Winners of the Week: 17. Juni 2024

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Martin Angerer.

PGA Tour: US Open Championship

Bryson DeChambeau hat die US Open 2024 auf dem schweren Par-70-Platz in Pinehurst in North Carolina gewonnen. Nein. Er hat sie dominiert! Es war sein zweiter Major-Titel nach dem Sieg bei der PGA Championship 2021.

DeChambeau setzte sich in einem spannenden Finale gegen Rory McIlroy durch. Nach drei Runden fรผhrte er mit drei Schlรคgen Vorsprung, doch McIlroy kรคmpfte sich am letzten Tag mit einer starken Leistung zurรผck. Am 18. Loch lag DeChambeau im Bunker, rettete sich aber mit einem unglaublichen Schlag und anschlieรŸendem Putt zum Sieg. McIlroy verspielte indes ein mรถgliches Playoff mit einem kurzen Putt.

„Oh Mann, ich wollte nicht Zweiter werden, ich wollte diesen Sieg auf diesem fรผr mich so wichtigen Platz unbedingt. Ein Traum ist wahr geworden“, sagte DeChambeau nach seinem Coup.

„Dieser Bunkerschlag war der Schlag meines Lebens.“

Bryson DeChambeau

McIlroy, der 2014 den letzten seiner bisher vier Majortitel gewonnen hatte, spielte an den letzten vier Lรถchern drei Bogeys. Damit war trotz einer 69er Runde die vermeintlich komfortable Fรผhrung dahin. DeChambeau genรผgte eine 71 zum Triumph.

Sepp Straka (70-72-78-72) beendet seine viertenย US Openย mit insgesamt 292 Strokes (+12) und Platz 56. Im Turnierverlauf war dem ร–sterreich sogar ein Hole-in-One gelungen.

Stephan Jรคger erreichte mit Platz 21 sein bisher bestes Major-Ergebnis. Martin Kaymer wurde geteilter 64.


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LET: Ladies Italian Open

Die Englรคnderin Amy Taylor sicherte sich bei den Ladies Italian Open ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour mit einem dramatischen Sieg.

Die 23-Jรคhrige spielte am Finaltag auf dem Golf Nazionale eine 69er Runde mit drei Schlรคgen unter Par, wobei sie sechs Birdies und drei Bogeys erzielte, und beendete das Turnier mit 10 Schlรคgen unter Par und einem Schlag Vorsprung auf die Spanierin Maria Hernandez.

„Mir fehlen im Moment die Worte“, sagte sie nach ihrem Sieg. „Ich kann es nicht wirklich glauben. Anfang der Woche bin ich zum [Trevi]-Brunnen in Rom gegangen und habe eine Mรผnze hineingeworfen und mir gewรผnscht, dass ich gewinne! Ich habe es niemandem gesagt, aber es ist wahr geworden!

Toller Erfolg auch fรผr die Italienerin Alessandra Fenali: Die Italienerin sicherte sich, genauso wie Emma Spitz aus ร–sterreich, den hervorragenden 6. Platz bei ihrem Heimturnier in Rom.ย 

Die besten deutschsprachigen Spieler_innen im Feld:

T12. Leonie Harm
T15. Patricia Isabel Schmidt & Tiffany Arafi (SUI)
T24 Kim Metraux (SUI)ย & Sarah Schober
T32 Elena Moosmann (SUI)

CUT: Verena Gimmy (GER), Chiara Tamburlini (SUI)ย 
DSQ: Sophie Witt (GER)ย 

LPGA Tour: Meijer LPGA Classic

Lilia Vu besiegte Lexi Thompson und Grace Kim im Stechen und holte sich bei der Meijer LPGA Classic ihren ersten LPGA-Tour-Sieg der Saison.

An einem spannenden Finaltag im Blythefield Country Club machte Vu einen Rรผckstand von acht Schlรคgen wett. Sie spielte eine bogeyfreie 65 und beendete das Turnier mit -16 gemeinsam mit Kim, die รผber Nacht mit fรผnf Schlรคgen gefรผhrt hatte, und Thompson.

Das Trio erzielte an den ersten beiden Extra-Playoff-Lรถchern jeweils ein Birdie auf dem 18. Par-Five-Loch, bevor Vu am dritten Extra-Playoff-Loch das siegbringende Birdie erzielte – wรคhrend Thompson und Kim nur Par erreichten – und damit ihren fรผnften LPGA-Tour-Titel und den ersten des Jahres gewann.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T41 Caroline Masson (GER)
T65 Morgane Metraux (SUI)
CUT: Polly Mack, Esther Henseleit, Aline Krauter, Sandra Gal, Alexandra Fรถrsterling

LET Access Series: Amundi Czech Ladies Challenge

Helen Briem vom Stuttgarter GC Solitude gewinnt die Amundi Czech Ladies Challenge im Sรผden Prags. Nur eine Woche nach ihrem ersten Sieg auf der LET Access Series (LETAS) in Frankreich setzt sich die Spielerin des Junior Team Germany mit gesamt -3 nach Runden von 72, 68 und 73 Schlรคgen vor der Niederlรคnderin Nikki Hofstede (-2) durch.

„Es fรผhlt sich groรŸartig an. Diese beiden Turniere zu gewinnen und dadurch wichtige Punkte fรผr das Ziel Ladies European Tour zu sammeln, hilft mir sehr. Diese Woche fahren wir nach Hause. Dann habe ich ein bisschen Zeit zu feiern. Am Ende hatte ich nicht meinen besten Tag und brauchte Geduld. Aber es hat gereicht“, so Briem, die mit ihrem zweiten Sieg Geschichte geschrieben hat, denn: Briem ist erst die vierte Spielerin, die zwei LETAS-Siege in Folge bejubeln darf und das als Amateurin.ย 

Die 18-Jรคhrige erweiterte damit die Liste ihrer jรผngsten Erfolge. So hatte sie bereits mit Top-Ergebnissen bei LET-Turnieren geglรคnzt: Sie wurde geteilte Elfte beim Amundi German Masters und Zweite bei der Dormy Open in Schweden. In der vergangenen Woche folgte dann ihr erster Sieg bei einem Profiturnier in Frankreich, wo sie sich bei den Montauban Ladies Open souverรคn durchsetzte. In Tschechien musste die Nationalspielerin am Finaltag allerdings kรคmpfen. Ihre Fรผhrung vom Vortag war sie nach zwei Bogeys auf den Bahnen fรผnf und sechs vorerst los. Was auch daran lag, dass die Niederlรคnderin Nikki Hofstede fleiรŸig Birdies sammelte. Am Ende hatte dann allerdings Briem die besseren Nerven, schrieb ihr einziges Birdie auf der 15 auf, profitierte von den Fehlern der Konkurrentin und jubelte รผber LETAS-Sieg Nummer zwei in Folge.

Martin Angerer
Martin Angerer
Martin Angerer ist Chefredakteur bei Perfect Eagle Golf & Head of Digital Media.

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