Winners of the Week: 02. Februar 2026

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

DP World Tour: Bahrain Championship

Freddy Schott hat bei der Bapco Energies Bahrain Championship 2026 seinen ersten Titel auf der DP World Tour gefeiert. Im Play-off setzte er sich gegen Calum Hill und Patrick Reed durch. Nach 72 Löchern lagen alle drei Spieler mit 17 Schlägen unter Par gleichauf. Reed hatte am Sonntag mit einer 67 einen Vier-Schläge-Rückstand aufgeholt, Hill verspielte nach einer 71 und einem Bogey auf dem schweren Schlussloch seine Führung und Schott schloss mit einer 69 auf.

Im Play-off schied Reed bereits am ersten Extra-Loch nach einem Bogey aus. Am zweiten Play-off-Loch unterlief Hill dann das entscheidende Missgeschick, als er zunächst ins Aus und anschließend ins Wasser spielte. Er verzichtete sportlich darauf, dass Schott den Putt zum Sieg noch ausführen musste. Der Deutsche zeigte sich im Anschluss überwältigt von seinen Emotionen und beschrieb den Erfolg als etwas völlig Ungreifbares, das ihn extrem glücklich mache. Dass der Sieg nicht auf regulärem Weg, sondern in dieser dramatischen Form zustande kam, verlieh dem Moment für ihn sogar noch eine besondere Bedeutung.

Der Finaltag verlief äußerst wechselhaft. Hill hatte seine Führung früh ausgebaut, doch Schott blieb dran und glich zwischenzeitlich aus. Im weiteren Verlauf leisteten sich beide Bogeys und sogar Double-Bogeys, während auch Sergio García und Patrick Reed zeitweise in den Kampf um den Sieg eingriffen. Hillier setzte mit einer fehlerfreien 66 frühzeitig das Clubhaus-Ziel bei 16 unter Par, doch an der Spitze ging es bis zum letzten Loch turbulent zu. Hill brachte sich mit einem unglücklichen Annäherungsschlag selbst um den Sieg, während Schott ein Par rettete und so das Play-off erzwang.

„Ich denke, der Unterschied dieser Woche liegt etwas weiter zurück: Als ich mir letztes Jahr in Indien meine volle Karte gesichert habe – ebenfalls mit Taka als Caddie – hatte ich einfach das Gefühl: ‚Okay, jetzt gehöre ich dazu. Jetzt bin ich angekommen.“‘

Freddy Schott

Mit seinem Erfolg beim 91. Start auf der DP World Tour machte Schott einen großen Sprung in der Weltrangliste: Er kletterte von Platz 436 in die Top 200 und rückte zudem unter die Top 10 der aktuellen Race-to-Dubai-Wertung. Er erklärte, dass der entscheidende mentale Schritt bereits im Vorjahr erfolgt sei, als er seine volle Tourkarte gesichert habe und erstmals das Gefühl verspürte, wirklich angekommen zu sein. Dieses veränderte Selbstverständnis habe in den vergangenen Wochen den Unterschied gemacht. Hill und Reed belegten gemeinsam Rang zwei, während García und Hillier den vierten Platz erreichten und Ugo Coussaud aus Frankreich Sechster wurde.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

1 Freddy Schott (GER)
T31 Joel Girrbach (SUI)


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PGA Tour: Farmers Insurance Open

Justin Rose hat die Farmers Insurance Open in beeindruckender Manier gewonnen. Dabei feierte er nicht nur seinen 13. Titel auf der PGA Tour, sondern stellte auch einen historischen Rekord auf. Mit einem Sieben-Schläge-Sieg und einem Gesamtergebnis von 23 unter Par stellte der Engländer den 72-Loch-Turnierrekord von Tiger Woods aus dem Jahr 1999 ein und unterbot ihn sogar um einen Schlag. Am Sonntag reichte Rose eine 70 (-2) auf dem anspruchsvollen South Course von Torrey Pines, um den Erfolg souverän ins Ziel zu bringen.

