Winners of the Week: 13. Juli 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

HotelPlanner Tour: German Challenge powered by VcG

Lars van der Vight hat die sechste Ausgabe der German Challenge powered by VcG gewonnen und damit seinen ersten Titel auf der HotelPlanner Tour gefeiert. Der 23-jährige Niederländer setzte sich im Wittelsbacher Golfclub in Neuburg an der Donau mit 17 Schlägen unter Par knapp vor dem Franzosen Julien Sale durch. Damit krönte er eine Turnierwoche, die bereits am Freitag mit einer historischen 59 ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Die Traumrunde unter 60 Schlägen war erst die fünfte in der 40-jährigen Geschichte der HotelPlanner Tour und bildete die Grundlage für den bislang größten Erfolg des Niederländers. Doch einfach wurde es am Sonntag nicht.

Mit drei Schlägen Vorsprung gestartet, eröffnete van der Vight zwar mit einem Birdie, geriet nach einem Doppel-Bogey auf der neunten Bahn und einem weiteren Schlagverlust auf der Elf aber plötzlich unter Druck. Erst Birdies auf den Löchern zwölf und 15 verschafften ihm wieder Luft im Titelrennen. Am Ende reichte eine 70er-Runde zum Sieg mit einem Schlag Vorsprung auf Sale, der mit zwei Birdies und einem Eagle auf den letzten fünf Löchern noch einmal mächtig Druck aufgebaut hatte.

„Ich fühle mich fantastisch, auch wenn es sich noch gar nicht richtig real anfühlt“, sagte van der Vight. „Eine 59 hatte ich zuvor noch nie gespielt. Ich bin unglaublich stolz darauf, wie ich mich an diesem Wochenende durchgekämpft habe. Ohne meinen Caddie hätte ich das nicht geschafft.“

„Die Unterstützung, die ich von meinen engsten Vertrauten erfahren habe, war unglaublich. Dieser Sieg gehört ihnen genauso sehr wie mir.“

Lars van der Vight

Der Rookie, der sich im vergangenen Jahr über die Pro Golf Tour für die HotelPlanner Tour qualifiziert hatte, lag vor dieser Woche noch auf Rang 66 der „Road to Mallorca”. Durch seinen Sieg verbesserte er sich auf Position 13 und darf von einem zweiten Aufstieg in Folge träumen.

„Mental war das heute die schwierigste Runde der Woche“, erklärte der Sieger. „Erst auf der Zwölf habe ich zum ersten Mal auf ein Leaderboard geschaut und gesehen, dass ich noch gut dabei bin. Danach wollte ich einfach weitermachen. Jetzt freue ich mich erst einmal darauf, nach Hause zu fahren, Freunde und Familie zu sehen und ein wenig abzuschalten.“

Julien Sale belegte nach seinem Sieg in Frankreich in der Vorwoche Rang zwei vor den beiden Drittplatzierten Wouter de Vries und Quinnton Croker.

Aus deutscher Sicht sorgte vor allem Hurly Long für Grund zur Freude. Der Olympiateilnehmer von Tokio spielte am Sonntag eine starke 67, verbesserte sich mit insgesamt 13 unter Par noch auf den geteilten fünften Platz und erzielte damit sein bestes Ergebnis seit längerer Zeit.

„Ich bin sehr froh, vor allem über das Birdie auf der 18 zum Abschluss“, sagte Long. „Ich spiele eigentlich schon seit einer Weile gutes Golf, aber mental hat es bisher nicht ganz gepasst. Jetzt habe ich das Gefühl, wieder etwas gefunden zu haben. Dass es ausgerechnet beim Heimturnier geklappt hat, macht es natürlich noch schöner.“

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T5 Hurly Long (GER)
T15 Tiger Christensen (GER)

Major: Amundi Evian Championship

Haeran Ryu hat ihren Lauf in der Major-Saison 2026 eindrucksvoll fortgesetzt. Nur zwei Wochen nach ihrem Triumph bei der KPMG Women’s PGA Championship sicherte sich die Südkoreanerin auch die Amundi Evian Championship und feierte damit ihren zweiten Major-Titel in Folge. Die Entscheidung fiel erst im Play-off gegen Brooke Henderson.

Nach ihrer historischen 60er-Runde am Samstag – der niedrigsten Runde in der Geschichte des Damen-Majorgolfs – ging Ryu mit drei Schlägen Vorsprung in den Finaltag. Doch auf den Grüns lief plötzlich kaum noch etwas zusammen. Die 25-Jährige notierte auf den ersten 17 Löchern lediglich ein Bogey auf der Acht und kein einziges Birdie.

Ausgerechnet auf der Schlussbahn fiel dann der entscheidende Putt. Während Henderson mit einem Eagle auf der 18 ein Gesamtergebnis von 19 unter Par erreicht hatte, musste Ryu ihrerseits ein Birdie erzielen, um das Stechen zu erzwingen. Der Putt fiel – ihr erster Schlaggewinn des Tages.

