Winners of the Week: 06. Juli 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

Major: US Senior Open Championship

Padraig Harrington hat seinen Titel bei der U.S. Senior Open erfolgreich verteidigt und sich zum dritten Mal die prestigeträchtige Trophäe des Senioren-Majors gesichert. Der Ire setzte sich im Scioto Country Club mit einer abschließenden 66er-Runde und vier Schlägen Vorsprung durch.

Anders als bei seinen beiden bisherigen Erfolgen, die jeweils erst auf dem letzten Loch entschieden worden waren, ließ der 54-Jährige diesmal keine Spannung aufkommen. Mit Birdies auf den ersten beiden Bahnen übernahm Harrington früh die Kontrolle und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Am Ende stand ein Gesamtergebnis von zwölf unter Par.

„Ich mag es, Rekorde aufzustellen. Teil davon zu sein, bedeutet mir sehr viel, denn es zeigt, wie schwer das ist”, sagte Harrington nach seinem vierten Senior-Major-Titel. Gleichzeitig ist sich der dreimalige Major-Sieger der regulären Tour bewusst, dass die Zeit auf der PGA Tour Champions begrenzt ist: „Man hat nur ein bestimmtes Zeitfenster, um diese Turniere zu gewinnen. Danach wird es mit den jüngeren Spielern immer schwieriger.“

Mit seinem dritten Triumph zieht Harrington mit Miller Barber als erfolgreichster Spieler der Turniergeschichte gleich. Zudem ist er nach Barber, Gary Player und Allen Doyle erst der vierte Golfer, der seinen Titel bei der U.S. Senior Open erfolgreich verteidigen konnte. Es war sein zwölfter Sieg auf der PGA Tour Champions und der erste seit dem Gewinn der Senior Open im vergangenen Juli.

„Sie haben mir und anderen Spielern gesagt, dass es bis etwa 56–57 geht und dann schnell bergab geht.“

Padraig Harrington

Stewart Cink, der mit einem Schlag Vorsprung in die Finalrunde gestartet war, verlor bereits auf den ersten Löchern die Führung. Während Harrington mit einem Birdie auf der ersten Bahn sofort gleichzog und auf der zweiten nach einem Schlag bis auf knapp einen Meter zur Fahne erneut ein Birdie erzielte, kassierte Cink dort bereits sein zweites Bogey des Tages.

Zwar verkürzte Cink den Rückstand zwischenzeitlich, doch die Vorentscheidung fiel auf der achten Bahn. Während Harrington einen Birdie-Putt aus rund neun Metern versenkte und seinen Vorsprung weiter ausbaute, landete Cinks Abschlag nach mehreren harten Aufsetzern im Wasserhindernis.

„Das war ein echter Nackenschlag“, sagte Cink. „Ich hatte endlich einen guten Abschlag getroffen, dann springt der Ball ins Wasser – und Padraig locht den langen Birdie-Putt. Rückblickend war das wohl der entscheidende Moment.“

Mit einer 71 belegte Cink wie im Vorjahr den zweiten Platz mit acht Schlägen unter Par. George McNeill wurde Dritter vor Ian Poulter. Retief Goosen, Jamie Donaldson und Paul Stankowski teilten sich Rang fünf.

Harrington konnte die Schlusslöcher ohne großes Risiko angehen. „Ich wusste, dass ich einen komfortablen Vorsprung hatte. Dadurch konnte ich auf die sicheren Bereiche der Grüns spielen und den Druck herausnehmen. Ich habe auf den letzten Löchern einige richtig gute Schläge gemacht und mir den Sieg verdient“, sagte der Champion.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T14 Alex Cejka (GER)

DP World Tour: BMW International Open

Was für ein Finale in München! Michael Hollick sicherte sich mit einem Eagle auf der Schlussbahn seinen ersten Titel auf der DP World Tour. Der 39-jährige Südafrikaner setzte sich bei der BMW International Open im Golfclub München Eichenried mit 18 unter Par einen Schlag vor seinem Landsmann Hennie du Plessis durch.

Noch zwei Löcher vor Schluss lag Hollick drei Schläge hinter dem Führenden. Doch während du Plessis auf der 17 ein Bogey hinnehmen musste und die 18 nur mit Par spielte, schlug Hollick zurück. Nach einem Birdie an der 17 riskierte er auf der Schlussbahn alles, wählte eine mutige Linie vom Tee und brachte seinen zweiten Schlag bis auf rund sechs Meter an die Fahne. Den Eagle-Putt verwandelte er anschließend zum viel umjubelten Sieg.

