Winners of the Week: 9. März 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

PGA Tour: Arnold Palmer Invitational

Beim Arnold Palmer Invitational hat Akshay Bhatia eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt und sich nach einem dramatischen Stechen den Titel gesichert. Der 24-jährige US-Amerikaner lag am Sonntag auf dem anspruchsvollen Arnold Palmer’s Bay Hill Club & Lodge fünf Schläge hinter der Spitze, nachdem er früh einen kurzen Par-Putt verpasst hatte. Doch genau dieser Rückschlag löste eine beeindruckende Reaktion aus.

Mit seiner aggressiven Spielweise erinnerte Bhatia an den Turniergründer Arnold Palmer, dessen berühmtes Motto lautete: „Man muss mutig spielen, um zu gewinnen.” Genau das setzte Bhatia auf den Back Nine um. Vier Birdies in Folge brachten ihn zurück ins Titelrennen. Mit nur noch drei Löchern zu spielen, lag er zwei Schläge zurück, ehe ihm am Par 5 der 16 ein entscheidender Schlag gelang: Mit dem Eisen 6 spielte er aggressiv auf die Fahne zu und der Ball wäre beinahe direkt im Loch gelandet.

Am Ende musste ein Stechen gegen Daniel Berger entscheiden – das erste Play-off bei diesem Turnier seit 1999.

Beide hatten das Turnier mit 15 unter Par beendet. Berger schien lange auf dem Weg zum Sieg zu sein, nachdem er sich bis zur Halbzeit der Finalrunde einen komfortablen Vorsprung erspielt hatte. Doch ein verpasster Par-Putt aus gut zwei Metern am 17. Loch kostete ihn die Führung. Auf der 18 rettete er mit einem starken Up-and-Down aus rund 70 Metern immerhin noch das Par und zwang damit das Stechen.

„Mutig spielen – das war, glaube ich, etwas, das jeder an Herrn Palmer schätzte. Ich konnte diese Energie und Begeisterung spüren. Es war großartig.“

Akshay Bhatia

Im Play-off geriet Berger nach einem Abschlag ins rechte Rough erneut unter Druck, brachte den Ball aber noch bis auf das Grün. Sein langer Putt blieb etwa zwei Meter unterhalb des Lochs liegen, doch der Par-Putt, mit dem er das Stechen hätte verlängern können, misslang. Bhatia spielte konservativer in die Mitte des Grüns, benötigte zwei Putts aus rund neun Metern und sicherte sich damit den Sieg sowie das Preisgeld von vier Millionen Dollar.

Mit einer Schlussrunde von 69 Schlägen feierte er seinen dritten Titel auf der PGA Tour – alle drei errang er im Play-off. Gleichzeitig war es der bislang größte Erfolg seiner Karriere, da das Turnier als Signature Event mit insgesamt 20 Millionen Dollar dotiert ist. Der Triumph bringt ihn außerdem unter die Top 20 der Weltrangliste und verschafft ihm eine ideale Ausgangsposition für die kommenden Großereignisse wie das Masters Tournament.

Berger konnte trotz der Enttäuschung auch positive Aspekte mitnehmen. Nach 18 Monaten Pause wegen einer Rückenverletzung nach der U.S. Open 2022 und einem Fingerbruch im vergangenen Sommer spielte er ein starkes Turnier. Neben dem Preisgeld von 2,2 Millionen Dollar sicherte er sich auch einen Startplatz bei der Open Championship und verbesserte sich deutlich in der Weltrangliste. Damit dürfte ihm auch eine Rückkehr zum Masters gelingen.

Den dritten Platz teilten sich Cameron Young, der mit einer bogeyfreien 69 überzeugte, und Ludvig Åberg, der eine 67 spielte. Scottie Scheffler, der Weltranglistenerste, hatte dagegen erneut Probleme auf dem Schlussloch. Nach einem weiteren Doppelbogey auf der 18 kam er mit einer 73 ins Clubhaus und belegte am Ende den geteilten 24. Platz. Damit blieb er erstmals seit den U.S. Open im vergangenen Jahr in einem Turnier ohne Runde unter 70 Schlägen.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T13 Sepp Straka (AUT)


Du möchtest immer am Golfball bleiben und kein Gewinnspiel verpassen? Melde dich jetzt zum Perfect Eagle Newsletter an!

