Winners of the Week: 18. August 2025

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

PGA Tour: BMW Championship

Er musste niemandem mehr etwas beweisen. Doch er tat es dennoch. Scottie Scheffler (-15) bewies am Sonntag einmal mehr, dass er aktuell das Nonplusultra im Herrengolf ist. Seit Tiger Woods war niemand mehr so dominant wie der Texaner, der als erster Spieler seit Woods zwei Saisons in Folge mindestens fรผnf Titel holen konnte. Im Caves Valley Golf Club in Maryland feierte er seinen insgesamt 18. Titel auf der PGA Tour. Erstmals hatte er mit Michael Cromie einen anderen Caddie als Ted Scott an der Tasche. Weil sein Stammcaddie aus privaten Grรผnden ausfiel, musste der Caddie von Chris Kirk aushelfen. Fรผr Scheffler kein Problem. Er gewann die BMW Championship, das zweite FedExCup-Playoff-Event, mit zwei Schlรคgen Vorsprung auf Robert MacIntyre (-13).

Was am Ende so leicht aussah, war zu Beginn des Tages noch in weiter Ferne. Scheffler ging mit vier Schlรคgen Rรผckstand auf MacIntyre ins Finale. Doch schon am fรผnften Loch waren sie gleichauf, was vor allem an MacIntyres wackligem Start lag. Drei frรผhe Bogeys brachten Scheffler zurรผck ins Rennen. Der Schotte sprach von einem โ€žschrecklichenโ€ Start, wusste aber auch, dass er an diesem Tag nicht der beste Spieler war: โ€žEr ist heute der bessere Spieler. Ich bin gerade wirklich sauer. Um ehrlich zu sein, mรถchte ich am liebsten meine Golfschlรคger zertrรผmmern.โ€ Die Entscheidung zugunsten des Weltranglistenersten fiel auf Loch 17: Auf dem schwierigen Par 3 lag Scheffler wie so viele andere auch nach dem Abschlag im Rough auf der linken Seite des Grรผns. Doch anders als alle anderen chippte er von dort zum Birdie ein. MacIntyre konnte nur staunend dabei zusehen, wie ihm die Grenzen aufgezeigt wurden.

โ€žEs war durchweg ein groรŸartiger Kampfโ€œ, sagte Scheffler. โ€žWir haben gut daran getan, geduldig zu bleiben und unsere Chancen zu nutzen, als es darauf ankam.โ€œ Die Geduld zahlte sich aus. Der Sieg brachte ihm weitere 3,6 Millionen US-Dollar Preisgeld ein. Damit liegt er in dieser Saison bei knapp 24 Millionen US-Dollar. Der Zweitplatzierte in der Geldrangliste ist Rory McIlroy mit 16,6 Millionen US-Dollar. Scheffler beendete diese Saison 15 von 18 Events unter den Top Ten. Mit mehr als doppelt so vielen FedExCup-Punkten wie McIlroy geht er nun ins Saisonfinale. Dabei starten alle bei null. Und doch hat Scheffler in seiner aktuellen Form gefรผhlt immer ein paar Schlรคge Vorsprung.

โ€žEr sah gut aus, als er landete, sah gut aus, als er rollte, und es war schรถn zu sehen, wie er ins Loch ging.โ€œ

Scottie Scheffler รผber sein Chip-in auf der 17

MacIntyres Trostpreis belief sich auf 2,16 Millionen US-Dollar. Zudem rรผckte er im FedExCup auf Platz neun vor. Fรผr die anstehende Tour Championship in East Lake qualifizierten sich die besten 30. Der einzige Spieler, der sich bei der BMW Championship noch in die Top 30 verbessern konnte, war der Englรคnder Harry Hall, der den sechsten Platz erreichte. Dafรผr fiel der US-Amerikaner Lucas Glover aus dem Finalfeld heraus.

Mit der BMW Championship endete auch die Qualifikationsphase fรผr das US-amerikanische Ryder-Cup-Team. Sicher dabei in Bethpage sind folgende sechs Spieler: Scottie Scheffler, J. J. Spaun, Xander Schauffele, Russell Henley, Bryson DeChambeau und Harris English.

Sepp Straka hatte seinen Start bei der BMW Championship aus privaten Grรผnden abgesagt. Fรผr die Tour Championship war er nach seinen zwei Saisonsiegen ohnehin qualifiziert.


