Winners of the Week: 15. Dezember 2025

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

PGA Tour: Q-School

Bei der Final Stage der PGA Tour Qualifying School in Ponte Vedra Beach haben sich am Sonntag die fรผnf Spieler entschieden, die sich eines der begehrtesten Tickets im Profigolf sichern: eine volle Spielberechtigung fรผr die PGA Tour 2026. Auf den anspruchsvollen Plรคtzen des TPC Sawgrass und des Sawgrass Country Club setzten sich nach vier Runden ohne Cut lediglich fรผnf Akteure aus einem Feld von 176 Teilnehmern durch.

An der Spitze des Leaderboards stand A. J. Ewart. Der Kanadier zeigte รผber die gesamte Woche hinweg bemerkenswerte Konstanz und gewann die Final Stage mit insgesamt 14 Schlรคgen unter Par. Mit Runden von 66, 67, 67 und 66 lieรŸ er keinen Zweifel daran, dass er nicht nur um eine Platzierung, sondern um den Sieg spielte.

Genau diese Herangehensweise war fรผr Ewart entscheidend. Er erklรคrte nach seinem Erfolg, er sei mit dem klaren Ziel angetreten, ein Turnier zu gewinnen, und nicht, um lediglich unter die Top Fรผnf zu kommen. Diese mentale Einstellung zahlte sich aus. Fรผr Ewart ist es die erste volle Spielberechtigung auf der PGA Tour. Zuvor hatte er sich auf der PGA Tour Americas mit mehreren Top-10-Platzierungen empfohlen. Zudem verstรคrkt er den ohnehin starken kanadischen Block auf der Tour, zu dem unter anderem Corey Conners, Nick Taylor und Taylor Pendrith gehรถren.

Hinter Ewart teilten sich drei Profis mit jeweils zwรถlf Schlรคgen unter Par den zweiten Platz und sicherten sich damit ebenfalls ihre Karten fรผr die PGA Tour. Adam Svensson, ebenfalls Kanadier, kehrt damit mit voller Spielberechtigung auf die Tour zurรผck. Auf dieser spielte er bereits seit 2019 regelmรครŸig und feierte 2022 mit dem Sieg bei der RSM Classic seinen grรถรŸten Erfolg. Mit Alejandro Tosti aus Argentinien und Marcelo Rozo aus Kolumbien schafften zudem zwei internationale Spieler den Durchbruch, die sich in den vergangenen Jahren vor allem auf der Korn Ferry Tour und bei internationalen Starts bewรคhrt hatten.

„Ich versuche, jedes Turnier, an dem ich teilnehme, als etwas zu betrachten, das ich gewinnen mรถchte. Wenn man seine Ziele etwas niedriger ansetzt, verkauft man sich ein wenig unter Wert.“

A.J. Ewart

Das letzte Ticket wurde schlieรŸlich in einem dramatischen Stechen vergeben. Dylan Wu und Ben Silverman hatten nach vier Runden gleichauf gelegen, sodass ein Sudden-Death-Play-off รผber den Einzug auf die PGA Tour entscheiden musste. Gleich am ersten Extraloch behielt Wu die Nerven und lochte einen entscheidenden Birdie-Putt, der ihm die fรผnfte und letzte volle Spielberechtigung einbrachte.

Abseits der Erfolgsgeschichten zeigte die Q-School einmal mehr auch ihre unerbittliche Seite. Der enorme Druck fรผhrte dazu, dass mehrere Spieler frรผhzeitig aufgaben. Carson Young, Trey Mullinax, Robby Shelton und Braden Thornberry zogen sich nach ihren Runden am Donnerstag und Freitag zurรผck. Zudem kam es zu einer Disqualifikation: Der ehemalige Haskins-Award-Gewinner Norman Xiong wurde ausgeschlossen, nachdem er seine Startzeit zur zweiten Runde verpasst hatte.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T20 Thomas Rosenmรผller (GER)


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DP World Tour: Alfred Dunhill Championship

Jayden Schaper hat bei der Alfred Dunhill Championship im Royal Johannesburg Golf Club seinen ersten Titel auf der DP World Tour gefeiert. Er lieferte dabei ein Finale, das lange in Erinnerung bleiben dรผrfte. Der 24-jรคhrige Sรผdafrikaner setzte sich nach einem dramatischen Stechen gegen den Titelverteidiger Shaun Norris durch und krรถnte seinen Triumph mit einem spektakulรคren Eagle am ersten Extra-Loch.

Nachdem das Turnier witterungsbedingt auf 54 Lรถcher verkรผrzt worden war, beendeten Schaper und Norris die regulรคren Runden schlaggleich bei 16 unter Par. Im anschlieรŸenden Play-off auf der 18 zeigte Schaper Nerven aus Stahl. Zwar landete sein Abschlag im Fairwaybunker, doch von dort zauberte er einen Hybrid-Schlag direkt in Richtung Fahne, der auf dem hinteren Grรผnrand liegen blieb. Norris applaudierte sportlich, musste aber wenig spรคter anerkennen, dass Schaper den entscheidenden Putt zum Eagle lochte und damit den grรถรŸten Sieg seiner bisherigen Karriere perfekt machte. โ€žDas war wahrscheinlich einer der Schlรคge meines Lebensโ€œ, sagte Schaper spรคter. โ€žEs ist ein Traum, der wahr wird. So oft war ich in den vergangenen Jahren nah dran.โ€œ

Fรผr Shaun Norris bedeutete das Stechen das bittere Ende einer beeindruckenden Aufholjagd. Der Sรผdafrikaner hatte am Sonntag eine 62 gespielt und war zwischenzeitlich sogar allein in Fรผhrung gegangen. Mit Birdies auf den ersten beiden Lรถchern, einem Eagle an der Acht und vier weiteren Birdies ab Loch 13 hatte er alles versucht, um seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Am Ende fehlte ihm im Stechen jedoch die passende Antwort auf Schapers Glanzmoment.