„Vor drei Wochen hatte ich noch keinen Major-Titel, jetzt habe ich zwei hintereinander. Ich kann es selbst noch nicht glauben“, sagte die überglückliche Siegerin. „Heute war unglaublich schwer, weil einfach kein Putt fallen wollte. Aber auf der 18 hat es geklappt – und dann noch einmal im Play-off.“

Zurück auf der 18 spielte Ryu ihre Erfahrung aus. Während Henderson ihren Abschlag auf dem Par 5 nach links verzog und vor dem Grün vorlegen musste, fand die Südkoreanerin erst das Fairway und dann das Grün mit dem zweiten Schlag. Zwar ließ sie ihren Eagle-Putt knapp kurz, doch aus rund 1,20 Metern machte sie anschließend den entscheidenden Schlag zum Sieg perfekt.

Damit schließt sich für Ryu ein Kreis. Bereits 2015 hatte sie auf derselben Anlage den Evian Juniors Cup gewonnen. „Ich habe so viele schöne Erinnerungen an diesen Ort. Schon damals habe ich davon geträumt, eines Tages die Evian Championship zu gewinnen. Dass es jetzt tatsächlich passiert ist, fühlt sich unwirklich an.“

Henderson verpasste ihren dritten Major-Titel dagegen nur knapp und kann auf eine außergewöhnliche Finalrunde zurückblicken. Die Kanadierin spielte wie bereits am Samstag eine 64 (-7), notierte drei Eagles und sorgte mit einem Hole-in-One auf der achten Bahn für eines der Höhepunkte des Turniers.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T61 Chiara Tamburlini (SUI)

PGA Tour Champions: Kaulig Companies Championship

Zach Johnson hat seinen ersten Major-Titel auf der PGA Tour Champions gewonnen. Der ehemalige Masters- und Open-Champion gewann die Kaulig Companies Championship im traditionsreichen Firestone Country Club mit sechs Schlägen Vorsprung und verabschiedete sich damit souverän von dem Austragungsort.

Die Grundlage für seinen Triumph legte Johnson bereits am Samstag mit einer starken 63er-Runde, die ihm vor dem Finaltag einen Vorsprung von vier Schlägen verschaffte. Zwar begann die Schlussrunde mit zwei Bogeys auf den ersten vier Löchern alles andere als ideal, doch der Sieg des 50-Jährigen geriet zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Den Schlusspunkt setzte Johnson mit einem spektakulären Chip-in aus rund sechs Metern auf seiner letzten Bahn und erreichte damit ein Ergebnis von 68 Schlägen (-2).

„Ich liebe diesen Platz. Seit ich das erste Mal hier gespielt habe, hat er einfach zu meinem Spiel gepasst”, sagte Johnson nach seinem dritten Sieg in seiner Debütsaison auf der PGA Tour Champions. „Hier kann man nichts vortäuschen. Man muss die Schläge ausführen und den Ball kontrollieren.“

Mit insgesamt 15 unter Par verwies der Amerikaner Boo Weekley auf Rang zwei. Der frühere Ryder-Cup-Spieler spielte am Sonntag eine 66 und profitierte dabei vor allem von einem heißen Putter. „Ich habe in den letzten beiden Tagen kaum Fairways getroffen, aber unglaublich viele Putts gelocht. Das hat mich im Turnier gehalten“, erklärte Weekley.

Rory Sabbatini, der für die Slowakei startet und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Tokio ist, belegte nach zwei starken Schlussrunden von jeweils 66 Schlägen den dritten Platz. Stewart Cink, der die Charles Schwab Cup-Wertung weiterhin anführt, wurde Vierter.

Für Johnson war es bereits der dritte Titel in seiner ersten Saison auf der PGA Tour Champions. Damit verkürzt er den Rückstand auf Cink in der Saisonwertung deutlich. Zudem erhielt der Sieger einen Startplatz für die Players Championship 2027.

Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, da Johnson in der Vorwoche bewusst auf die Teilnahme an den U.S. Senior Open verzichtet hatte, um stattdessen bei der John Deere Classic auf der regulären PGA Tour anzutreten. Dort belegte er den geteilten neunten Rang.