Er führte das Turnier von der ersten bis zur letzten Runde an und wurde damit der erste sogenannte „Wire-to-Wire”-Sieger in Torrey Pines seit 1955.

Bereits mit einer 62 zum Auftakt auf dem North Course setzte er den Ton für eine Woche, in der er seine Führung kontinuierlich ausbaute. Nach jeder Runde wuchs der Vorsprung, bis er am Finaltag mit komfortablen sechs Schlägen Abstand startete und letztlich mit sieben Schlägen Differenz gewann – der höchste Sieg seiner Karriere.

Der 45-Jährige zeigte sich besonders zufrieden mit seiner Leistung vom Abschlag bis zum Grün. Trotz der fehlenden Spannung im Klassement hatte er ein klares Ziel vor Augen: den Rekord von Tiger Woods. Gerade auf den letzten Löchern sei ihm dieser Gedanke ständig präsent gewesen, wie er nach der Runde schmunzelnd einräumte. Mit einem sicheren Par am Schlussloch machte er den Rekordsieg perfekt und kletterte in der Weltrangliste auf Platz drei – ein Niveau, das in diesem Alter zuvor nur Vijay Singh erreicht hatte.

Während Rose vorne einsam seine Runden drehte, ging es dahinter lediglich noch um Platz zwei. Diesen teilten sich Si Woo Kim, Ryo Hisatsune und Pierceson Coody. Brooks Koepka feierte unterdessen ein viel beachtetes Comeback auf der PGA Tour und wurde von den Fans frenetisch begrüßt, auch wenn er sportlich nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen konnte.

Für Rose war der Triumph ein weiterer Beleg dafür, dass er trotz seines Alters weiterhin zur absoluten Weltspitze gehört. Bereits 2019 hatte er in Torrey Pines gewonnen, doch diesen Erfolg ordnete er selbst noch höher ein. Mit inzwischen 13 Siegen auf der Tour auf traditionsreichen Plätzen und einer Karriere, die unter anderem einen Major-Titel, olympisches Gold und zahlreiche Einsätze beim Ryder Cup umfasst, hat Rose weiterhin große Ziele vor sich. Er betonte, dass ihn gerade der Wettbewerb mit den besten Spielern der Welt antreibe und dazu motiviere, täglich an seinem Spiel zu arbeiten. Der Sieg in San Diego sei für ihn ein klares Zeichen, dass noch immer „genug im Tank” sei – und vielleicht sogar mehr denn je.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T5 Stephan Jäger (GER)
T56 Matti Schmid (GER)

LPGA Tour: Tournament of Champions

Zum Auftakt der LPGA-Saison 2026 hat Nelly Korda ihren 16. Titel auf der LPGA Tour gefeiert. Die Weltranglistenzweite sicherte sich den Sieg beim Hilton Grand Vacations Tournament of Champions in Orlando, das witterungsbedingt auf 54 Löcher verkürzt worden war. Mit drei Schlägen Vorsprung verwies sie die Südkoreanerin Amy Yang auf den zweiten Platz und setzte damit gleich zu Beginn des Jahres ein deutliches Ausrufezeichen.

Den Grundstein für ihren Erfolg legte Korda mit einer herausragenden dritten Runde. Bei starkem Wind spielte sie eine 64 (8 unter Par) und übernahm mit insgesamt 13 unter Par die Führung. In dieser Runde notierte die zweifache Major-Siegerin sieben Birdies, lediglich ein Bogey sowie ein spektakuläres Eagle nach einem gelochten Schlag auf dem kurzen Par 4 der dritten Bahn. Als das Spiel am Samstagabend wegen unbespielbarer Bedingungen unterbrochen wurde und am Sonntag die Entscheidung fiel, das Turnier zu verkürzen, stand bereits fest, dass Korda als Siegerin der ersten Veranstaltung der neuen Saison feststehen würde.