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LPGA Tour: The Standard Portland Classic

Korda, Jutanugarn, Sรถrenstam und jetzt auch Iwai. Bei der Portland Classic konnte sich das vierte Schwesternduo in die Siegerinnenliste der LPGA Tour eintragen. Akie Iwai (-24) gewann das Turnier im Columbia Edgewater Country Club mit vier Schlรคgen Vorsprung dank einer fehlerfreien 66 (-6) am Finaltag und folgte damit ihrer Zwillingsschwester Chisato, die im Mai in Mexiko triumphiert hatte. โ€žDies ist ein besonderes Jahr fรผr unsโ€œ, sagte Akie Iwai. Ihre Eltern waren vor Ort und teilten die Freude รผber den Sieg. โ€žAls ich meine Mutter weinen sah โ€ฆโ€œ Ein besonderer Moment fรผr die 23-jรคhrigen Schwestern, die ihren Sieg mit einer Champagnerdusche auf dem 18. Grรผn feierten.

Iwai ist diese Saison bereits der sechste Rookie und die fรผnfte Japanerin, die auf der LPGA Tour gewinnen konnte. โ€žSo viele Japanerinnen haben dieses Jahr gewonnen, das hat mich sehr inspiriert.โ€œ Neben ihrer Schwester waren dies Rio Takeda, Mao Saigo und Miyu Yamashita. Fรผr den Sieg erhielt Iwai 300.000 US-Dollar und verbesserte sich auf den 14. Rang im โ€žRace to CME Globeโ€. Ihre Zwillingsschwester liegt zwei Plรคtze vor ihr.

Die US-Amerikanerin Gurleen Kaur (-20) wurde Zweite und feierte damit ihr bestes Karriereergebnis. Rang drei teilten sich die Schwedin Linn Grant und Akie Iwais Zwillingsschwester Chisato mit 19 unter Par.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T49 Caroline Masson (GER)

DP World Tour: Danish Golf Championship

Die dรคnischen Flaggen waren gehisst und der Sekt war kaltgestellt. Alles war angerichtet fรผr einen Heimsieg in Kopenhagen. Rasmus Hรถjgaard ging als Fรผhrender in den Finaltag der Danish Golf Championship und erwischte einen hervorragenden Start: Nach sechs gespielten Lรถchern lag er vier unter Par. Eigentlich zweifelte niemand mehr daran, dass der 24-Jรคhrige seinen sechsten DP-World-Tour-Titel gewinnen wรผrde. Doch so leicht macht es der Golfsport nicht. Zwischen den Lรถchern 7 und 10 notierte Hรถjgaard zwei Bogeys und ein Doppel-Bogey, wodurch Verfolger Marco Penge wieder ins Titelrennen kam. Der Englรคnder erlaubte sich den gesamten Tag รผber nur ein Bogey und beendete die Finalrunde mit zwei Birdies. Damit gewann er mit einem Gesamtergebnis von 16 unter Par und einem Schlag Vorsprung auf den Lokalmatador. Daran konnte auch Hรถjgaards Eagle auf der 18 nichts รคndern. Die dรคnische Party war abgeblasen.

Fรผr Penge war es der zweite Saisonsieg, der ihm 403.000 Euro Preisgeld einbrachte und ihn im Race-to-Dubai-Ranking auf Rang zwei hinter Rory McIlroy vorspรผlte. โ€žIch habe dieses Jahr so gut gespieltโ€œ, sagte Penge. โ€žNach meiner Auszeit zurรผckzukommen, so schnell danach zu gewinnen und das zu erreichen, was ich seit meinem Sieg erreicht habe, ist groรŸartig. Mein Hauptziel nach meinem Sieg war es, nicht selbstgefรคllig zu werden und im Grunde genommen nachzulassen. Mein Team war eine enorme Unterstรผtzung fรผr mich, meine Familie, wirklich alle Beteiligten.โ€œ

Im Dezember 2024 erhielt Penge eine dreimonatige Sperre fรผr die Teilnahme an Turnieren der European Tour, da er gegen das โ€žIntegrity Programmeโ€ der Tour in Bezug auf Wetten auf Golfturniere verstoรŸen hatte. Von 2022 bis 2023 hatte er Wetten mit einem durchschnittlichen Einsatz von 24 ยฃ platziert. Er erzielte mit diesen Wetten einen Gewinn von rund 250 ยฃ, woraufhin der Buchmacher die Tour รผber seine Aktivitรคten informierte. Keine der Wetten von Penge wurde auf Turniere platziert, an denen er selbst teilnahm. โ€žDas hat mich dazu gebracht, weiter nach mehr zu streben, und das ist groรŸartig.โ€œ Mit dieser Saison ist der 27-Jรคhrige nun ein ernstzunehmender Kandidat fรผr das Ryder-Cup-Team in Bethpage.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T38 Nicolai von Dellingshausen (GER)
T40 Jeremy Paul (GER) & Maximilian Kieffer (GER)