„Mein Spiel ist wirklich gut“, sagte Johnson. „Vielleicht sah das heute nicht über die gesamte Runde so aus, aber ich wusste, was ich tun musste: Fairways treffen und die Schläge ausführen. Zum Glück hatte ich mir in den ersten drei Tagen ein gutes Polster erspielt.“

Für Firestone könnte es derweil der Abschied von der Senior-Major-Bühne gewesen sein. Die Partnerschaft mit dem Titelsponsor Kaulig Companies endet und die PGA Tour Champions plant, ihr fünftes Major ab dem kommenden Jahr in Newport Beach, Kalifornien, auszutragen.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T20 Bernhard Langer (GER) & Alex Cejka (GER)

PGA/DP World Tour: Genesis Scottish Open

Tom Kim ist zurück in der Weltspitze. Der 24-jährige Südkoreaner gewann die Genesis Scottish Open im Renaissance Club mit zwei Schlägen Vorsprung. Damit feierte er seinen ersten Titel auf der DP World Tour sowie seinen ersten Erfolg auf höchstem Niveau seit Herbst 2023 und seinen ersten Triumph bei einem Rolex-Series-Event.

Mit einer fehlerfreien Schlussrunde von 64 Schlägen spielte sich Kim in East Lothian auf insgesamt 17 unter Par und ließ eine hochkarätige Konkurrenz hinter sich. Min Woo Lee aus Australien belegte mit zwei Schlägen Rückstand Rang zwei, den dritten Platz teilten sich Lokalmatador Robert MacIntyre, Matt Fitzpatrick, Keita Nakajima und der Amerikaner Johnny Keefer.

Für Kim schließt sich damit ein Kreis. Bei der Scottish Open hatte er 2022 als damals 20-Jähriger mit Platz drei erstmals international auf sich aufmerksam gemacht, ehe drei Siege auf der PGA Tour und zwei Einsätze beim Presidents Cup folgten. Nach einer enttäuschenden Saison 2025 und einem schwierigen Start ins Jahr 2026 war der ehemalige Weltranglisten-Elfte jedoch zwischenzeitlich sogar aus den Top 150 gefallen.

„Die vergangenen Jahre waren hart”, sagte Kim nach seinem emotionalen Erfolg. „Ich musste lernen, demütig zu sein, und habe viel über mich selbst herausgefunden. Ich entwickle mich immer noch weiter und habe noch einen langen Weg vor mir. Diesen Sieg möchte ich den Menschen widmen, die in dieser Zeit immer an meiner Seite geblieben sind.“

Der Grundstein für den Erfolg wurde auf den Back Nine gelegt. Nach Birdies auf den Par-5-Bahnen eins, sieben und zwölf verschaffte sich Kim an der Spitze Luft. Der entscheidende Moment folgte auf der 16: Sein Eisenschlag aus 186 Metern landete knapp zwei Meter neben der Fahne und führte zum vielleicht wichtigsten Birdie des Tages.

„Das könnte einer der besten Schläge meiner Karriere gewesen sein“, sagte Kim später.

Min Woo Lee verkürzte mit Birdies auf der 12 und 14 zwischenzeitlich auf einen Schlag Rückstand und machte es noch einmal spannend. Doch Kim blieb nervenstark, spielte die Schlusslöcher souverän herunter und brachte den Sieg mit Pars auf den letzten beiden Bahnen ins Ziel.

Für den Südkoreaner bedeutet der Erfolg mehr als nur einen prestigeträchtigen Titel. Er erhält eine Einladung zum Masters 2027 und dürfte in der Weltrangliste wieder deutlich nach oben klettern. Noch vor wenigen Wochen hatte er außerhalb der Top 100 gelegen, ehe er mit Platz drei bei den U.S. Open die Wende einleitete.

Auch Johnny Keefer durfte jubeln. Der Amerikaner sicherte sich gemeinsam mit Michael Thorbjornsen und Victor Perez einen der begehrten Startplätze für die Open Championship in der kommenden Woche im Royal Birkdale Golf Club.

Mit einer starken 64er-Runde am Sonntag spielte sich Rory McIlroy noch auf den geteilten siebten Rang nach vorne. Der Nordire hatte nach einer 73 im dritten Durchgang zwischenzeitlich den Anschluss verloren, zeigte sich mit seinem Schlussspurt aber zufrieden.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T21 Matti Schmid (GER)


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Weitere Turniere:

Legends Tour: OFX Irish Legends
Carton House, Irland, 10. bis 12. Juli

Sieger: Johan Edfors (SWE)

T43 Markus Brier (AUT)

PGA Tour Americas: Explore NB Open
Mactaquac Golf Course, Kanada, 9. bis 12. Juli

Sieger: Thomas Ponder (USA)

T26 Jonas Baumgartner (GER)

Epson Tour: Four Winds Invitational
Blackthorn Golf Club, Indiana, 10. bis 12. Juli

Siegerin: Haylee Harford Sanchez (USA)

T10 Christin Eisenbeiss (GER)

LET Access Series: Womens English Open
The Manchester Golf Club, England, 8. bis 10. Juli

Siegerin: Tereza Zapletal Kozeluhova

T3 Isabella Holpfer (AUT)

PGA/DP World Tour: Isco Championship
Hurstbourne Country Club, Kentucky, 9. bis 12. Juli

Sieger: Steven Fisk (USA)

T10 Thomas Rosenmüller (GER)

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