Winners of the Week: 5. Oktober 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

DP World Tour: Alfred Dunhill Links Championship

Adrian Meronk beendete eine mehr als 1.000 Tage währende Durststrecke. Der Pole gewann die Alfred Dunhill Links Championship 2026 und feierte damit seinen fünften Sieg auf der DP World Tour. Zuletzt hatte Meronk im Oktober 2023 bei der Estrella Damm N.A. Andalucía Masters triumphiert.

Der 33-Jährige startete als Zweiter mit zwei Schlägen Rückstand auf den Führenden Casey Jarvis in die Finalrunde. Mit einer 67 (-5) auf dem Old Course in St. Andrews spielte er sich jedoch auf insgesamt 20 unter Par und damit zwei Schläge vor Jarvis und den Dänen Niklas Nørgaard.

„Es ist ehrlich gesagt unglaublich“, sagte Meronk nach seinem Triumph. „Ich weine normalerweise nie, aber dieser Sieg fühlt sich wirklich besonders an. Es war ein ziemlich schwieriges Jahr für mich. Nach fast zehn Jahren als Profi hier zu gewinnen, ist ein wahr gewordener Traum.“

Auf dem letzten Loch landete Meronks Abschlag im berüchtigten „Tal der Sünde“. Dennoch hatte der Pole die komfortable Ausgangslage, nur noch ein Par zum Sieg zu benötigen.

Auf dem Weg über die berühmte Brücke zum 18. Grün versuchte er, den Moment bewusst zu genießen. Dabei musste er an zwei ganz große Namen des Golfsports denken.

„Als ich über die Brücke ging, habe ich mit mir selbst gesprochen. Ich habe tatsächlich an Tiger Woods und Jack Nicklaus gedacht, wie sie über diese Brücke gegangen sind“, erzählte er. „Ich habe sie irgendwie um gute Energie und diesen guten Moment gebeten. Es war einfach ein großartiges Gefühl.“

„Nach meinem Abschlag auf der 18 war ich ziemlich zufrieden mit meiner Position und habe einfach versucht, den Spaziergang zu genießen.“

Adrian Meronk

Der Erfolg war für Meronk nicht nur emotional, sondern auch sportlich von enormer Bedeutung. Vor dem letzten Turnier der Saison lag der Pole lediglich auf Rang 141 des „Race to Dubai Rankings presented by DP World“ und musste um seine Spielberechtigung für die kommende Saison bangen.

Mit dem Sieg ist dieses Problem nun gelöst.

„Das Ziel für den Rest der Saison war definitiv, meinen Status für das kommende Jahr zu sichern. Dieser Sieg hilft mir dabei enorm“, sagte Meronk. „Ich bin sehr glücklich, dass ich dieses Ziel erreicht habe. Jetzt muss ich meine Ziele für den Rest der Saison neu bewerten und schauen, was passiert.“

Eine zusätzliche Trophäe gab es für Meronk und seinen Amateurpartner Tom Chaplin. Gemeinsam gewannen sie mit insgesamt 41 Schlägen unter Par auch die Teamwertung. Damit ist Meronk erst der dritte Spieler in der 25-jährigen Geschichte der Alfred Dunhill Links Championship, dem das Double aus Einzel- und Teamtitel gelang.

Mit 18 unter Par belegten Casey Jarvis und Niklas Nørgaard gemeinsam den zweiten Platz. Der Däne spielte zum Abschluss eine 67 mit einem Eagle, vier Birdies und zwei Bogeys und beendete das Turnier ebenfalls bei 18 unter Par.

Dahinter sorgte der Schotte Michael Stewart für ein weiteres Highlight. Stewart spielte eine 66 und lochte dabei einen Schlag direkt vom Fairway zum Eagle ein. Mit 17 unter Par teilte er sich den vierten Platz mit Tommy Fleetwood, der mit einer 64 die niedrigste Runde des Tages spielte.

„Es ist schwer, das in Worte zu fassen”, sagte Stewart nach einer für ihn herausragenden Turnierwoche. „Ich war auf den letzten drei Löchern fast schon auf Autopilot. Ich bin einfach begeistert, dass ich mich heute so präsentieren konnte.“

Vor allem die Schlussphase machte ihm Mut: „Das bestätigt, dass ich auf diesem Niveau mithalten kann. Ich habe mir bis zum Ende Chancen gegeben. Nach dem Hole-out am 13. Loch hätte ich mich leicht zurückziehen können, aber ich habe weiter Druck gemacht.“

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T23 Jeremy Paul (GER) & Sepp Straka (AUT)

LPGA Tour: Lotte Championship

Jeeno Thitikul hat ihre herausragende Saison um einen weiteren Titel bereichert. Die 23-jährige Thailänderin gewann die LOTTE Championship im Hoakalei Country Club auf Oʻahu mit 21 Schlägen unter Par und feierte damit bereits ihren vierten Sieg auf der LPGA Tour in diesem Jahr. Insgesamt ist es ihr elfter LPGA-Titel.

