Winners of the Week: 7. September 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

DP World Tour: Omega European Masters

Beim Omega European Masters in Crans Montana hat Thriston Lawrence Golfgeschichte geschrieben. Der Südafrikaner setzte sich im dramatischen Finale im Stechen gegen Paul Casey durch und gewann das traditionsreiche Turnier zum dritten Mal. Damit ist er neben Seve Ballesteros der einzige Spieler, dem dies seit 1972 gelang.

Dabei hatte Lawrence vor der Schlussrunde noch sechs Schläge Rückstand auf Casey. Doch mit einer herausragenden 62, seiner fehlerfreien Runde mit acht unter Par, setzte der Titelverteidiger im Clubhaus die Marke bei 18 unter Par. Zunächst sah es dennoch nicht nach einem erneuten Triumph aus.

Casey übernahm auf den letzten neun Löchern sogar die Führung. Nach vier Birdies lag der Engländer vor dem letzten Loch bei 19 unter Par und benötigte lediglich ein Par für seinen 16. Sieg auf der DP World Tour. Doch sein Putt zum Par lippte aus – das Stechen war perfekt.

Um den Sieger zu ermitteln, waren vier zusätzliche Löcher nötig. Beide Spieler spielten die ersten drei Extra-Bahnen in Par, ehe Lawrence am vierten Versuch zuschlug. Sein rund sieben Meter langer Birdie-Putt fiel ins Loch, während Casey seinen deutlich längeren Putt vom Grünrand nicht verwandeln konnte.

„Es ist verrückt. Wahrscheinlich habe ich noch nie so viele Emotionen auf eine positive Art gezeigt – normalerweise weine ich“, sagte Lawrence. „Ich kann es nicht glauben. Ich habe heute so hart gekämpft und alles gegeben.“

Lawrence hatte bereits 2022 und 2025 in Crans Montana gewonnen. Nun gelang ihm die erfolgreiche Titelverteidigung und der Eintrag in eine exklusive Siegerliste.

„Ich habe gut gespielt und wusste, dass irgendwo eine Runde mit acht oder neun unter Par möglich war. Ich musste einfach daran glauben und alles geben.“

Thriston Lawrence

„Es ist einfach das beste Gefühl der Welt“, sagte der 34-Jährige. „Und dieses Turnier dreimal zu gewinnen und damit mit Seve gleichzuziehen – ich habe ihn nie getroffen, aber ich habe mir immer seine Videos angesehen. Es ist unglaublich, seinen Namen neben meinem zu sehen.“

Hinter dem Spitzenduo spielte Harry Hall eine herausragende 63 und belegte mit 17 Schlägen unter Par den dritten Platz. Angel Hidalgo, Angel Ayora, Eugenio Chacarra, Bernd Wiesberger und Francesco Laporta folgten mit einem Schlag mehr auf dem geteilten vierten Rang.

Bester Schweizer wurde Joel Girrbach. Der einzige einheimische Spieler, der den Cut überstanden hatte, kam auf 15 unter Par und teilte sich mit Matt Wallace den neunten Platz.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T4 Bernd Wiesberger (AUT)
T9 Joel Girrbach (SUI)

HotelPlanner Tour: Rosa Challenge Tour

John Gough hat in dieser Saison bereits zum zweiten Mal den ersten Platz auf der HotelPlanner Tour erreicht. Der 27-Jährige gewann die Rosa Challenge Tour im polnischen Konopiska mit insgesamt zwölf Schlägen unter Par und hatte am Ende einen Schlag Vorsprung auf seinen englischen Landsmann Andrew Wilson.

Nach seinem Premierensieg beim Blot Play9 in der Bretagne zu Beginn des Jahres ist es bereits der zweite Titel für Gough auf der Nachwuchsserie. Dieser Erfolg bringt ihn im Saisonranking „Road to Mallorca“ auf Rang fünf und damit in eine vielversprechende Position im Kampf um den Aufstieg auf die DP World Tour für die Saison 2027.

„Ich bin überglücklich, dass ich es geschafft habe. Ich mag es hier wirklich sehr. Es war auf den letzten Löchern ziemlich stressig, aber ich bin sehr froh, dass ich es über die Bühne gebracht habe“, sagte Gough. „Ich habe auf den letzten Löchern zwei wichtige Putts gelocht. Das war definitiv nötig.“

Gough war mit einer starken 64 (-6) in das Turnier gestartet, musste am Freitag jedoch einen Rückschlag hinnehmen. Eine 73 (+3) ließ ihn zwischenzeitlich zurückfallen. Am Samstag meldete sich der Engländer jedoch eindrucksvoll zurück, als er trotz schwieriger Bedingungen erneut eine 64 spielte und damit als Führender in die Finalrunde ging.

Dort entwickelte sich zunächst ein enges Rennen. Das Leaderboard war dicht gedrängt und Gough kam nach neun Löchern mit Even Par auf die Back Nine. Ein Birdie am elften Loch brachte schließlich die Wende. Auf den nächsten drei Löchern legte er zwei weitere Birdies nach und kletterte auf zwölf unter Par.

„Diese Woche war wirklich ein Auf und Ab“, erklärte Gough. „Am Donnerstag und Samstag habe ich sehr gutes Golf gespielt. Es ist immer schön, in der letzten Gruppe zu stehen, aber heute war das Feld zu Beginn so eng beieinander.“

Auch die gemeinsame Finalrunde mit Wilson habe geholfen: „Ich habe auf die Leaderboards geschaut und wusste, dass schon ein paar Schläge viel verändern können. Es war schön, Andy in meiner Gruppe zu haben. Wir haben uns gegenseitig gepusht – und er hat ebenfalls sehr gut gespielt.“

Gough musste bis zum Schluss kämpfen. Auf dem letzten Loch verfehlte sein langer Birdie-Putt das Ziel knapp und blieb rund eineinhalb Meter vom Loch entfernt liegen. Der anschließende Par-Putt reichte schließlich zum Sieg.

Mit dem zweiten Titel der Saison macht Gough einen weiteren großen Schritt in Richtung DP World Tour. Der Aufstieg ist zwar noch nicht sicher, doch der Engländer will sich auf seinem Vorsprung nicht ausruhen.

„Natürlich hilft mir der Sieg enorm. Aber es liegt noch viel Golf vor uns“, sagte Gough. „Ich glaube, ich habe ihn auch ein Stück weit gebraucht. Ich hatte eine kleine Schwächephase. Ich habe eigentlich gut gespielt, aber keine Ergebnisse erzielt.“

Hinter Gough und Wilson belegte der Franzose Julien Brun mit neun unter Par den dritten Platz. Rang vier teilten sich der Deutsche Hurly Long und der Engländer Callum Tarren mit jeweils acht unter Par. Long spielte zum Abschluss eine 67, Tarren kam auf eine 69.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T4 Hurly Long (GER)
T10 Lukas Boandl (AUT)


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Weitere Turniere:

Legends Tour: NI Legends
Galgorm, Nordirland, 4. bis 6. September

Sieger: Steven Alker (NZL)

T5 Thomas Gögele (GER)

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