Entsprechend emotional zeigte sich die 26-Jährige nach ihrem Triumph. Sie betonte, wie stolz sie auf die gemeinsame Arbeit mit ihrem Team und insbesondere mit ihrem Caddie sei, und hob hervor, dass dieser Erfolg ohne das Umfeld nicht möglich gewesen wäre. Für Korda war es der erste Sieg seit ihrem Erfolg bei der ANNIKA driven by Gainbridge im Jahr 2024 und zugleich der zweite Titel auf dem Platz im Lake Nona Golf and Country Club, wo sie bereits 2021 gewonnen hatte. Gerade deshalb hatte dieses Turnier für sie eine besondere Bedeutung, zumal sie hier zuvor mehrfach knapp am Sieg vorbeigeschrammt war.

https://twitter.com/LPGA/status/2018062914461266265

Auch wenn der Titel nicht über die ursprünglich geplanten 72 Löcher entschieden wurde, war die Erleichterung bei Korda groß. Nach einer sieglosen Saison 2025 und einigen kritischen Stimmen empfand sie den Erfolg als Bestätigung ihrer Arbeit. Besonders die windige Runde am Samstag bezeichnete sie rückblickend als eine der besten ihres Lebens. Dass sie diesen Moment erstmals vor Familie, Freunden und ihrem Verlobten erleben durfte, verlieh dem Sieg zusätzlichen emotionalen Wert.

HotelPlanner Tour: SDC Open

MJ Viljoen hat sich bei der SDC Open im Zebula Golf Estate & Spa nach einem dramatischen Finaltag im Stechen seinen ersten Titel auf der HotelPlanner Tour gesichert. Der Südafrikaner erzwang mit einem Birdie auf dem 72. Loch ein Play-off gegen seinen Landsmann Deon Germishuys, der die Führung im Clubhaus übernommen hatte, und machte den Premierensieg schließlich mit einem weiteren Birdie am ersten Extraloch perfekt.

https://twitter.com/HPlanner_Tour/status/2018021780980465799

Für Viljoen war dieser Erfolg ein besonders emotionaler Moment, denn seine Frau und seine einjährige Tochter hatten den entscheidenden Putt direkt am Grün miterlebt. Der 30-Jährige sprach anschließend von einem enormen Meilenstein nach schwierigen Jahren und davon, dass dieser Sieg viele neue Türen öffne. Die Unterstützung seiner Familie vor Ort habe ihm dabei viel bedeutet.

Viljoen war mit nur einem Schlag Rückstand in die Schlussrunde gegangen und legte einen Traumstart hin. Birdies auf den ersten drei Löchern sowie ein weiterer Schlaggewinn an der sechsten Bahn brachten ihn an die Spitze. Trotz eines Bogeys am siebten Loch behauptete er zur Halbzeit die Führung und ein Birdie an der 13 verschaffte ihm mit fünf verbleibenden Löchern sogar einen Vorsprung von drei Schlägen.

In der Schlussphase geriet sein Spiel jedoch erstmals ins Wanken. Drei aufeinanderfolgende Bogeys ab Loch 15 ließen den Vorsprung dahinschmelzen. Am 18. Loch bewies Viljoen dann Nervenstärke, als er ein starkes Up-and-down spielte und mit einem Birdie das Stechen erzwang. Dort zeigte er erneut Entschlossenheit und entschied das Play-off mit einem weiteren Birdie sofort für sich.

https://twitter.com/HPlanner_Tour/status/2018013459708104823

Den geteilten dritten Platz belegten der Franzose Maxence Giboudot, der nach der dritten Runde noch an der Spitze gelegen hatte, und der Südafrikaner Jean Hugo mit jeweils 14 Schlägen unter Par. Sechs Spieler folgten einen Schlag dahinter auf Rang fünf, darunter mehrere Südafrikaner, der Deutsche Jannik de Bruyn und der Engländer Callum Farr.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T5 Jannik de Bruyn (GER)
T22 Ronan Kleu (GER) & Hurly Long (GER)

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