Dabei sah es auf den letzten Löchern plötzlich nach einem Drama aus. Thitikul hatte sich mit einer 67 am Samstag einen Vorsprung von drei Schlägen erarbeitet und ging mit dieser Führung in die Finalrunde. Am Sonntag lag sie nach 15 Löchern noch zwei Schläge vor ihrer südkoreanischen Spielpartnerin Ina Yoon.

Dann wurde es turbulent.

Am Par 4 der 16. Bahn schlug Thitikul ihren Abschlag ins Wasser und kassierte ein Doppelbogey. Plötzlich war aus dem komfortablen Vorsprung Gleichstand mit Yoon geworden.

„Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe“, sagte Thitikul anschließend. „Die 16 war einfach ein schreckliches Loch für mich. Aber ich habe mir gesagt: Es sind noch zwei Löcher. Solange du den Schläger in der Hand hast, kann alles passieren.“

Und Thitikul fand sofort die richtige Antwort.

Am 17. Loch lochte sie aus rund sechs Metern zum Birdie und drehte das Momentum innerhalb weniger Minuten wieder zu ihren Gunsten. Yoon musste anschließend ebenfalls einen Schlag abgeben, sodass Thitikul wieder mit zwei Schlägen Vorsprung führte. Am Par 5 der 18. Bahn folgte der nächste Birdie-Putt – und damit war der vierte Saisonsieg perfekt.

„Ich habe einfach weitergekämpft“, sagte die Thailänderin. „Ina hat auf den ersten neun Löchern unglaublich gespielt. Es war ein richtig guter Kampf.“

Mit ihrem Erfolg zieht Thitikul in der Saisonbilanz mit Nelly Korda gleich. Beide haben bereits vier LPGA-Turniere gewonnen. Insgesamt hat Thitikul nun elf LPGA-Titel gewonnen – eine beeindruckende Bilanz für eine Spielerin, die erst 2022 Profi wurde.

Gleichzeitig rückt die Thailänderin in der ewigen Siegstatistik ihres Landes näher an Ariya Jutanugarn heran. Die zweifache Major-Siegerin kommt auf zwölf LPGA-Titel. Thitikul fehlt somit nur noch ein Erfolg, um mit ihrer Landsfrau gleichzuziehen.

Auch finanziell ist der Erfolg bemerkenswert: Thitikul liegt inzwischen auf Rang vier der ewigen LPGA-Geldrangliste.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T10 Polly Mack (GER)

PGA Tour: Bank of Utah Championship

Austin Smotherman hat einen besonderen Meilenstein seiner Karriere erreicht. Beim Bank of Utah Championship im Black Desert Resort feierte der US-Amerikaner seinen ersten Sieg auf der PGA Tour – und das bei seinem 100. Turnierstart.

Smotherman ging als Führender in die Finalrunde und ließ sich auch von einem kurzen Schreckmoment auf den hinteren neun Löchern nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer 68 (-3) kam er auf insgesamt 26 unter Par und gewann zwei Schläge vor seinem Landsmann Doug Ghim.

„Wir haben auf der PGA Tour gewonnen. Das ist unglaublich“, sagte Smotherman nach seinem Triumph.

Alles deutete auf einen ungefährdeten Sieg hin. Doch am 13. Loch geriet der 32-Jährige plötzlich in Schwierigkeiten.

Sein Annäherungsschlag am Par 4 blieb zu kurz und landete direkt an der Bunkerkante. Smotherman konnte den Ball lediglich in eine bessere Lage im Sand befördern. Der anschließende Bunkerschlag brachte ihn zwar rund drei Meter an die Fahne, den Bogey-Putt verfehlte er jedoch. Das Ergebnis: Doppelbogey.

Plötzlich betrug sein Vorsprung nur noch einen Schlag auf Trace Crowe.

Crowe hatte im Flight vor Smotherman am erreichbaren Par 4 der 14. Bahn aus rund zwölf Metern zum Eagle eingelocht und damit zusätzlichen Druck aufgebaut.

Smotherman zeigte jedoch sofort die passende Antwort. Sein Abschlag an der 14 landete mit perfekter Linie und Distanz kurz vor dem Grün und rollte bis auf rund zwei Meter an die Fahne. Zwar verfehlte der Eagle-Putt das Ziel, doch das Birdie brachte ihm wieder einen Vorsprung von zwei Schlägen.

Auch am nächsten Loch hatte Smotherman erneut eine gute Birdie-Chance. Seine Annäherung bekam einen günstigen Kick und rollte ebenfalls bis auf zwei Meter an die Fahne. Diesmal verpasste er den kurzen Putt.

Am 16. Loch behielt er dann die Nerven und lochte aus knapp vier Metern zum Birdie. Damit war der Vorsprung bei zwei Löchern vor Schluss wieder komfortabel.

„Es musste nicht schön sein“, sagte Smotherman. „Ich hatte ein paar gute Bounces. Ich habe auch ein paar schlechte Schläge gemacht. Aber dieses Spiel muss nicht perfekt sein.“

Ein Bogey-Birdie-Finish reichte anschließend zum sicheren Sieg.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T26 Stephan Jäger (GER)

HotelPlanner Tour: Abu Dhabi Challenge

Liam Nolan feierte seinen bislang größten Erfolg im Al Ain Equestrian, Shooting & Golf Club. Der 26-jährige Ire gewann die Abu Dhabi Challenge auf der HotelPlanner Tour und sicherte sich damit seinen ersten Sieg als Profi.

