Winners of the Week: 09. Februar 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

DP World Tour: Qatar Masters

Beim Qatar Masters 2026 hat Patrick Reed dem Druck der Schlussrunde standgehalten und sich mit zwei Schlägen Vorsprung seinen zweiten Sieg auf der DP World Tour innerhalb von nur drei Wochen gesichert. Der Amerikaner triumphierte im Doha Golf Club mit einem Gesamtergebnis von 16 unter Par und setzte damit seine starke Form nach dem Erfolg bei der Hero Dubai Desert Classic und der Niederlage im Play-off in Bahrain eindrucksvoll fort.

„Dieser Lauf, den ich gerade habe, mit zwei Siegen und einem zweiten Platz, ist einfach großartig. Mehr kann man sich eigentlich nicht wünschen“, sagte Reed nach der Runde. „Es ist etwas Besonderes, so früh in der Saison zwei Turniere zu gewinnen, und hoffentlich kommt noch einiges dazu.“

Reed war mit zwei Schlägen Vorsprung in den Finaltag gegangen, geriet jedoch früh unter Druck. Sein Spielpartner Jacob Skov Olesen eröffnete die Runde mit einem Birdie, während Reed an der zweiten Bahn ein Bogey notierte, sodass er die Führung schnell wieder abgeben musste. Kurz darauf mischte auch Oliver Lindell im Titelkampf mit und übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung. Der Finne startete furios mit sechs Birdies und zwei Bogeys, ehe er sein erstes Par des Tages erst am Ende der Front Nine spielte.

„Ich fühle mich großartig. Mir ist das noch nicht ganz bewusst geworden, aber heute, wo der Tag so stressig war, war ich sehr stolz, denn es hätte mir leicht entgleiten können.“

Patrick Reed

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, vor allem durch Calum Hill. Der Schotte lochte an der zehnten Bahn zum Eagle ein und startete mit vier Birdies ab Loch 14 eine beeindruckende Aufholjagd. Ein spektakulärer Annäherungsschlag über das Wasser an der 17 brachte ihn bis auf einen Schlag an Reed heran. Nachdem Dan Bradbury an der 17 einen kurzen Par-Putt verfehlte und Lindell mit einem Doppelbogey an der 15 zurückfiel, war Hill Reeds letzter ernsthafter Herausforderer. Ein missglückter Abschlag ins Gestein am Schlussloch nahm ihm jedoch die letzte Chance, sodass er sich mit Par und Rang zwei bei 14 unter Par begnügen musste.

Reed hatte zuvor an der 14 ein entscheidendes Birdie erzielt und agierte auf den letzten Löchern bewusst risikoarm. Zwei Putts zum Par an der 17 und ein solides Schlussloch reichten aus, um seinen fünften Sieg auf der DP World Tour perfekt zu machen. „Auf den Front Nine sah es ehrlich gesagt nicht gut aus“, gab Reed zu. „Es fühlte sich unglaublich an, die Führung zu verlieren und dann auf den Back Nine den Schalter umzulegen. Ich wusste, dass ich nur einen Putt brauche, der fällt. Ich habe dem Prozess vertraut – und das hat funktioniert.“

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T62 Bernd Wiesberger (AUT)


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PGA Tour: WM Phoenix Open

Chris Gotterup hat die WM Phoenix Open nach einem dramatischen Finale im Stechen gewonnen und dabei von einem späten Einbruch Hideki Matsuyamas profitiert. Der 26-jährige Amerikaner spielte am Sonntag eine starke 7-unter-Par-Runde mit 64 Schlägen und setzte sich schließlich auf dem ersten Play-off-Loch durch, nachdem Matsuyama seinen Abschlag ins Wasser gezogen hatte.

Gotterup hatte sich mit einer furiosen Schlussphase überhaupt erst in Position gebracht. Fünf Birdies auf den letzten sechs Löchern katapultierten ihn an die Spitze des Leaderboards, wobei ihm bewusst war, dass er auf Hilfe angewiesen sein würde. Matsuyama war zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Platz und führte mit einem Schlag. „Man weiß nie, was einen erwartet”, sagte Gotterup. „Wir standen am ersten Abschlag, haben ein paar Bälle geschlagen und zugeschaut, und plötzlich stehst du auf der 18, alles rastet aus, und du weißt: Okay, jetzt geht’s los.“