Mit einer 67er-Schlussrunde, die neben einem Eagle sechs Birdies und drei Bogeys beinhaltete, feierte der Rookie seinen ersten Erfolg auf der DP World Tour. Du Plessis musste sich trotz einer starken 66 erneut mit Rang zwei begnügen und wartet damit weiterhin auf seinen Premierensieg auf Europas höchster Tour.

Das Titelrennen entwickelte sich über weite Strecken zu einem packenden Duell der beiden Südafrikaner. Nach frühen Bogeys von Hollick und dem ebenfalls aussichtsreichen Bernd Wiesberger nutzte du Plessis seine Chance und übernahm mit einem Birdie auf der zweiten Bahn erstmals die Führung.

Hollick antwortete jedoch eindrucksvoll. Mit Birdies auf den Löchern sechs, sieben und acht setzte er sich zunächst allein an die Spitze. Du Plessis konterte auf den Back Nine immer wieder, übernahm mit Birdies auf den Bahnen elf und 13 erneut die Führung und verschaffte sich mit weiteren Schlaggewinnen auf den Löchern 14 und 15 scheinbar eine komfortable Drei-Schläge-Führung.

Doch der 39-Jährige ließ sich nicht abschütteln. Nach seinem Bogey auf der 16 verkürzte Hollick mit einem Birdie auf der 17 wieder auf einen Schlag. Als Du Plessis die 18 lediglich mit Par beendete, bot sich Hollick auf der Schlussbahn noch eine letzte Chance – und die nutzte er spektakulär.

Bernd Wiesberger belegte mit 14 unter Par Rang drei. Oihan Guillamoundeguy und Carlos Ortiz teilten sich Platz vier. Lokalmatador Thomas Rosenmüller sorgte mit einem Eagle auf der 18 schließlich für Rang sechs. Ashun Wu und Joaquín Niemann beendeten das Turnier gemeinsam auf dem siebten Platz.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

3 Bernd Wiesberger (AUT)
6 Thomas Rosenmüller (GER)
T16 Freddy Schott (GER)

Ladies European Tour: Hulencourt Women’s Open

Carolina Chacarra hat bei den Hulencourt Women’s Open ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour gewonnen. Die Spanierin setzte sich in Belgien mit einer abschließenden 68er-Runde und insgesamt zwölf Schlägen unter Par souverän mit drei Schlägen Vorsprung durch. Für die 21-Jährige war es erst der dritte Start auf der LET. Sie ist zugleich die erste Rookie-Siegerin der Saison 2026.

Mit zwei Schlägen Rückstand auf die Spitzenreiterin Kelsey Bennett war Chacarra in die Schlussrunde gestartet. Dank einer fehlerfreien Runde mit vier Birdies übernahm sie jedoch früh die Kontrolle und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

„Der Tag lief großartig. Keine Bogeys, einige schöne Birdies – einfach alles hat gepasst“, sagte Chacarra. Besonders auf den letzten Bahnen habe sie die Nervosität gespürt: „Auf den letzten drei Löchern hatte ich definitiv Adrenalin. Mein Ziel war eigentlich nur, die Woche zu genießen und mich für die Scottish Open zu qualifizieren. Dass ich jetzt sogar gewonnen habe, ist unglaublich.“

Durch diesen Erfolg qualifiziert sich die Spanierin automatisch sowohl für die ISPS Handa Women’s Scottish Open als auch für die AIG Women’s Open. In der Rookie-Wertung der LET verbessert sie sich außerdem auf Rang zwei hinter der Amerikanerin Anna Morgan.

Damit setzt sich für die Familie Chacarra eine außergewöhnliche Erfolgsserie fort. Erst wenige Wochen zuvor hatte ihr Bruder Eugenio Chacarra sowohl die KLM Open als auch die Italian Open auf der DP World Tour gewonnen. „Mein Bruder ist eine große Inspiration für mich. Seine Siege haben mir zusätzlichen Antrieb gegeben, selbst erfolgreich zu sein“, erklärte die Siegerin.

Den Grundstein dafür legte Chacarra mit Birdies auf den Löchern zwei und fünf, während Bennett auf der vierten Bahn ein Bogey notieren musste. Auf den Back Nine baute die Spanierin ihren Vorsprung mit einem weiteren Birdie an der 13 aus. Zwar verkürzte Bennett nach einem spektakulären Chip-in auf der 16 noch einmal auf einen Schlag, doch Chacarra antwortete umgehend mit einem entscheidenden Birdie auf der 17 und brachte den Sieg anschließend sicher ins Clubhaus.

