Winners of the Week: 9. Juni 2025

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

Ladies European Tour: Tenerife Women’s Open

Tschechien vor Deutschland vor ร–sterreich. Auf Teneriffa spielten gleich zwei deutschsprachige Spielerinnen um den Titel mit: Die 19-jรคhrige Stuttgarterin Helen Briem, die im vergangenen Jahr bereits einen Titel auf der Ladies European Tour feiern durfte, und die gebรผrtige Wienerin Emma Spitz, die weiterhin auf ihren ersten Sieg in der hรถchsten Spielklasse wartet. Im Abama Golf jagten beide die Gewinnerin der Jabra Ladies Open, Sara Kouskova. Zwischenzeitlich sah es nach einem sicheren Sieg fรผr die 25-Jรคhrige aus. Doch am Ende musste Kouskova noch einmal zittern.

Nach einer Schwรคchephase zum Ende ihrer Finalrunde (Bogey, Doppel-Bogey) hatte Kouskova auf der 18 einen echten WadenbeiรŸer. Ihr Par-Putt war zwar recht kurz, aber dennoch unangenehm โ€“ vor allem in dieser Situation. Denn ihr Vorsprung betrug nur noch einen Schlag. Briem hatte ihre Finalrunde bereits beendet und mit -8 die zwischenzeitliche Bestmarke gesetzt. AnschlieรŸend setzte sie sich mit ihrem Vater und Caddie Jochen ans 18. Grรผn und sah live dabei zu, wie Kouskova die Nervenprobe bestand und mit -9 ihren zweiten Sieg in Folge perfekt machte. Erst zwei Wochen zuvor hatte die Olympionikin im Evian Resort Golf Club ihren ersten Sieg auf der LET erzielt.

โ€žEs ist unglaublichโ€œ, sagte der tschechische Star, der fรผr den Sieg 75.000 Euro erhielt. โ€žIch glaube, ich bin immer noch auf dem 18. Grรผn und versuche, das zu verarbeiten. Dass ich das zweimal hintereinander geschafft habe, macht mich sprachlos.โ€œ Dass es noch einmal spannend werden wรผrde, damit hatte zwischenzeitlich niemand mehr gerechnet. Kouskova lag nach elf gespielten Lรถchern vier unter Par und komfortabel in Fรผhrung. Das Doppel-Bogey auf der 16, als ihr Ball unglรผcklich hinter einer Palme lag, machte die Angelegenheit im Abama Golf noch einmal spannend. โ€žIch dachte nicht, dass ich auf der 16 einen so schlechten Schlag gemacht habe. Aber auf diesem Golfplatz kann alles passieren. Der Ball rollte den Hรผgel hinunter, was es sehr schwierig machte. Dieser Platz ist nicht einfach, daher bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist!โ€œ Mit ihrem zweiten Sieg in Folge rรผckte Kouskova auf Rang zwei der Order of Merit vor.

„Jakub [mein Partner und Caddie] hat mich hervorragend beruhigt. Er hat die Stimmung locker gehalten und mich auf den Moment konzentriert.“

Sara Kosukova

Mit einer 70 (-2) im Finale gab sich Briem noch eine Chance auf ihren zweiten Sieg auf der LET. Doch am Ende wurde es โ€žnurโ€ der zweite Platz โ€“ immerhin ihr bestes Saisonergebnis und das dritte Top-Fรผnf-Ergebnis bei den vergangenen fรผnf Starts. Ihre gute Form lรคsst hoffen, dass die Teenagerin auch in den kommenden Wochen noch eine Chance auf den nรคchsten Titel erhรคlt. In der Order of Merit kletterte sie dank des zweiten Platzes auf den siebten Rang. Spitz (-7) wiederum wurde geteilte Dritte mit Ana Pelaez Trivino (ESP) und Noora Komulainen (FIN) und ist nun die Nummer neun im Ranking. Fรผr die 25-Jรคhrige war es ebenfalls die beste Saisonleistung und das dritte Top-Ten-Ergebnis bei den vergangenen vier Starts. Auch hier stimmt die Form also. Mit Patricia Schmidt (-6) befand sich zwischenzeitlich eine weitere Deutsche im Titelkampf. Am Ende wurde sie geteilte Sechste.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

2 Helen Briem (GER)
T3 Emma Spitz (AUT)
T6 Patricia Schmidt (GER)
T20 Chiara Tamburlini (SUI)


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PGA Tour Champions: American Family Insurance Championship

Die PGA Tour Champions hat seit diesem Jahr ein Team-Event, das vergangene Woche im TPC Wisconsin in Madison stattfand. Die von Steve Sticker ausgetragene American Family Insurance Championship stellte die besten Senioren der Welt vor eine neue Herausforderung. Es wurden drei Runden gespielt, davon zwei im Bestball (Tag 1 und 3) und eine im Scramble. Entsprechend tief wurde in der zweiten Runde gespielt: Stricker brachte an der Seite seines Schwagers Mario Tiziani eine 57 (-15) ins Clubhaus. Nach drei Runden belegten die beiden den geteilten zweiten Platz mit einem Ergebnis von -28.