LIV Golf: Indianapolis

Die Einzelsaison der LIV Golf League ist beendet. Sie endete mit einem unglaublichen Finale des Spaniers Jon Rahm. Der mehrmalige Major-Champion ging als Verfolger des in der Saisonwertung Fรผhrenden, Joaquรญn Niemann, in die letzte Woche. Das Rennen um den Gesamtsieg beschrรคnkte sich auf diese beiden Spieler. Obwohl Niemann in diesem Jahr fรผnf Events gewinnen konnte, reichte ihm der geteilte vierte Rang in Indianapolis nicht aus, um seine Fรผhrung zu verteidigen. Denn Rahm machte โ€žRahm-Sachenโ€ und zauberte am Finaltag eine 60 (-11) aufs Parkett, um das Play-off mit Sebastiรกn Muรฑoz zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass er Niemann noch รผberholen wรผrde. Und das, obwohl Rahm in dieser Saison kein einziges Turnier gewinnen konnte.

Rahm unterlag Muรฑoz am ersten Extra-Loch, musste sich mit seinem vierten zweiten Platz in dieser Saison zufriedengeben und verteidigte dennoch seinen Gesamtsieg, der ihm ein Preisgeld von satten 18 Millionen US-Dollar einbrachte. Der Kapitรคn der Legions war das gesamte Jahr รผber der Inbegriff von Konstanz: Von den 13 Saison-Events beendete er nur eines auรŸerhalb der Top Ten โ€“ und das war ein geteilter elfter Platz in Dallas. โ€žEs ist ein groรŸartiger Moment, aber es fรผhlt sich einfach nicht gut an, das Jahr mit zwei verlorenen Play-offs zu beendenโ€, sagte Rahm, der mit 22 unter Par abschloss. โ€žIch bin mir sicher, dass ich mit der Zeit darรผber hinwegkommen und das, was ich dieses Jahr erreicht habe, wirklich zu schรคtzen wissen werde. Ich weiรŸ, dass ich stolz darauf sein werde, die Saison gewonnen zu haben, ohne tatsรคchlich ein Turnier gewonnen zu haben.โ€œ

Fรผr Niemann war es hingegen ein bitteres Ende einer unglaublichen Saison, die wie schon im vergangenen Jahr mit dem zweiten Platz hinter Jon Rahm endete. โ€žDas ist ziemlich schwer zu verdauenโ€œ, sagte der Chilene. โ€žAber letztendlich ist es nun mal so, wie es ist. Ich glaube, dass mich das motivieren wird, noch hรคrter zu arbeiten, um nรคchstes Jahr wieder in dieser Situation zu sein und es dann anders zu machen.โ€œ Immerhin durfte Niemann mit seinem Team den ersten Titelgewinn seit 2023 feiern. Mit einem Gesamtergebnis von 64 unter Par stellten sie einen neuen LIV-Rekord auf. Natรผrlich wurde auch der erste Sieg von Niemanns Kollegen Munoz zelebriert, der am ersten Tag eine 59 geschossen hatte und die Gesamtwertung auf Rang vier beendete. Dritter wurde Bryson DeChambeau.

Martin Kaymer beendete die Saison als 37. der Gesamtwertung.

Dank eines geteilten 17. Platzes in Indianapolis verlieรŸ der Englรคnder Ian Poulter auf den letzten Metern die Abstiegsrรคnge. Dafรผr muss Ryder-Cup-Kollege Henrik Stenson als 49. um seinen Platz in der LIV Golf League bangen.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T40 Martin Kaymer (GER)

Weitere Turniere:

Epson Tour: Wildhorse Ladies Golf Classic
Wildhorse Golf Course, Oregon, 15. bis 17. August

Siegerin: Erika Hara (JPN)

T4 Sophie Hausmann (GER)
T23 Isi Gabsa (GER)

LET Access Series: Ladies Slovak Golf Open
Tale Ski Golf & Hotel Resort, Slowakei, 13. bis 15. August

Siegerin: Anna Backman (FIN)

T9 Tiffany Arafi (SUI)
T12 Sophie Witt (GER)

HotelPlanner Tour: Vierumรคki Finnish Challenge
Cooke Course, Finnland, 14. bis 17. August

Sieger: David Law (SCO)

T14 Anton Albers (GER)
T22 Tiger Christensen (GER)

Pro Golf Tour: Staan Open
Golfbaan Westwoud, Niederlande, 14. bis 16. August

Sieger: Clement Guichard (FRA)

T2 Lukas Gras (GER), Nils Dobrunz (GER) & Nicolas Horder (GER)

Korn Ferry Tour: Albertsons Boise Open
Hillcrest Country Club, Idaho, 14. bis 17. August

Sieger: Emilio Gonzalez (MEX)

CUT Jonas Baumgartner (GER)

PGA Tour Champions: Rogers Charity Classic
Canyon Meadows G&CC, Kanada, 15. bis 17. August

Sieger: Richard Green (AUS)

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