Auch Eugenio Chacarra war lange ein Faktor im Titelrennen. Der Spanier, der als Fรผhrender in die Schlussrunde gestartet war, konnte nach einem Rรผckschlag an der fรผnften Bahn und einem insgesamt durchwachsenen Finish nicht mehr entscheidend eingreifen. Er belegte mit 15 unter Par den dritten Platz. Dahinter teilten sich Oliver Bekker, Christiaan Burke und Louis Oosthuizen Rang vier, wรคhrend eine starke 63 des Franzosen Martin Couvra ihn noch auf zwรถlf unter Par und einen geteilten siebten Platz brachte.

Fรผr Schaper bedeutet der Sieg mehr als nur einen Premieren-Titel. Vor heimischem Publikum und bei einem Turnier mit groรŸer Tradition hat er ein Ausrufezeichen fรผr seine weitere Karriere gesetzt. โ€žIch habe davon getrรคumt, hier einmal zu gewinnenโ€œ, sagte er sichtlich bewegt bei der Siegerehrung. โ€žMeine Familie, meine Freunde, mein Team โ€“ sie alle waren ein Teil dieses Weges. In solchen Momenten weiรŸ man, wofรผr man all die Arbeit investiert hat.โ€œ

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T14 Joel Girrbach (SUI)
T23 Marcel Schneider (GER)

LPGA Tour: Grant Thornton Invitational

Lauren Coughlin und Andrew Novak haben die dritte Auflage des Grant Thornton Invitational im Tiburรณn Golf Club in Naples, Florida, fรผr sich entschieden und sich damit einen eindrucksvollen Sieg bei diesem gemischtgeschlechtlichen Team-Event gesichert. Den Sieg verdankten sie einem Birdie von Coughlin auf dem 18. Grรผn, mit dem sie ihre starke Schlussphase krรถnten und den Vorsprung souverรคn ins Ziel brachten.

Mit einer knappen Fรผhrung gestartet, fanden sich Coughlin und Novak zunรคchst in einem engen Schlagabtausch mit mehreren Teams wieder. Frรผh setzten sie mit einem Birdie auf der 1 ein erstes Ausrufezeichen und bauten ihren Score mit weiteren Birdies auf den Lรถchern 5 und 6 kontinuierlich aus. Zwischenzeitlich gerieten sie jedoch unter Druck, als Jennifer Kupcho und Chris Gotterup vorbeizogen. Spรคtestens auf den Back Nine รผbernahmen Coughlin und Novak jedoch endgรผltig das Kommando: Mit Birdies auf der 10 sowie einer Serie auf den Lรถchern 13, 14 und 15 setzten sie sich an die Spitze.

In der entscheidenden Phase lieรŸen sie nichts mehr anbrennen. Wรคhrend die Konkurrenz keine spรคte Attacke mehr starten konnte, legte das Siegerteam mit Birdies auf den Lรถchern 17 und 18 nach und beendete das Turnier mit einem Gesamtergebnis von 28 Schlรคgen unter Par. Der Vorsprung von drei Schlรคgen bedeutete nicht nur den Sieg, sondern auch einen neuen Turnierrekord รผber 54 Lรถcher beim Grant Thornton Invitational.

Nach der Runde hob Coughlin die Ruhe und Geduld des Teams hervor und lobte insbesondere Novaks starkes Putten, mit dem zahlreiche Birdiechancen verwertet wurden. Novak wiederum betonte die Verlรคsslichkeit seiner Partnerin, die ihm gerade in Drucksituationen Sicherheit gegeben habe. Trotz kleiner Probleme vom Tee blieb das Duo fokussiert und nutzte seine Chancen konsequent.

Fรผr Andrew Novak war es bereits der zweite Erfolg in einem von der Tour sanktionierten Team-Event in diesem Jahr, nachdem er das Zurich Classic of New Orleans gewonnen hatte. Lauren Coughlin schloss ihre ohnehin erfolgreiche Saison mit einem weiteren Hรถhepunkt ab. Auch wenn das Grant Thornton Invitational nicht als offizieller Sieg auf der LPGA Tour gewertet wird, geht die zweifache LPGA-Turniersiegerin des Jahres 2024 mit viel Selbstvertrauen in die kurze Pause.

Den zweiten Platz teilten sich hinter den Siegern gleich drei Teams: Jennifer Kupcho und Chris Gotterup, Charley Hull und Michael Brennan sowie Nelly Korda und Denny McCarthy. Die Titelverteidiger Patty Tavatanakit und Jake Knapp belegten Rang neun. Die frรผheren Gewinner Lydia Ko und Jason Day beendeten das Turnier auf dem geteilten 13. Platz.


Weitere Turniere:

Asian Tour: Saudi Open
Dirab Golf & Country Club, Saudi-Arabien, 10. bis 13. Dezember

Sieger: Bjorn Hellgren (SWE)

T22 Dominic Foos (GER)

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