Der Japaner, der alle seine bisherigen Führungen nach 54 Löchern in Siege umgemünzt hatte, konnte seinen Vorsprung dieses Mal nicht ins Ziel bringen. Bereits an der 17, einem kurzen Par 4, verfehlte er mit einem wilden Abschlag das Wasser links nur knapp und rettete gerade noch ein Par. An der 18 zog er seinen Drive erneut nach links in die sogenannten „Church Pews“-Bunker – es war bereits sein elftes verfehltes Fairway des Tages. Der zweite Schlag landete in der Bunkerwand und aus 39 Metern gelang ihm kein Up-and-Down mehr, sodass er mit einer 68 ins Clubhaus kam und mit 16 unter Par mit Gotterup gleichzog. „Ich wollte ein Play-off unbedingt vermeiden, aber der Abschlag an der 18 in der regulären Runde war einfach schlecht”, sagte Matsuyama später durch seinen Dolmetscher.

Gotterup hatte seine Runde kurz zuvor mit einem sicheren Birdie aus einem knappen Meter auf der 18 beendet, obwohl sein Abschlag nahe der Tribünen gelandet war. Anschließend verfolgte er Matsuyamas Schlussloch zwischen seinen Probeschwüngen am ersten Abschlag. Im Stechen wollte der Longhitter sofort Druck aufbauen und tat dies mit einem mächtigen Drive die rechte Fairwayseite hinunter. Matsuyama hingegen zog seinen Abschlag noch weiter nach links als zuvor. Der Ball prallte vom gegenüberliegenden Ufer ab und landete im Wasser. Zwar erreichte er nach Strafschlag noch das Grün, doch Gotterup ließ keine Zweifel aufkommen und lochte einen Acht-Meter-Birdieputt zum Sieg.

Es war sein vierter Erfolg auf der PGA Tour und bereits der zweite in seinen ersten drei Starts der Saison nach dem Triumph bei der Sony Open. „Ich habe Vertrauen in das, was ich tue, und ich spiele gut genug, um mich in diese Situationen zu bringen”, sagte Gotterup. Bisher habe er es geschafft, das auch zu nutzen.

Scottie Scheffler hätte das Turnier fast noch komplett auf den Kopf gestellt. Die Nummer eins der Welt musste nach einer wackligen Auftaktrunde von 73 Schlägen sogar um den Cut bangen, startete dann aber eine beeindruckende Aufholjagd. Mit einer 65 am Freitag verlängerte er seine aktive Cut-Serie auf der PGA Tour auf 66 Turniere in Folge, arbeitete sich Schritt für Schritt nach vorne und spielte am Sonntag ebenfalls eine 64. Scheffler beendete das Turnier mit 15 Schlägen unter Par in einer fünfköpfigen Gruppe auf Rang drei.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T18 Sepp Straka (AUT)
T28 Stephan Jäger (GER)

LIV Golf: Riyadh

Elvis Smylie hat bei seinem Debüt auf der LIV Golf Tour gleich ein Ausrufezeichen gesetzt: Beim Turnier in Riad gewann er sowohl den Einzeltitel als auch den Teamtitel mit Ripper GC. Der 23-jährige Australier spielte im ROSHN Group LIV Golf Riyadh unter Flutlicht vier herausragende Runden und sicherte sich den Sieg mit einer bogeyfreien 8-unter-Par-64 am Samstag. Damit hielt er den stark aufkommenden Jon Rahm um einen Schlag auf Distanz.

Für Smylie, der erst im vergangenen Monat offiziell zu Ripper GC gestoßen war, war es ein Einstand nach Maß. „Es ist ein wahr gewordener Traum“, sagte er nach der Runde. „Ich wusste diese Woche wirklich nicht, was mich erwartet. Nachts zu spielen ist hier draußen eine ganz andere Nummer. Ich wollte rausgehen und ein Statement setzen, beweisen, dass ich zu den Besten hier gehöre, und ich habe das Gefühl, dass mir das gelungen ist. Ab jetzt geht es nur noch nach oben.“ Mit seinem Triumph führte Smylie auch sein Team zum Sieg, sodass die Australier beide Trophäen holten – pünktlich vor dem Heimspiel beim LIV Golf Adelaide in der kommenden Woche.

