Matthias Schwab: Karrierepause wegen mentaler Probleme

Der österreichische Golfprofi pausiert auf unbestimmte Zeit und möchte sich auf sein Leben außerhalb des Sports konzentrieren.

Matthias Schwab hat eine vorläufige Pause vom Profisport angekündigt. In einer persönlichen Mitteilung auf seinen Social-Media-Kanälen erklärte der 31-Jährige, dass er sich aufgrund psychischer und emotionaler Belastungen vorerst vollständig aus dem Turniergeschehen zurückziehen werde.

„Seit einiger Zeit habe ich psychisch und emotional sehr zu kämpfen“, so Schwab. Die sportlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre hätten zunehmend auch sein Privatleben beeinflusst. Deshalb wolle er sich nun bewusst Zeit nehmen, um sich auf persönliche Themen und sein Leben außerhalb des Golfsports zu konzentrieren.

Rückkehr derzeit offen

Wie lange die Auszeit dauern wird, ließ der Steirer bewusst offen. Einen konkreten Zeitplan für eine Rückkehr gebe es aktuell nicht. Stattdessen wolle er Schritt für Schritt herausfinden, wann der richtige Zeitpunkt für ein Comeback gekommen sei. Gleichzeitig bedankte sich Schwab bei seiner Familie, seinem Team und seinen Partnern für deren Unterstützung.

Vom Senkrechtstarter auf die PGA Tour

Seit seinem Wechsel ins Profilager im Jahr 2017 galt Schwab als eines der größten Talente des österreichischen Golfsports. Nach dem schnellen Aufstieg über die Challenge Tour etablierte er sich auf der DP World Tour und qualifizierte sich schließlich für die PGA Tour, auf der er zwei Spielzeiten gegen die Weltelite antrat.

Mehrere Top-10-Platzierungen, drei Major-Starts sowie die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2021 zählen zu den Höhepunkten seiner bisherigen Karriere. Auch wenn der erste Sieg auf einer der großen Touren bislang ausblieb, spielte Schwab Preisgelder in Millionenhöhe ein und gehörte zeitweise zu den erfolgreichsten österreichischen Golfern.


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Schwierige Jahre auf und neben dem Platz

In den vergangenen Saisonen blieb der sportliche Erfolg allerdings aus. Trainerwechsel, Verletzungen und anhaltende Formschwankungen machten es dem Schladminger schwer, an seine früheren Leistungen anzuknüpfen.

Erst vor Kurzem hatte Schwab selbst von mehreren schwierigen Jahren gesprochen und eingeräumt, dass ihm die Freude am Golfsport zuletzt teilweise verloren gegangen sei. Als Spieler der Challenge Tour verpasste er sowohl beim Heimturnier in Schladming als auch beim DP World Tour Event in Kitzbühel den Cut.

Mit seiner Entscheidung setzt Schwab ein wichtiges Zeichen für einen offenen Umgang mit mentaler Gesundheit im Spitzensport. Wann er auf die Tour zurückkehren wird, bleibt vorerst offen.

Martin Angerer
Martin Angerer
Martin Angerer ist Chefredakteur bei Perfect Eagle Golf & Head of Digital Media.
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