Winners of the Week: 28. September 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

DP World Tour: FedEx Open de France

Matt Fitzpatrick hat die FedEx Open de France 2026 gewonnen und damit seinen elften Titel auf der DP World Tour gefeiert. Der Engländer startete mit fünf Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde, musste am Sonntag allerdings lange um seinen komfortablen Vorsprung bangen.

Fitzpatrick fand zunächst überhaupt nicht zu seinem besten Spiel. Auf den ersten zwölf Löchern gelang ihm kein einziges Birdie. Gleichzeitig rückte die Konkurrenz näher. Am Ende reichte ihm jedoch eine 70 (−1), um mit insgesamt 20 unter Par einen letztlich komfortablen Sieg mit drei Schlägen Vorsprung einzufahren.

„Ich bin natürlich sehr glücklich, dass ich es über die Ziellinie gebracht habe. Es war heute definitiv ein Kampf“, sagte Fitzpatrick. „Die ersten zwölf Löcher waren nicht meine besten. Da war viel Geduld gefragt. Aber die Schläge auf den letzten Löchern und die Putts zu lochen, die ich gemacht habe, war etwas Besonderes.“

Besonders Eugenio Chacarra setzte Fitzpatrick zunächst unter Druck. Der Spanier war mit einem Rückstand von fünf Schlägen in den Sonntag gestartet, spielte aber erneut stark auf und verkürzte den Abstand früh.

Chacarra hatte am Samstag mit einer 62 die beste Runde des Turniers gespielt und setzte seine Aufholjagd zunächst fort. Birdies an den ersten drei Löchern brachten ihn auf 15 unter Par. Nach einem weiteren Schlaggewinn am sechsten Loch lag er nur noch zwei Schläge hinter Fitzpatrick.

Der Engländer hielt vor allem mit seinem starken kurzen Spiel dagegen. Mehrfach musste er sich aus schwierigen Positionen zum Par retten und blieb dabei neun Löcher lang fehlerfrei.

„Die ersten zwölf Löcher waren, wie gesagt, ein ziemlicher Kampf. Ich war einige Male in schwierigen Positionen, habe mich aber irgendwie zu zwölf Pars in Folge gerettet.“

Matt Fitzpatrick

Am 13. Loch platzte schließlich der Knoten. Fitzpatrick lochte zum ersten Birdie des Tages und vergrößerte seinen Vorsprung vorübergehend wieder auf vier Schläge.

Chacarra musste am selben Loch hingegen einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem Schlag aus dem tiefen Rough landete sein dritter Schlag im Wasser. Der Spanier kassierte ein Doppelbogey und fiel damit entscheidend zurück.

Zwar antwortete Chacarra am 14. Loch sofort mit einem Birdie, doch Fitzpatrick ließ keine weitere Aufholjagd mehr zu. Am 15. Loch gelang ihm sein zweites Birdie des Tages, wodurch sein Vorsprung auf fünf Schläge anwuchs.

Damit war die Entscheidung praktisch gefallen. Fitzpatrick spielte die letzten Löcher kontrolliert zu Ende und musste erst am 18. Loch sein zweites Bogey der gesamten Turnierwoche hinnehmen.

Für Fitzpatrick ist der Triumph bei den French Open auch aufgrund der langen Geschichte des Turniers etwas Besonderes. „Die French Open mit ihrer Geschichte zu gewinnen und dann die Namen von Sir Nick Faldo, der das Turnier zweimal gewonnen hat, und Seve Ballesteros, der es viermal gewonnen hat, zu sehen – es ist schön, Teil dieser Liste zu sein“, sagte der Engländer.

Den zweiten Platz belegte der Spanier Ángel Hidalgo mit 17 unter Par. Für ihn war das Ergebnis besonders wertvoll, da er sich als bestplatzierter Spieler, der noch nicht für die Open Championship qualifiziert war, ein Ticket für die 155. Austragung in St Andrews sicherte.