Teamkapitän Cameron Smith zeigte sich tief beeindruckt vom neuen Mann. „Das Verrückte ist, dass ich immer noch glaube, dass er sich enorm verbessern kann. Das ist für den Rest von uns ziemlich beängstigend, denn er hat uns diese Woche regelrecht vorgeführt“, sagte Smith. „Ich glaube wirklich, dass er eines Tages der beste Golfer der Welt sein kann. Er hat alle Werkzeuge dafür. Er muss einfach so weitermachen und dranbleiben.“

Mit dem Sieg kassierte Smylie die für dieses Turnier vorgesehenen 23,03580 Punkte für das Official World Golf Ranking. Zuvor war bekanntgegeben worden, dass LIV-Golf-Events in dieser Saison erstmals Weltranglistenpunkte für die Top Ten und geteilte Platzierungen vergeben. Smylie war als Nummer 134 der Welt angereist und verbesserte sich auf Rang 77 im OWGR. Sein Gesamtergebnis von 24 unter Par ist zudem das niedrigste in der Geschichte der Liga und wurde durch das erstmals auf 72 Löcher verlängerte Format sowie das auf 57 Spieler vergrößerte Feld begünstigt.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T51 Martin Kaymer (GER)

Sunshine Ladies Tour Tour: SuperSport Ladies Challenge

Celina Sattelkau hat bei der SuperSport Ladies Challenge presented by Sun International im Humewood Golf Club ihren lang ersehnten ersten Einzeltitel gefeiert. Die Deutsche setzte sich am Freitag nach einem dramatischen Play-off gegen die Südafrikanerin Casandra Alexander durch und gewann damit erstmals ein Turnier der Sunshine Ladies Tour. Es war zugleich ihr erster individueller Sieg seit acht Jahren.

Die Entscheidung fiel erst nach sechs Play-off-Löchern, ehe ein Bogey von Alexander am sechsten Extraloch Sattelkau den Triumph bescherte. „Ich bin super happy, dieses Turnier gewonnen zu haben. Es ist mein erster Profisieg und mein erster Einzelsieg seit 2018, deshalb bin ich überglücklich, sehr dankbar und einfach nur froh“, sagte Sattelkau nach dem entscheidenden Putt.

Alexander, die Gewinnerin der Sunshine Ladies Tour Investec Order of Merit 2025, hatte mit einer 68 im Clubhaus die Bestmarke von drei unter Par gesetzt. Sattelkau zog mit einer 69 gleich, wobei ihr Finish mit zwei Birdies auf den letzten vier Löchern stark war. „Ich hatte auch auf der 17 eine Birdiechance und sogar eine Eagle-Chance auf der 15. Da hätte ich es mir etwas leichter machen können. Auf der 18 musste ich nach dem Bunker noch ein Up-and-Down spielen“, erklärte sie. Besonders zufrieden war sie mit ihrer mentalen Reaktion nach Rückschlägen: „Nach den zwei Bogeys auf der 12 und 13 waren die beiden Birdies zum Schluss ein richtig gutes mentales Comeback.“

Aus historischer Sicht war das Play-off ebenfalls bemerkenswert, denn es war erst das zweite Stechen in der Geschichte des seit 2014 ausgetragenen Turniers. Sattelkau schilderte die Herausforderung offen: „Das Play-off war schwierig. Auf der 18 kommt der Wind von links, wodurch sich das Loch extrem lang spielt. Am ersten Play-off-Loch dachte ich schon, es sei vorbei, nachdem ich den Abschlag rechts verzogen hatte und dann in einem sehr tiefen Bunker landete.“ Dennoch rettete sie das Par und hielt dem Druck stand. „Ich habe das Grün getroffen, hatte einen langen Putt und konnte das Par machen. Das Play-off hat lange gedauert, aber es war ein guter Kampf gegen Cassandra. Sie ist eine großartige Spielerin, und ich bin glücklich, dass ich am Ende gewonnen habe.“

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

1 Celina Sattelkau (GER)
T8 Verena Gimmy (GER)

Weitere Turniere:

HotelPlanner Tour: Cape Town Open
Royal Cape Golf Club, Südafrika, 5. bis 8. Februar

Sieger: Will Enefer (ENG)

T18 Maximilian Kieffer (GER)

Korn Ferry Tour: Astara Golf Championship
Fundadores Course, Kolumbien, 5. bis 8. Februar

Sieger: James Nicholas (USA)

T25 Jeremy Paul (GER)

Asian Tour: Philippine Golf Championship
Wack Wack Golf & CC, Philippinen, 5. bis 8. Februar

Sieger: Wooyoung Cho (KOR)

T9 Marc Hammer (GER)

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