Cabot Wilds: Wo Golf auf Wildnis trifft

Ein Fluss, endlose Wälder und ein neuer 18-Loch-Platz: Mit Cabot Wilds entsteht in Nova Scotia ein Golfresort, das Luxus über Landschaft definiert. Die Eröffnung ist für Ende 2027 geplant.

In Cumberland County, im Westen der östlichsten Provinz Nova Scotia, wird schon bald ein neues Kapitel der kanadischen Golfgeschichte geschrieben. Cabot Wilds soll auf rund 1.000 Hektar zwischen den Ausläufern der Cobequid Mountains entstehen. Das Grundstück liegt bei Collingwood Corner, unweit von Oxford, das als „Wild Blueberry Capital of Canada“ gilt.

Im Zentrum wird ein 18-Loch-Platz des kanadischen Golfplatzarchitekten Jeff Mingay stehen, dessen Layout  dem River Philip folgt und durch bewaldete Täler und über offene Höhenzüge führt. Die Topografie ist dabei nicht bloß Kulisse. Sie gibt die Dramaturgie des Platzes vor.

Immer wieder öffnen sich Blicke über den Fluss und die umliegende Landschaft. Dazwischen liegen dichte Wälder und Heidelbeerfelder. Ein Golfplatz, der sich keinesfalls gegen die Natur behaupten, sondern sich nahtlos in sie einfügen soll.

Cabot Wilds am River Philip

Golf am River Philip

Cabot Wilds wird gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmer John Bragg und dessen Familie entwickelt. Bragg gründete Oxford Frozen Foods, einen der weltweit größten Produzenten von Wildheidelbeeren. Für die Familie ist das Gelände seit Generationen ein besonderer Ort.

Diese Verbindung zur Region soll auch das Erscheinungsbild des Resorts prägen. Das renommierte Planungsbüro Hart Howerton wurde mit der übergeordneten Gestaltung beauftragt. Vorgesehen sind neben dem Golfplatz ein Clubhaus, Restaurants, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie private Immobilien.

Das Konzept setzt dabei bewusst auf einen ländlichen Charakter. Kein künstlich geschaffener Ferienkosmos, sondern eine Interpretation des Lebens auf dem Land in Nova Scotia.

Kanadisches Landleben statt Resortkulisse

Wie die anderen Cabot-Standorte soll auch Cabot Wilds in das Platinum Signature Sanctuary Program von Audubon International aufgenommen werden. Naturschutz ist somit nicht als dekoratives Zusatzthema gedacht, sondern soll Teil der Planung und des laufenden Betriebs sein.

Das ist bei einem Projekt dieser Dimension durchaus relevant. Der River Philip, die Wälder und die offenen Landschaften sind wesentliche Bestandteile des Areals. Auch die geplante Golfarchitektur muss sich mit diesen natürlichen Gegebenheiten arrangieren.

Wohnen zwischen Wald und Fairway

Ein begrenztes Kontingent an Immobilien soll bereits zum Projektstart angeboten werden. Geplant sind großzügige Cottages mit zwei, vier oder acht Schlafzimmern, großen Küchen- und Essbereichen, Kaminen und überdachten Veranden.

Dazu kommen Grundstücke mit Blick auf den Golfplatz, die Hänge oder den River Philip. Das klassische Ferienhaus soll hier als langfristiger Rückzugsort fungieren. Wer bleibt, soll dabei möglichst viel von Natur und Landschaft mitbekommen.

Auch das Clubhaus folgt diesem Gedanken. Vorgesehen sind ein Restaurant mit Innen- und Außenbereich, Bar, Lounge, private Dining-Räume, eine großzügige Rasenfläche sowie Pro Shop und Umkleiden. Ergänzt wird das Angebot durch Spa- und Wellnesseinrichtungen mit Thermalbereichen und Ruhegsräumen.

Vier Jahreszeiten, eine Landschaft

Der eigentliche Trumpf von Cabot Wilds liegt jedoch draußen, in der Natur: Im River Philip kann man Lachse fischen, ein ausgedehntes Wegenetz lädt zum Wandern und Radfahren ein. Im Herbst färben sich Ahornwälder und Heidelbeerfelder intensiv rot. Indian Summer at its best.

Im Winter verschiebt sich der Schwerpunkt Richtung Schnee. Skifahren, Snowmobiling und weitere Wintersportarten sollen das Resort zu einem Ganzjahresziel machen.

Damit entsteht ein Konzept, das Golf nicht als alleinigen Reisegrund versteht. Golf soll vielmehr Teil eines Aufenthalts sein, der stark von der Natur und Landschaft Nova Scotias lebt.

Cabots nächster Schritt

Cabot ist mit seinen Anlagen, ausgehend von Nova Scotia, längst eine feste Größe im internationalen Golfbusiness. Das Flaggschiff Cabot Cape Breton beherbergt mit Cabot Links und Cabot Cliffs zwei Plätze, die zu den renommiertesten Golfanlagen Nordamerikas zählen.

Cabot Wilds geht nun einen etwas anderen Weg. Statt Küste gibt es Wald, statt Klippen eben Flusslandschaft. Und ein Golfplatz, dessen Reiz darin liegen soll, wie selbstverständlich er in seine wildromatische Umgebung eingebettet wird. Die Eröffnung ist für Ende 2027 vorgesehen.

Martin Angerer
Martin Angerer
Martin Angerer ist Chefredakteur bei Perfect Eagle Golf & Head of Digital Media.

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