Auch Matthieu Pavon spielte im Kampf um die Spitzenplätze eine starke Schlussrunde. Der Franzose schloss mit einer 64 ab, darunter fünf Birdies und ein Eagle nach einem Hole-in-one am dritten Loch. Mit 15 unter Par wurde er gemeinsam mit Tom Vaillant geteilter Dritter.

Vaillant hatte ebenfalls lange um die Spitzenplätze mitgespielt und seine Titelambitionen mit einem Eagle am 14. Loch noch einmal belebt. Am Ende reichte es für den Franzosen ebenfalls zu 15 unter Par.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T14 Marcel Siem (GER)

LPGA Tour: Walmart NW Arkansas Championship

Yuna Nishimura hat bei der Walmart NW Arkansas Championship ihren ersten Sieg auf der LPGA Tour erzielt. Die Japanerin setzte sich im Pinnacle Country Club mit insgesamt 21 Schlägen unter Par durch und machte damit einen Start-Ziel-Sieg perfekt.

Nach zwei Auftaktrunden von jeweils 63 Schlägen ging sie mit fünf Schlägen Vorsprung in die Finalrunde. Auch am Sonntag ließ sie nichts mehr anbrennen. Eine 66 (-5) reichte, um den Titel mit insgesamt fünf Schlägen Vorsprung zu sichern.

„Fünf Schläge Vorsprung sind eine ziemlich schwierige Situation. Aber ich habe an mich geglaubt und bis zum Ende weitergemacht”, sagte Nishimura. „Ich habe in diesem Jahr viele Cuts verpasst. Deshalb ist dieser Sieg für mich eine Überraschung, aber er ist ein wahr gewordener Traum.“

In der Schlussrunde gelangen Nishimura fünf Birdies und zwei Bogeys. Den entscheidenden Schlaggewinn holte sie sich am Par 5 der 14. Bahn mit einem Eagle.

Dabei entschied sich die Japanerin bewusst für die aggressive Variante. „Ich habe über die Distanz nachgedacht, mir aber gesagt, dass ich bis zum Ende aggressiv spielen muss. Also habe ich es versucht“, erklärte sie.

Das Risiko zahlte sich aus und brachte Nishimura ihren ersten LPGA-Titel endgültig näher.

Mit ihrem Triumph ist sie die dritte „Rolex First-Time Winner“ der LPGA Tour in dieser Saison nach Yana Wilson und Gina Kim. Insgesamt ist sie bereits die 17. unterschiedliche Siegerin der laufenden Spielzeit.

Nishimura ist zudem die 24. Japanerin, die ein Turnier der LPGA Tour gewinnen konnte. Seit Einführung der Kategorie „Rolex First-Time Winner” im Jahr 2006 ist sie die 15. japanische Spielerin, die diesen Status erreicht.

In dieser Saison ist sie neben Miyu Yamashita und Shiho Kuwaki bereits die dritte Japanerin mit einem Sieg auf der LPGA Tour. Zuletzt hatte Akie Iwai 2025 beim Standard Portland Classic als Japanerin erstmals auf der LPGA Tour gewonnen.

Eine besondere Bedeutung hat Nishimuras Erfolg auch deshalb, weil sie sich nun in die illustre Reihe der japanischen Siegerinnen der Walmart NW Arkansas Championship einreiht. Vor ihr hatten Ai Miyazato 2012, Nasa Hataoka 2018 und 2021 das Turnier gewonnen.

Vor allem Miyazato ist für Nishimura ein großes Vorbild.