Und das, obwohl sich Stricker wรคhrend des Turniers kรถrperlich unwohl fรผhlte, wie er im Anschluss an die Finalrunde mitteilte: โ€žMein Kรถrper fรผhlt sich einfach nicht so gut an. Ich habe ein paar Dinge zu erledigen, ich werde mich darum kรผmmern. Ich spiele immer noch gerne, aber ich spiele nicht gerne, wenn ich mich so fรผhle wie heute.โ€œ

Das unschlagbare Dreamteam in Wisconsin bestand aus den beiden ehemaligen europรคischen Ryder-Cup-Captains Darren Clarke (NIR) und Thomas Bjรถrn (DEN). Sie lieรŸen der Konkurrenz wenig Chance. Mit Runden von 59, 58 und 64 triumphierten sie schlieรŸlich mit einem Gesamtergebnis von 32 unter Par.

โ€žWir haben uns einfach darauf konzentriert, keine Dummheiten zu machenโ€, sagte der 56-jรคhrige Clarke, fรผr den es der fรผnfte Erfolg auf der PGA Tour Champions war. โ€žWir haben alles versucht, um uns zwei Putts, zwei Chancen zu verschaffen, beide auf dem Fairway, und das haben wir geschafft.โ€œ

Bjรถrn (54) durfte hingegen zum ersten Mal einen Champions-Titel in den Hรคnden halten. Es an der Seite eines langjรคhrigen Weggefรคhrten zu tun, ist natรผrlich doppelt schรถn: โ€žWir sind beide fleiรŸige Arbeiter, das waren wir schon immer. Darren und ich kennen uns seit รผber 30 Jahren, haben das Tourleben gemeinsam durchlebt, zusammen Ryder Cups gespielt und viele Dinge unternommen. Das hier gemeinsam zu tun, ist etwas ganz Besonderes.โ€œ Zwar wurden aufgrund des Formats keine Punkte fรผr den Charles Schwab Cup vergeben, dafรผr erhielt das Siegerteam aber ein Preisgeld in Hรถhe von 600.000 US-Dollar.

Auch die beiden deutschen Teilnehmer konnten sich bei der Premiere als Teamspieler beweisen. Alex Cejka wurde mit dem Dรคnen Sรถren Kjeldsen geteilter Zweiter (-28) und Bernhard Langer kam gemeinsam mit dem Neuseelรคnder Steven Alker (-27) als Sechster ins Ziel. Nach dieser Woche kann man sich schon jetzt auf die nรคchste Ausgabe der American Family Insurance Championship in neuem Gewand freuen.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T2 Alex Cejka (GER)
6 Bernhard Langer (GER)

LPGA Tour: ShopRite LPGA Classic

Die Finalrunde der ShopRite LPGA Classic konnte nur dank der unermรผdlichen Arbeit der Greenkeeper stattfinden. Heftiger Regen in Galloway, New Jersey, hatte den Bay Course des Seaview Hotels so stark aufgeweicht, dass die 17 beispielsweise nur als 69 Meter kurzes Par 3 gespielt werden konnte. Es waren keine leichten Bedingungen fรผr die Spielerinnen. Doch am Ende setzte sich die Erfahrung der US-Amerikanerin Jennifer Kupcho (-15) im Regen von New Jersey durch. Die 28-Jรคhrige ist zwar erst seit sechs Jahren Profi, konnte aber bereits 2022 mit der Chevron Championship ein Major gewinnen. Seit dieser herausragenden Saison, in der Kupcho zwei weitere Titel geholt hatte, wartete sie jedoch auf einen vierten Erfolg auf der LPGA Tour.

โ€žIch habe wirklich an nichts anderes gedachtโ€œ, sagte Kupcho nach einem abschlieรŸenden Birdie auf der 18. โ€žIch hatte mir 14 unter Par zum Ziel gesetzt und habe einfach versucht, diese Zahl zu erreichen. Offensichtlich habe ich es sogar noch ein bisschen besser gemacht. Ja, das fรผhlt sich wirklich gut an. Ich bin einfach die ganze Zeit in meiner Zone geblieben.โ€œ Vor allem zum Ende ihrer Finalrunde zeigte Kupcho ihre ganze Klasse. Auf den letzten fรผnf Lรถchern notierte sie drei Birdies und kam mit einer 66 (-5) ins Clubhaus. Das reichte, um mit einem Schlag Vorsprung auf die Sรผdkoreanerin Ilhee Lee (-14) zu gewinnen. โ€žEs fรผhlt sich einfach unglaublich an. Ich hatte zu Beginn des Jahres viele Schwierigkeiten, einige harte Wochen und schwierige Gesprรคche hinter mir. Jetzt fรผhlt es sich gut an.โ€œ

Kupcho ging mit ihrem vierten LPGA-Titel und einem Preisgeld in Hรถhe von 262.500 US-Dollar nach Hause. AuรŸerdem verbesserte sie sich auf Rang 20 im Race to CME Globe.