Bennett musste sich nach einer 73er-Schlussrunde erneut mit Rang zwei begnügen. Bereits beim Lalla Meryem Cup war die Australierin knapp an Anna Huang gescheitert.

Den dritten Platz belegte die Inderin Aditi Ashok mit sieben Schlägen unter Par. Die zweimalige Olympiateilnehmerin nutzte das Turnier als Vorbereitung auf die kommende Amundi Evian Championship und sammelte mit ihrem Top-Ergebnis zusätzliches Selbstvertrauen. Rang vier teilten sich die Schweizerin Morgane Metraux und die Engländerin Bronte Law.

In der Order of Merit führt weiterhin Casandra Alexander aus Südafrika vor Agathe Laisne aus Frankreich. Bennett behauptet Rang drei, während Chacarra dank ihres Premierensiegs bis auf Platz 24 nach vorne springt.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T4 Morgane Metraux (SUI)
T12 Emma Spitz (AUT)

PGA Tour: John Deere Classic

Chris Gotterup hat die John Deere Classic mit einer furiosen Schlussrunde für sich entschieden. Der Amerikaner spielte am Sonntag eine 62 (-9), holte einen Fünf-Schläge-Rückstand auf und sicherte sich mit insgesamt 20 unter Par seinen vierten Sieg auf der PGA Tour innerhalb der vergangenen zwölf Monate.

Der 25-Jährige profitierte dabei auch vom dramatischen Finish seines ärgsten Verfolgers, Ben Kohles. Dieser lag nach einem Birdie auf der 16. Bahn gleichauf mit Gotterup. Er setzte seinen Annäherungsschlag auf der 18 jedoch ins Wasser, musste nach einem Doppel-Bogey alle Siegchancen begraben und wurde geteilter Dritter.

„Ich mag dieses Turnier einfach. Die Verantwortlichen waren immer großartig zu mir”, sagte Gotterup, der bereits 2022 eine Sponsoreneinladung für das Turnier erhalten hatte. Besonders emotional war der Erfolg, weil sein Bruder Patrick erstmals als Caddie an seiner Seite stand. „Mit Patrick hier zu gewinnen, ist einfach unglaublich.“

Nach seinem Birdie auf der 17 musste Gotterup auf der Driving Range abwarten, ob sein Ergebnis reichen würde. Als Kohles schließlich patzte, flossen beim neuen Champion die Tränen.

Für Kohles setzte sich dagegen eine bittere Serie fort. Bereits 2024 hatte er beim Byron Nelson nach einem Fehler auf dem Schlussloch einen möglichen Sieg aus der Hand gegeben. „Ich war zwischen Eisen acht und neun. Ich wollte einen kontrollierten Schlag spielen, habe ihn aber etwas verzogen – und dann landete der Ball im Wasser. Es ist ein harter Weg, ein Turnier zu beenden“, sagte der 35-Jährige.

Mit vier Birdies auf den letzten neun Löchern spielte sich Max Homa mit einer 64 noch auf den alleinigen zweiten Platz. Für den ehemaligen Ryder-Cup-Spieler war dies das beste Ergebnis auf der PGA Tour seit mehr als drei Jahren und ein wichtiger Schritt zurück in Richtung FedExCup-Playoffs.

Lucas Glover und Lee Hodges, die als Co-Führende in die Schlussrunde gestartet waren, mussten sich nach jeweils 69 Schlägen mit dem geteilten dritten Platz zufriedengeben.

Den Grundstein für seinen Triumph legte Gotterup bereits früh. Vier Birdies auf den ersten fünf Bahnen brachten ihn schnell zurück ins Titelrennen. Das entscheidende Birdie gelang ihm schließlich auf der 17 aus knapp fünf Metern.

Mit seinem dritten Einzelsieg dieser Saison verbessert sich Gotterup auf Rang sieben der Weltrangliste. Bereits in der kommenden Woche kehrt er zu den Genesis Scottish Open zurück, um seinen Titel zu verteidigen. Dort hatte vor einem Jahr seine beeindruckende Erfolgsserie begonnen, die ihn inzwischen zu den besten Spielern der Welt gemacht hat.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T15 Stephan Jäger (GER)


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Weitere Turniere:

HotelPlanner Tour: Le Vaudreuil Golf Challenge
Golf PGA France du Vaudreuil, Frankreich, 2. bis 5. Juli

Sieger: Julien Sale (FRA)

T14 Marc Hammer (GER)

LET Access Series: Swedish Strokeplay
Golf Uppsala Soderby, Schweden, 1. bis 3. Juli

Siegerin: Silje Torvund Ohma (NOR)

T3 Theresa De Bochdanovits (GER)

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