„Sie ist der Grund, warum ich Golf spiele”, sagte Nishimura. „Sie ist jemand, zu dem ich aufblicke. Wenn ich Schwierigkeiten hatte, habe ich sie angerufen, und sie war meine Schulter zum Anlehnen. Ich kann es kaum erwarten, sie anzurufen und ihr zu erzählen, dass ich gewonnen habe.“

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T25 Chiara Tamburlini (SUI)

Ladies European Tour: Ladies Italian Open

Casandra Alexander ist derzeit in beeindruckender Form. Die Südafrikanerin gewann das Buccellati Ladies Italian Open im Golf Club Milano und feierte damit bereits ihren zweiten Sieg auf der Ladies European Tour (LET) innerhalb von nur vier Wochen.

Die 27-Jährige aus Johannesburg spielte zum Abschluss eine 69 (-3) und kam damit insgesamt auf zwölf unter Par. Damit hatte sie am Ende drei Schläge Vorsprung auf die Deutsche Sophie Hausmann und die US-Amerikanerin Anna Morgan.

Für Alexander ist es bereits der dritte Titel auf der Ladies European Tour. Vor vier Wochen hatte sie die KPMG Women’s Irish Open im K Club gewonnen. Ihren ersten LET-Sieg hatte sie im vergangenen Jahr bei den Tipsport Czech Ladies Open gefeiert.

„Ich bin froh, dass ich dieses Mal nicht so lange auf den nächsten Sieg warten musste”, sagte Alexander. „Mein Spiel ist gerade in der richtigen Verfassung, um Turniere zu gewinnen. Deshalb freue ich mich auf den Rest der Saison und weitere Möglichkeiten.“

Alexander war gemeinsam mit Moa Folke und Alexandra Försterling als Führende in die Finalrunde gestartet. Der Weg zum Titel verlief jedoch alles andere als geradlinig.

Nach einem Birdie zum Auftakt kassierte die Südafrikanerin am zweiten Loch ein Doppelbogey. Ein weiteres Bogey am fünften Loch ließ sie zwischenzeitlich vier Schläge hinter die Spitze zurückfallen.

Alexander bewahrte jedoch die Geduld. Am Par 5 der neunten Bahn gelang ihr schließlich der entscheidende Befreiungsschlag: Mit einem Eagle arbeitete sie sich zurück in den Titelkampf.

Dort wurde es noch einmal eng. Anna Morgan spielte sich mit einem Birdie am 15. Loch zwischenzeitlich auf Augenhöhe mit Alexander. Die Südafrikanerin hatte jedoch die perfekte Antwort parat.

Auch Alexander spielte die 15 in Birdie, legte am 16. Loch nach und verschaffte sich damit wieder etwas Luft. Am 18. Loch setzte sie schließlich den Schlusspunkt.

Ihr Abschlag flog rund 256 Meter weit über das Fairway. Anschließend platzierte sie ihren Pitch rund zwei Meter neben der Fahne und lochte den Birdie-Putt sicher ein.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T2 Sophie Hausmann (GER)
T5 Alexandra Försterling (GER)

PGA Tour: Presidents Cup

Was nach drei Tagen noch wie ein spannendes Finale ausgesehen hatte, entwickelte sich am Sonntag zu einer einseitigen Angelegenheit. Die USA gewannen den Presidents Cup 2026 und setzten damit ihre beeindruckende Serie fort. Seit 1998 konnte das Internationale Team keinen Presidents Cup mehr gewinnen.

Nach den Team-Matches lag die US-Auswahl noch mit drei Punkten zurück. In den Einzeln folgte jedoch eine beeindruckende Aufholjagd: Neun der zwölf Partien gingen an die Gastgeber, eine weitere endete unentschieden. Damit siegten die USA letztlich mit 17:13.

„Ich habe den Jungs gestern Abend gesagt, dass hier in Medinah verrückte Dinge passieren können. Medinah hat eine Geschichte solcher Momente”, sagte US-Kapitän Brandt Snedeker, der 2012 selbst Teil des US-Teams bei der verlorenen Ryder-Cup-Partie an gleicher Stelle war. „Und genau das ist passiert. Sie sind heute rausgegangen und haben alles gegeben. Ich bin verdammt stolz auf diese Jungs.“

US-Präsident Donald Trump, der Ehrenvorsitzende des Presidents Cup, eröffnete den Sonntag gemeinsam mit den Spielern am ersten Abschlag. „Es wird ein sehr interessantes Golfspiel“, sagte Trump vor dem Start der zwölf Einzel.