* Angaben erforderlich

PGA Tour: Puerto Rico Open

Mit einer starken Schlussrunde hat Ricky Castillo seinen ersten Titel auf der PGA Tour gewonnen und die Puerto Rico Open für sich entschieden. Der US-Amerikaner spielte am Sonntag eine 67 (-5) im Grand Reserve Golf Club und kam damit insgesamt auf 17 unter Par (271 Schläge). Mit einem Schlag Vorsprung setzte er sich gegen Chandler Blanchet durch, der ebenfalls eine 67 spielte und mit einem Birdie auf der Schlussbahn noch einmal Druck machte.

Der entscheidende Moment des Turniers ereignete sich auf Loch 13, als der erst 18-jährige Blades Brown seine Siegchance verspielte. Brown, der der jüngste Sieger auf der PGA Tour seit 95 Jahren werden wollte, lag sechs Löcher vor Schluss noch mit einem Schlag in Führung. Nach einem Abschlag in einen Fairwaybunker landete sein Annäherungsschlag jedoch rechts im Wasser. Nach dem Strafschlag spielte er zu aggressiv weiter, sein Ball rollte über das Grün hinaus und er musste ein Triplebogey notieren.

Castillo nutzte diese Schwächephase sofort aus. Direkt dahinter spielend lochte er auf der 13 einen Birdie-Putt aus rund vier Metern ein und legte auf der 14 mit einem präzisen Pitch auf etwa anderthalb Meter ein weiteres Birdie nach. Diese beiden Schläge brachten ihn entscheidend in Führung.

Für Castillo war der Sieg auch eine persönliche Genugtuung. Im FedEx-Cup-Ranking hatten ihm nur elf Punkte gefehlt, um beim hochdotierten Arnold Palmer Invitational im Arnold Palmer’s Bay Hill Club & Lodge starten zu dürfen. Stattdessen reiste er nach Puerto Rico und krönte seine Woche mit seinem ersten Titel auf der PGA Tour. „Es ist unglaublich, das in Worte zu fassen. Ich wollte eigentlich in Bay Hill spielen, aber ich bin hierhergekommen und habe gewonnen – am Ende hat alles gepasst“, sagte er.

Durch den Triumph qualifiziert sich der Profi erstmals für ein Major, die PGA Championship. Zudem steht für ihn in der kommenden Woche bereits ein Start bei The Players Championship im TPC Sawgrass fest.

Brown beendete das Turnier mit einer 69 auf dem alleinigen dritten Platz – sein erstes Top-10-Ergebnis auf der PGA Tour. Die Situation erinnerte ihn an sein Erlebnis beim The American Express zu Beginn des Jahres, als er in der Finalgruppe mit Scottie Scheffler spielte, nach einem Wasserball jedoch schnell aus dem Rennen fiel.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T5 Matti Schmid (GER)
T8 Jeremy Paul (GER)

Ladies European Tour: Australian Womens Classic

Kelsey Bennett feierte auf heimischem Boden den größten Erfolg ihrer Karriere und sicherte sich den Titel bei der Australian Women’s Classic. Die Australierin gewann im Magenta Shores Golf & Country Club mit vier Schlägen Vorsprung und holte damit ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour. Mit einer Schlussrunde von 71 (-1) bei schwierigen Wetterbedingungen kam die 26-Jährige insgesamt auf 13 unter Par.

Bennett war mit einem Schlag Vorsprung in die Finalrunde gestartet und musste sich auf der windigen und regnerischen Central Coast gegen starke Konkurrenz behaupten. Sie gehörte am Sonntag zu den drei Spielerinnen, denen überhaupt eine Runde unter Par gelang. Der Sieg brachte ihr nicht nur den bislang größten Triumph ihrer Laufbahn, sondern auch die Führung in der LET Order of Merit sowie einen Startplatz bei der AIG Women’s Open.

In der Finalgruppe spielte sie gemeinsam mit der Engländerin Meghan MacLaren, der Siegerin von 2022, sowie mit Rookie Caley McGinty. Letztere setzte Bennett früh unter Druck und eröffnete die Runde mit Birdies an der ersten und dritten Bahn. Bennett konterte jedoch schnell mit eigenen Birdies an Loch drei und fünf. Dabei wäre ihr am fünften Loch sogar beinahe ein spektakuläres Eagle aus dem Rough gelungen.

Kurz darauf geriet jedoch auch die Australierin ins Straucheln. Drei Bogeys in Folge an den Löchern sechs, sieben und acht brachten das Feld wieder enger zusammen. McGinty machte ebenfalls Fehler, blieb aber in Schlagdistanz. Bennett rettete an der Neun ein wichtiges Par, dann erschwerte starker Regen das Spielgeschehen zusätzlich.

