Winners of the Week: 02. April 2024

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Martin Angerer.

PGA Tour: Texas Children’s Houston Open

Stephan Jaeger holt sich bei den Texas Children’s Houston Open seinen ersten Titel auf der PGA Tour! Scottie Scheffler verpasste seinen dritten Sieg in Folge nur knapp. Der Weltranglistenerste musste sich mit einem geteilten zweiten Platz begnรผgen, zusammen mit Titelverteidiger Tony Finau, Thomas Detry, Taylor Moore und Alejandro Tosti, der auf dem letzten Loch noch ein Bogey spielte und damit die geteilte Fรผhrung abgab. Dafรผr konnte erstmals seit 2015 ein Deutscher auf der stรคrksten Tour der Welt gewinnen (zuletzt war dies Alex Cejka in Puerto Rico gelungen).

In Houston war es am Sonntag spannend bis zum Schluss, denn beinahe wรคre es noch zum Stechen zwischen Scheffler und Jรคger gekommen. Im letzten Flight schaffte es der US-Amerikaner auf dem Grรผn der 18. Bahn nicht, seinen kurzen (6 FuรŸ) Birdie-Putt zu lochen, sodass Stephan Jรคger ein Par zum Sieg reichte. Damit nahm der 34-Jรคhrige bei seiner 135. Turnierteilnahme auf der PGA Tour zum ersten Mal den Sieger-Pokal in Empfang. โ€žIch habe einfach versucht, bei mir zu bleibenโ€œ, kommentierte er. โ€žMir sind einige Birdies auf den Back Nine entgangen. Aber dieser Golfplatz ist schwierig zu spielen, vor allem, wenn man um die Fรผhrung mitspielt. Ich bin einfach super glรผcklich.โ€œ Fรผr vier Runden hatte er 69, 66, 66 und 67 Schlรคge gebraucht.

Jรคgers erster PGA Tour-Titel ist der vorlรคufige Hรถhepunkt einer starken Entwicklung. รœber Jahre pendelte der Absolvent der University of Tennessee at Chattanooga zwischen Zweit- und Erstklassigkeit. Nachdem er seit einiger Zeit intensiv an seiner Fitness und seiner Ballgeschwindigkeit gearbeitet hatte, ging es stetig bergauf.ย 

Bereits bei seinem dritten Platz bei der Farmers Insurance Open hatte er zu Jahresbeginn Chancen auf den Titel. Fรผr seinen Erfolg in Texas gibt es nun 1.638.000 US-Dollar und 500 FedEx-Cup-Punkte. Damit verbessert sich der ehemalige Spieler des GC Mรผnchen Eichenried auf den 10. Rang im FedExCup und sichert sich die Tour-Karte bis ins Jahr 2026. Darรผber hinaus darf er in zwei Wochen erstmals beim Masters in Augusta abschlagen. Auch die Mรถglichkeit zur Teilnahme bei den diesjรคhrigen Olympischen Spielen in Paris ist Jรคger kaum noch zu nehmen.

Matti Schmid wurde 21.



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DP World Tour:ย Hero Indian Open

Keita Nakajima war bei den mit 2,25 Mio. US-Doller dotierten Hero Indian Open nie wirklich in Gefahr: der Japaner gewann mit vier Schlรคgen Vorsprung und stellte mit insgesamt 17 unter einen neuen Rekord auf, der um drei Schlรคge besser ist als das Ergebnis des deutschen Siegers aus 2023, Marcel Siem, der seinen Titel in diesem Jahr aufgrund einer Verletzung nicht verteidigen konnte. Johannes Veerman aus den USA und Sebastian Soderberg aus Schweden belegten Platz 2.

Fรผr Nakajima war es der fรผnfte Titel, nachdem er bereits vier auf der japanischen Tour gewonnen hatte, darunter einen als Amateur. Als Sieger der Order of Merit 2023 sicherte er sich seine DP World Tour-Karte und feierte nun, mit 23, seinen ersten Turniersieg auf eben jener Tour.

