Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.
DP World Tour: Dubai Invitational
Mit einer nervenstarken Vorstellung hat Nacho Elvira beim Dubai Invitational 2026 seinen dritten Titel auf der DP World Tour gefeiert. In einem dramatischen Finale im Dubai Creek Resort setzte er sich gegen hochkarätige Konkurrenz durch. Der Spanier bewahrte an diesem turbulenten Schlusstag die Ruhe und setzte sich schließlich mit einem Schlag Vorsprung durch, obwohl zwischenzeitlich gleich fünf Spieler gemeinsam an der Spitze gelegen hatten.
Elvira, der als Führender in die Finalrunde gestartet war, begann souverän und baute seinen Vorsprung mit seinem dritten Birdie des Tages an der siebten Spielbahn zwischenzeitlich auf drei Schläge aus. Doch zwei Bogeys zum Abschluss der Front Nine öffneten den Verfolgern wieder die Tür, und plötzlich gesellten sich Rory McIlroy, Shane Lowry, Daniel Hillier und Marcus Armitage mit neun unter Par zu ihm an die Spitze. Das Turnier entwickelte sich in der Schlussphase zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem sich die Führung mehrfach verschob.
Lowry schien mit einem Birdie an der 15 kurzzeitig die Kontrolle zu übernehmen, doch ein folgenschweres Doppelbogey am letzten Loch warf ihn zurück. Hillier hatte zuvor mit einer fehlerfreien 65 das Clubhaus-Ziel bei neun unter Par gesetzt. McIlroy stürmte nach einem holprigen Start mit fünf Birdies in Serie ab der neunten Bahn noch einmal ganz nach vorne. Elvira selbst hielt dem Druck stand, spielte geduldig und belohnte sich mit seinem ersten Birdie auf den Back Nine an der 17, das ihm die alleinige Führung einbrachte.
„Ich wusste, dass es irgendwann schwierig werden würde – vor allem, da vor mir großartige Spieler spielten.“
Nacho Elvira
Am Schlussloch reichte dem 38-Jährigen ein Par zum Sieg. Nach der Runde sprach Elvira von einem Traum, der in Erfüllung gegangen sei, insbesondere, da seine Familie vor Ort war. Er betonte, wie wichtig Geduld und Ruhe in den entscheidenden Momenten gewesen seien und gab zu, dass er erst beim allerletzten Putt richtig nervös geworden sei.
Hinter dem Sieger teilten sich Julien Guerrier und David Puig gemeinsam mit McIlroy und Lowry den dritten Platz bei acht unter Par. Guerrier glich ein frühes Doppelbogey mit einer starken Aufholjagd und sieben Birdies aus. Armitage fiel nach einem Doppelbogey auf der Schlussbahn auf sechs unter Par zurück und landete gemeinsam mit Matt Wallace und Thorbjørn Olesen auf dem geteilten siebten Platz. Die Top Ten wurden von Antoine Rozner sowie den Südafrikanern Thriston Lawrence und Dylan Frittelli komplettiert.
Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:
T13 Marcel Siem (GER)
PGA Tour: Sony Open
Mit einem eindrucksvollen Erfolg ist Chris Gotterup in die neue PGA-Tour-Saison gestartet: Er gewann die Sony Open in Hawaii mit einem starken Schlusstag. Mit einer 6-unter-Par-Runde von 64 Schlägen setzte er sich im windanfälligen Waialae Country Club mit zwei Schlägen Vorsprung durch. Damit feierte er bereits in der dritten Saison in Folge mindestens einen Turniersieg. Dieser Triumph ist zugleich ein weiterer Schritt in Richtung Weltspitze: Mit diesem Erfolg verbesserte sich der Amerikaner auf Rang 17 der Weltrangliste, nachdem er ein Jahr zuvor nach demselben Turnier noch außerhalb der Top 190 gelegen hatte.
Die Ausgangslage vor der Finalrunde war alles andere als komfortabel, denn Gotterup lag zwei Schläge hinter dem Führenden, Davis Riley. Dessen Runde geriet jedoch früh ins Wanken, als sich auf den Löchern sechs bis acht Fehler häuften und aus einer Führung schnell ein Rückstand wurde. Gotterup nutzte diese Phase konsequent aus und übernahm mit präzisen Abschlägen und einem heißen Putter die Kontrolle über das Turnier. Besonders auf den Back Nine demonstrierte er seine Klasse, als er Birdie-Putts aus sechs und 7,5 Metern auf den Löchern zwölf und 13 lochte und sich damit entscheidend absetzte. Den Schlusspunkt setzte er mit einem perfekt platzierten Abschlag auf dem Par-3-Loch 17, der zu seinem letzten Birdie des Tages führte.
Mit einem Gesamtergebnis von 16 unter Par ließ er der Konkurrenz keine Chance. Ryan Gerard belegte nach einer 65er-Runde den zweiten Platz und setzte damit seine starke Entwicklung fort. Er hatte sich Ende des Vorjahres mit einem zweiten Rang auf Mauritius erstmals für das Masters qualifiziert. Dritter wurde Patrick Rodgers, der trotz einer guten Schlussrunde weiterhin auf seinen ersten Sieg auf der PGA Tour warten muss.
Der Erfolg in Hawaii reiht sich nahtlos in die jüngsten Meilensteine von Gotterup ein. Im Vorjahr hatte er bereits die Genesis Scottish Open gewonnen und sich dabei gegen Rory McIlroy durchgesetzt. Zudem holte er in seiner Rookie-Saison den Titel beim ONEflight Myrtle Beach Classic. Der Saisonauftakt der PGA Tour fand diesmal aus einem besonderen Grund in Honolulu statt: Das eigentlich vorgesehene Turnier The Sentry auf Maui musste aufgrund eines Wasserstreits abgesagt werden.
Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:
CUT Matti Schmid (GER)
Weitere Turniere:
Korn Ferry Tour: The Bahamas Golf Classic
Ocean Club, Bahamas, 11. bis 14. Januar
Sieger: Taylor Dickson (USA)
T44 Jeremy Paul (GER)