Nolan spielte zum Abschluss eine 65 (-5) und kam insgesamt auf 21 unter Par. Vier Schläge dahinter folgte der Finne Tapio Pulkkanen. „Das fühlt sich absolut verrückt an“, sagte Nolan. „Dir geht ständig durch den Kopf, was im schlimmsten und was im besten Fall passieren kann. Ein Vorsprung von vier Schlägen sieht vielleicht gut aus, aber für mich fühlte er sich überhaupt nicht so an.“

Das Par am 17. Loch war besonders wichtig. Damit hielt Nolan seinen Vorsprung von vier Schlägen und konnte die letzte Bahn deutlich entspannter angehen.

„Nach dem Abschlag auf der 18 war ich immer noch ein bisschen nervös. Aber als ich meinen zweiten Schlag gemacht hatte, konnte ich mich etwas entspannen“, erzählte er. „Der Par-Putt auf der 17 hat mir den Vorsprung von vier Schlägen für die letzte Bahn gesichert. Wenn der nicht gefallen wäre, hätte ich noch etwas zu tun gehabt. Als er drin war, hatte ich das Gefühl, dass ich mich entspannen konnte.“

Am Schlussloch spielte Nolan das Par 5 sicher in Regulation und lochte anschließend zum Birdie ein. Der perfekte Schlusspunkt unter eine herausragende Woche.

Auf dem Fairway nahm sich Nolan Zeit für einen besonderen Moment mit seinem Caddie Sean. Die beiden verbindet eine zwölfjährige Freundschaft und sie haben bislang jedes Profi-Turnier gemeinsam bestritten.

„Wir haben uns auf dem Fairway noch schön unterhalten. Sean ist seit zwölf Jahren mein Freund, und so cool wie heute war es für uns noch nie“, sagte Nolan.

„Wir haben jedes Profiturnier gemeinsam gemacht. Deshalb ist das genauso sein Sieg wie meiner. Es ist unsere gemeinsame Leistung. Es ist etwas ganz Besonderes, einen Freund dabei zu haben, den man so gut kennt.“

Nolan bestreitet aktuell seine zweite vollständige Saison auf der HotelPlanner Tour. Mit seinem Sieg machte er im „Road to Mallorca“-Ranking einen gewaltigen Sprung um 31 Plätze auf Rang zwölf.

Damit liegt der Ire nun unter den ersten 15, die zur DP World Tour aufsteigen. Beim Saisonfinale auf Mallorca werden die begehrten Spielberechtigungen für die DP World Tour vergeben.

Für Nolan wäre es die zweite Saison in Folge, in der er um den Aufstieg kämpfen kann.

„Es klingt großartig, zum Grand Final zu fahren. Man kann keine Chance auf die DP World Tour haben, wenn man nicht im Grand Final ist“, sagte Nolan. „Im Moment denke ich wahrscheinlich mehr über diesen Sieg nach als über das Ranking.“

Und deshalb soll zunächst gefeiert werden: „Ich werde heute Abend sicher etwas Zeit finden, um das zu genießen und ein bisschen herunterzukommen.“

Mit 17 unter Par belegte Tapio Pulkkanen den alleinigen zweiten Platz. Der Finne verbesserte sich dadurch im Road-to-Mallorca-Ranking um sieben Positionen auf Rang sechs und untermauerte damit seine Ambitionen auf den Aufstieg.

Der Italiener Matteo Cristoni wurde mit 16 unter Par Dritter. Matthias Besard aus Belgien und der Franzose Bastien Amat teilten sich mit 15 Schlägen unter Par den vierten Platz.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T7 Jan Schneider (GER)
T10 Benjamin Rusch (SUI)


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Weitere Turniere:

PGA Tour Champions: Jefferson Lehigh Valley Classic
Lehigh Country Club, Pennsylvania, 2. bis 4. Oktober

Sieger: Steven Alker (NZL)

T12 Alex Cejka (GER)

Epson Tour: Epson Tour Championship
Indian Wells Golf Resort, Kalifornien, 1. bis 4. Oktober

Siegerin: Reagan Zibilski (USA)

T38 Christin Eisenbeiss (GER)

Legends Tour: Reignwood Legends Championship
Reignwood Pine Valley, China, 2. bis 4. Oktober

Sieger: Jean Hugo (RSA)

T8 Thomas Gögele (GER)

Sunshine Tour: Limpopo Championship
Euphoria Golf & Lifestyle Estate, Südafrika, 1. bis 4. Oktober

Sieger: Kyle Barker (RSA)

T17 Allen John (GER)

Pro Golf Tour: Hulencourt Masters Pro Golf Tour Grand Final
Hulencourt Golf Club, Belgien, 29. September bis 1. Oktober

Sieger: Jaka Babnik (SVN)

T3 Tim Tillmanns (GER)
T5 Philipp Macionga (GER)

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