Und tatsächlich wurde es interessant – allerdings vor allem aufgrund der Geschwindigkeit, mit der die USA den Rückstand verkürzten. Scottie Scheffler, Cameron Young, Justin Thomas und Chris Gotterup sorgten früh für wichtige Punkte.

Scheffler setzte sich gegen Nico Echavarria durch. Dabei kam es zu einer kurzen unschönen Szene, als ein Zuschauer Echavarria während des Rückschwungs lautstark störte. Der Kolumbianer verlor daraufhin seinen Drive. Scheffler reagierte zunächst verärgert auf den Zuschauer, zeigte sich anschließend jedoch sportlich und schenkte Echavarria einen rund neun Meter langen Par-Putt.

Eine der entscheidenden Geschichten schrieb Jackson Koivun. Der 21-jährige Rookie lag nach zehn Löchern gegen Si Woo Kim noch zwei Löcher zurück. Der Südkoreaner zählte über die gesamte Woche zu den stärksten Spielern des Internationalen Teams.

Doch Koivun drehte die Partie mit drei gewonnenen Löchern in Folge. Auf der 18. Bahn setzte er schließlich ein Ausrufezeichen: Sein Abschlag landete perfekt, anschließend schlug er einen präzisen Annäherungsschlag und wusste unmittelbar nach dem Kontakt, dass der Ball gut war. Koivun gewann mit 2&1 und sorgte damit für einen weiteren wichtigen US-Punkt.

„Der Junge ist etwas Besonderes. Er ist anders“, schwärmte Snedeker. „Dass ein 21-Jähriger dort steht und diese letzten beiden Schläge so ausführt, das können nicht viele.“ Für Koivun ist der Presidents Cup der nächste Höhepunkt einer bemerkenswerten Entwicklung. Vor gut einem Jahr gehörte er zum siegreichen US-Team beim Walker Cup und vor vier Monaten gewann er mit der Universität von Auburn die NCAA-Meisterschaft. Nun feierte er seinen ersten Sieg beim Presidents Cup.

Den entscheidenden Punkt zum Sieg sicherte schließlich Jacob Bridgeman. Der Sieger der Biltmore Championship Asheville vom vergangenen Wochenende lag drei Löcher vor Schluss noch einen Punkt hinter Min Woo Lee.

Doch Bridgeman blieb ruhig und kämpfte sich zurück. Auf dem letzten Loch lochte er einen rund einen Meter langen Par-Putt zum Sieg und machte damit den für die USA notwendigen 15,5. Punkt perfekt.

„Es war den ganzen Tag über ziemlich knapp“, analysierte Kapitän Geoff Ogilvy die Partie aus Sicht des internationalen Teams. „Bei einigen Matches lagen wir eins zurück. Wenn diese Matches in unsere Richtung gekippt wären, hätte das ganz anders ausgesehen.“

Doch dazu kam es nicht. „Es ist sehr schwierig, die USA in den Einzeln auf amerikanischem Boden zu schlagen“, sagte Ogilvy. „Sie haben großartige Spieler, und die Zuschauer waren voll auf ihrer Seite.“


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Weitere Turniere:

Sunshine Tour: Rwanda Open
Kigali Golf Resort & Villas, Ruanda, 24. bis 27. September

Sieger: Kyle De Beer (RSA)

T3 Allen John (GER)

Asian Tour: Mercuries Taiwan Masters
Taiwan Golf and Country Club, Taiwan, 24. bis 27. September

Sieger: Chien-yao Hung (TWN)

T38 Maximilian Rottluff (GER)

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