Winners of the Week: 20. Juli 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

Major: The Open Championship

Ryan Fox hat die 154. Open Championship gewonnen und damit den bislang größten Erfolg seiner Karriere erzielt. Der Neuseeländer lochte am 72. Loch einen Birdie-Putt aus rund dreieinhalb Metern und sicherte sich mit einem Schlag Vorsprung vor Cameron Young den Claret Jug im Royal Birkdale. Für den 39-Jährigen ist es der erste Major-Titel.

Fox begann den Finaltag zwei Schläge hinter dem Spitzenreiter Sam Burns, hielt sich aber mit solidem Golf auf den ersten elf Bahnen im Rennen. Als die Bedingungen schwieriger wurden und zahlreiche Konkurrenten Federn ließen, spielte sich der Sohn des früheren All-Blacks-Spielers Grant Fox mit einer starken Schlussphase an die Spitze. Vier Birdies auf den letzten sechs Löchern machten den Unterschied.

Den entscheidenden Moment lieferte Fox auf der 18. Bahn. Nach zwei perfekten Schlägen ließ er sich die Chance aus gut elf Fuß nicht entgehen und verwandelte den Birdie-Putt zum Sieg. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich diesen Putt gelocht habe. Es ist ein Traum, der wahr geworden ist“, sagte Fox. „Gestern haben mich meine Kinder gebeten, einen Pokal mit nach Hause zu bringen. Ich glaube, das ist ein ziemlich schöner.“

Mit einer 68er-Schlussrunde beendete Fox das Turnier bei zehn unter Par. Er ist nach Bob Charles (1963) erst der zweite Neuseeländer, der die Open Championship gewinnen konnte. Gleichzeitig ist es sein erster Major-Titel und der größte Erfolg seit seinem Sieg bei der BMW PGA Championship 2023, den er ebenfalls mit einem Birdie am letzten Loch perfekt gemacht hatte.

„Um das letzte Loch so zu spielen, wie ich es getan habe, stand ich am Abschlag und sagte zu meinem Caddie Dean Smith: ‚Wir werden versuchen, das hier zu gewinnen.‘“

Ryan Fox

Besonders bemerkenswert ist diese Leistung vor dem Hintergrund seiner dritten Runde. Mit einer 62 hatte Fox am Samstag den Major-Platzrekord eingestellt und sich überhaupt erst in die Ausgangsposition für den Titel gebracht.

Lange Zeit sah es allerdings nach einem anderen Sieger aus. Cameron Young spielte bereits früh am Tag eine herausragende 64 und setzte mit neun unter Par die Marke im Clubhaus. Mehr als zwei Stunden musste der Amerikaner warten und hoffen. Erst Foxs Birdie am Schlussloch zerstörte Youngs Traum vom ersten Major-Triumph. Young hatte seine Siegchance zuvor am letzten Loch eingebüßt, als ein Abschlag im Topfbunker und das folgende Bogey ihn auf neun unter Par zurückwarfen.

Auch Sam Burns, der mit einer Führung in den Finaltag gestartet war, konnte seinen Vorsprung nicht ins Ziel bringen. Der Amerikaner spielte auf den letzten zwölf Löchern kein einziges Birdie mehr und fiel mit einer 72 auf Rang drei zurück.

Titelverteidiger Scottie Scheffler kämpfte sich trotz zwischenzeitlicher Rückschläge noch einmal heran und belegte nach einer 67 gemeinsam mit dem Lokalmatador Tommy Fleetwood den geteilten vierten Platz. Fleetwood begeisterte die Zuschauer in seiner Heimat mit einer spektakulären Aufholjagd und einem Birdie-Birdie-Finish. Nach drei Bogeys rund um den Turn hatte er jedoch bereits zu viel Boden verloren.

Bryson DeChambeau spielte im Titelkampf dagegen keine Rolle mehr. Nach einem Triple-Bogey auf der 11 und einer 72er-Runde kam der US-Amerikaner nicht über Rang 14 hinaus. Die Zwei-Schläge-Strafe aus der zweiten Runde hatte letztlich keinen Einfluss mehr auf den Ausgang des Turniers.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T67 Sepp Straka (AUT)

PGA & DP World Tour: Corales Puntacana Championship

Stefano Mazzoli hat seinen ersten Titel auf der DP World Tour gewonnen und damit den direkten Sprung auf die PGA Tour geschafft. Der Italiener setzte sich bei der Corales Puntacana Championship in der Dominikanischen Republik mit einer starken Schlussrunde von 66 Schlägen und einem entscheidenden Birdie auf der 18. Bahn gegen Todd Clements und Gordon Sargent durch.

Der 29-Jährige hatte vor dem Finaltag vier Schläge Rückstand auf den Spitzenreiter Clements, legte aber auf den ersten neun Löchern einen furiosen Lauf hin. Fünf Birdies bei nur einem Bogey brachten ihn auf 17 unter Par. Doch dann hielt Clements zunächst dagegen und lag auch nach zwei weiteren Birdies auf den ersten Bahnen der Back Nine noch komfortabel in Führung.

Dann wendete sich das Blatt. Der Engländer kassierte ein Doppelbogey auf der 13 und ein weiteres Bogey auf der 16, wodurch Mazzoli und der Amerikaner Gordon Sargent wieder ins Rennen kamen. Als alle drei Spieler bei 19 unter Par lagen, setzte der Italiener den Schlusspunkt: Aus gut sieben Metern versenkte er auf der 18 den Birdie-Putt zum Turniersieg.

„Es war ein Traum seit meiner Kindheit, einmal auf einer großen Tour zu gewinnen”, sagte Mazzoli. „Das vergangene Jahr war eine Achterbahnfahrt. Natürlich zweifelt man manchmal an sich, aber ich wusste schon als Teenager, dass ich Profi werden wollte. Dafür habe ich gerne auf vieles verzichtet.“

Für Mazzoli ist der Sieg gleich in mehrfacher Hinsicht ein Meilenstein. Der Rookie, der sich im vergangenen Jahr über die HotelPlanner Tour die Spielberechtigung für die DP World Tour gesichert hatte, feiert seinen ersten Titel auf höchster Ebene. Gleichzeitig erhält er eine PGA-Tour-Karte bis Ende der Saison 2028 und verbessert sich im Race to Dubai von Rang 127 auf Position 39. Zudem übernimmt er die Führung im Closing Swing.

Todd Clements musste sich nach drei Tagen an der Spitze mit dem geteilten zweiten Platz begnügen. „Ich bin trotzdem stolz auf meine Leistung”, sagte Clements. „Ich habe alles gegeben. Heute sollte es einfach nicht sein – das gehört zum Golf dazu.“

Ebenfalls auf Rang zwei landete das US-Talent Gordon Sargent, der mit einer 67 ebenfalls bis zum Schluss um den Titel gekämpft hatte. Ben James und Will Gordon teilten sich mit 18 unter Par den vierten Platz.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T6 Marcel Schneider (GER)
T9 Thomas Rosenmüller (GER)


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* Angaben erforderlich

Weitere Turniere:

Epson Tour: Greater Toledo Classic
Highland Meadows Golf Club, Ohio, 17. bis 19. Juli

Siegerin: Annabelle Pancake-Webb (USA)

T33 Sophie Hausmann (GER)

PGA Tour Americas: Commissionaires Ottawa Open
The Marshes Golf Club, Kanada, 16. bis 19. Juli

Sieger: Mateo Fernández de Oliveira (ARG)

T52 Max Schliesing (SUI)

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