Auf den Back Nine übernahm Bennett wieder die Kontrolle. Ein Bogey von McGinty an der 11 brachte Bennett die Führung zurück, die sie mit Birdies an der 13 und 14 auf drei Schläge ausbaute. Besonders bemerkenswert war das Birdie an der 13, dem schwierigen Par 3, das an diesem Tag keiner anderen Spielerin unter Par gelang.

Zwar verkürzte McGinty noch einmal mit einem Birdie an der 16, doch die Entscheidung fiel an der 17: McGinty schlug ihren Ball ins Aus, während Bennett ein Birdie notierte und ihren Vorsprung auf vier Schläge ausbaute. Trotz eines Abschlags in den Fairwaybunker am Schlussloch reichte ihr ein Bogey zum sicheren Sieg.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T10 Katharina Mühlbauer (AUT)
T15 Leonie Harm (GER)

LPGA Tour: Blue Bay LPGA

Nach mehr als acht Jahren hat Mi Hyang Lee wieder einen Sieg auf der LPGA Tour gefeiert und sich den Titel bei der Blue Bay LPGA gesichert. Die Südkoreanerin setzte sich auf dem Jian Lake Blue Bay Golf Course mit insgesamt elf Schlägen unter Par (277) und einem Schlag Vorsprung vor der Chinesin Weiwei Zhang durch.

Für die 32-Jährige ist es der dritte Titel auf der LPGA Tour, der erste seit ihrem Triumph bei der ISPS Handa Women’s Scottish Open im Jahr 2017. Sie ist erst die zweite Südkoreanerin nach Sei Young Kim, die dieses Turnier gewinnen konnte. Kim triumphierte 2015.

Für Lee verlief die Finalrunde zunächst äußerst turbulent. Sie startete mit einem Vorsprung von drei Schlägen, eröffnete mit einem Birdie, verlor aber schnell den Rhythmus. Ein Bogey an Loch zwei sowie zwei Doppelbogeys an den Bahnen fünf und neun sorgten dafür, dass sie zur Halbzeit der Runde nur noch bei acht unter Par lag und plötzlich hinter Zhang zurückfiel. „Meine Hände haben gezittert“, sagte Lee später über ihre nervöse Anfangsphase. Trotz dieser Rückschläge motivierte ihr Caddie sie immer wieder, weiterzukämpfen.

Auf den Back Nine fand Lee schließlich zurück in die Spur. Birdies an den Löchern zehn und 13 hielten sie im Titelrennen. Die Entscheidung fiel auf den letzten Bahnen: Am 17. Loch unterlief Zhang ein entscheidendes Bogey, wodurch Lee wieder die Chance bekam, das Turnier selbst zu entscheiden. Am Schlussloch nutzte sie diese Gelegenheit mit einem nervenstarken Birdie und sicherte sich so den Sieg.

Lee ist seit 2012 Mitglied der LPGA Tour. Ihre Tourkarte hatte sie damals über die Epson Tour erlangt und wurde in ihrer Rookie-Saison zur Galle-Truett-Epson-Tour-Rookie des Jahres gekürt. Ihren ersten Profisieg hatte sie im selben Jahr bereits beim Epson Classic gefeiert.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T12 Esther Henseleit (GER)
T33 Albane Valenzuela (SUI)

Weitere Turniere:

DP World Tour: Joburg Open
Houghton GC, Südafrika, 5. bis 8. März

Sieger: Dan Bradbury (ENG)

T12 Bernd Wiesberger (AUT)
T15 Maximilian Steinlechner (AUT)
T18 Allen John (GER) & Marcel Siem (GER)

PGA Tour Champions: James Hardie Pro Football Hall of Fame Invitational
The Old Course at Broken Sound Club, Florida, 6. bis 8. März

Sieger: Zach Johnson (USA)

T4 Alex Cejka (GER)

Epson Tour: Atlantic Beach Classic
Atlantic Beach Country Club, Florida, 5. bis 7. März

Siegerin: Isabella Fierro (MEX)

T60 Sophie Hausmann (GER)

LIV Golf: Hong Kong
Hong Kong Golf Club, Hong Kong, 5. bis 8. März

Sieger: Jon Rahm (ESP)

T52 Martin Kaymer (GER)

Similar Articles

Comments

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Instagram

Most Popular