Die deutschsprachigen Spieler im Feld:

10. Yannik Paul (-10)
T13. Jannik De Bruyn & Maximilian Rottluff (-8)
T21. Marcel Schneider (-6)
T26. Matthias Schwab (-5)
T58. Lukas Nemecz (+3)
T65. Maximilian Kieffer (+4)


LPGA Tour: Ford Championship, Arizona

Nelly Korda hat es wieder getan: ihr Sieg bei der Ford Championship sei „einer meiner am wenigsten stressigen Siege“ gewesen, nachdem sie am Sonntag ihren dritten LPGA-Tour-Titel in Folge feiern konnte. Korda gewann das Turnier im Seville Golf and Country Club in Arizona mit 65 Schlรคgen am Finaltag (-7) und zwei Schlรคgen Vorsprung vor Hira Naveed (2.) und gleich fรผnf Spielerinnen auf dem geteilten 3. Rang.

Die 25-jรคhrige ist nun die erste LPGA-Tour-Spielerin seit acht Jahren, die drei Turniere in Folge gewinnen konnte: zuletzt war dies 2016 der Thailรคnderin Ariya Jutanugarn gelungen. 1978 gewann die US-Amerikanerin Nancy Lopez fรผnf Mal in Folge.

Die deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T21. Polly Mack (-14)
T30. Caroline Masson (-12)
T35. Isi Gabsa (-11)
T71. Olivia Cowan (-4)
CUT:ย Esther Henseleit, Sophia Popov (GER)


Ladies European Tour: Womenโ€™s NSW Open

Mariajo Uribe sicherte sich den Sieg bei den Women’s NSW Open, nachdem sie ihren Birdie-Putt auf der 18 im Magenta Shores Golf & Country Club versenkt hatte. Die Kolumbianerin fรผhrte nach 36 Lรถchern dank Runden von 67 (-5) und 65 (-7) an den ersten beiden Tagen, doch am letzten Tag lieferte sie sich einen erbitterten Kampf mit der Englรคnderin Bronte Law.

Die Entscheidung fiel erst am letzten Loch, als Law und Uribe mit jeweils 13 unter Par gleichauf lagen und die zweimalige Olympiasiegerin am letzten Loch ihren Putt einlochte und den Sieg mit insgesamt 14 unter Par besiegelte. Uribe, deren letzter Titel der HSBC Brazil Cup 2011 war, sagte: „Das letzte Mal, dass ich auf der Tour gewonnen habe, war 2011, und einige Mรคdchen, die diese Woche hier spielten, waren wahrscheinlich noch im Kindergarten!

„Es ist schรถn, hierher zu kommen, ich habe gerade mit meinem Mann gesprochen. Er sagte, dass mein Sohn in der Nacht immer wieder aufgewacht ist. Das ist es wert, denn ich werde fast einen Monat lang von ihnen getrennt sein, also bin ich mit einem Sieg ziemlich zuversichtlich, dass ich in Paris sein werde. Die Mission ist erfรผllt.“

Die deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T8. Leonie Harm (-6)
T12. Laura Fรผnfstรผck (-5)
T34. Emma Spitz (Par)
CUT:ย Patricia Isabel Schmidt, Sarah Schober, Sophie Witt, Chiara Noja

PGA Tour Champions:ย The Galleri Classic

Eine Durststrecke an Turniersiegen ging am Sonntag zu Ende, als der Sรผdafrikaner Retief Goosen in der letzten Runde 3 unter 69 Schlรคgen spielte und die Galleri Classic im Mission Hills Country Club in Rancho Mirage, Kalifornien, gewann.

Goosen, der das Turnier mit 13 unter 203 Schlรคgen unter rauen, regnerischen Bedingungen beendete, sagte, dass er „einfach durchhielt“. Zuvor schien alles darauf hinzudeuten, dass seine Durststrecke sich fortsetzen wรผrde, als Goosen am letzten Loch gleichauf mit dem Neuseelรคnder Steven Alker an der Spitze des Leaderboards lag und seinen zweiten Schlag ins Wasser schlug. Doch Alker tat dasselbe, Goosen spielte Par und Alker ein Bogey, was Goosen den Sieg bescherte. Alex Cejka wurde ebenfalls geteilter 2.

Goosen, Mitglied der World Golf Hall of Fame, hat nur zwei Siege auf der PGA Tour Champions vorzuweisen. Zuletzt gewann er im Mรคrz 2022 bei der Hoag Classic. Davor gewann Goosen 2019 bei der Bridgestone Senior Players Championship. Darรผber hinaus erreichte er fรผnf zweite Plรคtze und 21 Top-Five-Platzierungen.

Martin Angerer
Martin Angerer
Martin Angerer ist Chefredakteur bei Perfect Eagle Golf & Head of Digital Media.

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