Shot Scope wertet monatlich mehr als eine Million Golfschläge mit dem LM1 Launch Monitor aus. Die Daten zeigen, wie stark Alter und Handicap die Schlagweite beeinflussen und welche Rolle die Schwunggeschwindigkeit dabei spielt.
Wer seine Schlagweite einschätzen möchte, orientiert sich häufig an den Werten der Profis. Für die eigene Trainingsplanung sind diese allerdings nur bedingt hilfreich. Der schottische Golftechnologieanbieter Shot Scope liefert nun Vergleichsdaten aus einer deutlich näherliegenden Leistungsklasse: jener der Amateure. Der LM1 Launch Monitor erfasst inzwischen mehr als eine Million Golfschläge pro Monat. Sechs Monate nach seiner Markteinführung entsteht daraus eine umfangreiche Datengrundlage zu Schlagweiten, Schwunggeschwindigkeiten und Trainingsgewohnheiten.
247 Meter Gesamtdistanz mit dem Driver
Über alle erfassten Driver-Schläge hinweg kommen die Golfer im Durchschnitt auf 208,8 Meter Carry und 226,0 Meter Gesamtdistanz. Die mittlere Schlägerkopfgeschwindigkeit liegt bei 95,6 mph, die Ballgeschwindigkeit bei 133,8 mph. Der Smash Factor, also das Verhältnis von Ball- zu Schlägerkopfgeschwindigkeit, beträgt durchschnittlich 1,40.
Auch das Trainingsverhalten hat Shot Scope untersucht. Demnach absolvieren die erfassten Golfer mindestens zwei Trainingseinheiten pro Monat und schlagen dabei rund 60 Bälle pro Session. In 80 Prozent der Einheiten kommt der Driver zum Einsatz.

47 Meter Unterschied zwischen Handicapklassen
Wie stark die Spielstärke die Schlagweite beeinflusst, zeigt der Vergleich nach Handicap. Spieler mit Handicap 0 erreichen mit dem Driver durchschnittlich 236,0 Meter Carry. Bei Golfern mit Handicap 20 oder höher sind es 193,3 Meter. Der Unterschied beträgt damit rund 43 Meter.
Auch die Ballgeschwindigkeit sinkt deutlich: von 147,1 mph bei Scratch-Golfern auf 126 mph in der höchsten Handicapgruppe. Der Smash Factor unterscheidet sich dagegen nur geringfügig. Das deutet darauf hin, dass die Schlagweite vor allem mit der verfügbaren Geschwindigkeit zusammenhängt und weniger stark mit der Effizienz des Treffmoments variiert.
Alter kostet Länge, nicht zwingend Treffqualität
Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Altersvergleich. Golfer zwischen 30 und 39 Jahren erzielen im Schnitt 224,6 Meter Carry. Bei Spielern ab 60 Jahren sind es 178,3 Meter. Die Ballgeschwindigkeit fällt in diesen Gruppen von 140,9 auf 121,1 mph.
Bemerkenswert ist, dass der Smash Factor über alle Altersgruppen hinweg relativ stabil bleibt und zwischen 1,39 und 1,41 liegt. Die Unterschiede bei der Schlagweite lassen sich somit zu einem wesentlichen Teil durch die Schwung- und Ballgeschwindigkeit erklären. Das Alter allein sagt allerdings wenig über die individuelle Leistungsfähigkeit aus.

Daten für ein gezielteres Training
Der LM1 arbeitet mit Doppler-Radar und misst fünf Kennzahlen: Schlägerkopfgeschwindigkeit, Ballgeschwindigkeit, Smash Factor, Carry und Gesamtdistanz. Die Daten werden mit der Shot-Scope-App synchronisiert und lassen sich im Zeitverlauf auswerten. Das Gerät kann sowohl im Innenbereich als auch im Freien eingesetzt werden.
Für Amateure liegt der Nutzen vor allem darin, realistische Vergleichswerte zu erhalten und Veränderungen im eigenen Spiel nachvollziehbar zu machen. Wer beispielsweise an der Schwunggeschwindigkeit arbeitet, kann beobachten, ob sich die zusätzliche Geschwindigkeit tatsächlich in mehr Länge niederschlägt.
Shot Scope stellt darüber hinaus ein kostenloses E-Book mit weiteren Ergebnissen aus der LM1-Datenbank und Trainingstipps für die Wintermonate bereit.
Weitere Informationen: Shot Scope LM1 Launch Monitor · Kostenloses E-Book
Hinweis: Die Zahlen beruhen auf den von Shot Scope ausgewerteten LM1-Daten und sind nicht automatisch repräsentativ für sämtliche Amateurgolfer. Die Werte in Metern wurden aus den angegebenen Yards umgerechnet.