Fast wie ein Sieg muss sich der geteilte fรผnfte Platz fรผr Aline Krauter (-10) angefรผhlt haben. Fรผr die Stuttgarterin war dies das beste Ergebnis ihrer Karriere auf der LPGA Tour. Es brachte ihr ein Preisgeld in Hรถhe von mehr als 50.000 US-Dollar ein. Die 25-Jรคhrige spielt seit 2023 auf der LPGA Tour, besitzt diese Saison jedoch keine volle Tourkarte und nahm erst in der vergangenen Woche an ihrem dritten Saisonevent teil. Umso wichtiger sind Ergebnisse wie dieses, um weitere Starts in der besten Damenliga der Welt zu erhalten. In der Saisonwertung liegt sie nach diesem Top-Resultat auf Rang 71.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T5 Aline Krauter (GER)
T38 Alexandra Fรถrsterling (GER) & Polly Mack (GER)
T63 Albane Valenzuela (SUI) & Olivia Cowan (GER)

PGA Tour: RBC Canadian Open

Ja, Scottie Scheffler ist derzeit der mit Abstand formstรคrkste Golfer. Doch Ryan Fox (-18) kรถnnte gleich dahinter genannt werden. Der Neuseelรคnder setzte sich am Sonntag in einem spannenden Finale im TPC Toronto gegen den US-Amerikaner Sam Burns durch und feierte damit seinen zweiten Sieg auf der PGA Tour innerhalb von fรผnf Wochen. Dafรผr war der beste Schlag seiner Karriere nรถtig. Am vierten Extra-Loch des Play-offs der Canadian Open legte Fox sein Holz 3 auf der 18 (Par 5) keine drei Meter neben den Stock und sicherte sich zwei Putts spรคter den mit knapp 1,8 Millionen US-Dollar dotierten Titel. Zuvor hatten sich die beiden dreimal die 18 mit einem Par geteilt.

โ€žUm ehrlich zu sein, haben Sam und ich drei Lรถcher lang eine kleine Kissenschlacht veranstaltetโ€œ, sagte Fox, der sich im FedExCup auf den 25. Platz verbesserte. โ€žAber der Schlag, den ich auf der 18 mit dem 3er-Holz gemacht habe, war wahrscheinlich der beste Schlag, den ich je gemacht habe. Es wรคre schรถn gewesen, den Putt zu versenken. Aber hey, ich nehme es, wie es ist.โ€œ Fรผr den 38-Jรคhrigen war der zweite Sieg innerhalb kurzer Zeit gleichbedeutend mit der Last-Minute-Qualifikation fรผr die anstehende US Open in Oakmont. In der Weltrangliste machte der Sohn des ehemaligen Rugby-Spielers Grant Fox einen groรŸen Satz auf Platz 32.

Burns hatte seine Finalrunde zwei Stunden vor Fox beendet. Die 62 (-8) war die beste Runde des Tages und gab dem 28-Jรคhrigen die Chance, seine seit mehr als zwei Jahren andauernde Durststrecke ohne Titel zu beenden.

Die besten deutschsprachigen Spieler:

T18 Jeremy Paul (GER)

Weitere Turniere:

DP World Tour: KLM Open
The International, Niederlande, 5. bis 8. Juni

Sieger: Connor Syme (SCO)

T7 Nicolai von Dellingshausen (GER)
T26 Marcel Siem (GER)

Korn Ferry Tour: BMW Charity Pro-Am
Thornblade Club, South Carolina, 5. bis 8. Juni

Sieger: Austin Smotherman (USA)

WD Jonas Baumgartner (GER)

Epson Tour: FireKeepers Casino Hotel Championship
Battle Creek Country Club, Michigan, 6. bis 8. Juni

Siegerin: Samantha Wagner (USA)

T3 Sophie Hausmann (GER)

LET Access Series: Montauban Ladies Open
Golf de Montauban, Frankreich, 6. bis 8. Juni

Siegerin: Reina Fujikawa (JAP)

T4 Helen Briem (GER)
T14 Elena Colombo (SUI)

HotelPlanner Tour: Swiss Challenge
Golf Sempach, Schweiz, 5. bis 8. Juni

Sieger: Fรฉlix Mory (FRA)

T8 Marc Hammer (GER)
T17 Mauro Gilardi (SUI) & Tim Tillmanns (GER)

LIV Golf: Virginia
Robert Trent Jones Golf Club, Virginia, 6. bis 8. Juni

Sieger: Joaquin Niemann (CHI)

T8 Martin Kaymer (GER)


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