turnier für sich entschied.

„Gewinnen ist unglaublich schwer – das verstehen viele nicht“, erklärte Smyth. „Es ist ein riesiges mentales Spiel. Aber ich habe das Gefühl, dass ich inzwischen einen Schritt weiter bin.“ Für den 31-Jährigen ist es nicht nur der erste Sieg auf der International Series, sondern bereits der zweite Titel auf der Asian Tour nach seinem Erfolg beim Yeangder TPC im Jahr 2022.

Zudem befindet er sich aktuell in Bestform, denn er konnte zuletzt auch die ISPS Handa Japan-Australasia Championship für sich entscheiden.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T12 Dominic Foos (GER)

Weitere Turniere:

Korn Ferry Tour: Lecom Suncoast Classic
Lakewood National Golf Club, Florida, 2. bis 5. April

Sieger: Jeremy Gandon (FRA)

T42 Jeremy Paul (GER)

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