Charlie Woods spielt & studiert ab 2027 an der Florida State

Tiger Woods’ Sohn wählt bewusst seinen eigenen Weg: Top-Talent aus Florida verstärkt ab 2027 das renommierte Golfprogramm der Seminoles

Charlie Woods, Sohn von Tiger Woods, hat sich festgelegt: Der 15-malige Major-Champion wird seinen Sohn nicht an seiner eigenen Alma Mater sehen. Stattdessen hat Woods junior mündlich zugesagt, ab 2027 für die Florida State Seminoles zu spielen.

Der Junior der The Benjamin School in Palm Beach, Florida, gehört mittlerweile zur erweiterten Spitze des amerikanischen Nachwuchsgolfs. Nach seinem Sieg beim Team TaylorMade Invitational – 15 unter Par über 54 Löcher – katapultierte er sich in der Rolex AJGA-Rangliste von Platz 604 auf Rang 21. Es war sein erster Erfolg auf AJGA-Ebene und ein deutliches Ausrufezeichen.

Weitere Top-Ergebnisse folgten: Platz neun bei der Boys Junior PGA Championship, Rang 18 beim Rolex Tournament of Champions. Zudem führte Woods seine Schule zum Titel der Florida High School Athletic Association (Class A) und spielte in der Schlussrunde eine 68 (-4).

Eigener Weg statt Stanford

Mit der Entscheidung für Florida State schlägt Charlie Woods bewusst einen anderen Weg ein als sein Vater. Stanford Cardinal men’s golf war Mitte der 1990er-Jahre die sportliche Heimat von Tiger Woods, bevor er 1996 ins Profilager wechselte. Tigers Tochter Sam studiert aktuell ebenfalls in Stanford.

„Der Recruiting-Prozess ist heute komplett anders“, erklärte Tiger Woods zuletzt beim Hero World Challenge. „Früher haben wir Briefe geschrieben. Heute läuft alles über Mobiltelefone – Trainer können viel schneller mit Familien und Spielern kommunizieren. Es ist einfach eine andere Welt.“

Starkes Programm in Tallahassee

Florida State zählt seit Jahren zu den Top-Adressen im US-College-Golf. Head Coach Trey Jones geht in seine 23. Saison und konnte zuletzt mit Miles Russell – der aktuellen Nummer eins der Rolex AJGA-Rangliste – einen weiteren Hochkaräter verpflichten.

Bei den NCAA Championships 2024 wurde Florida State Vizemeister. PGA-Tour-Spieler Luke Clanton war Finalist für den Fred Haskins Award und den Jack Nicklaus Award als bester College-Golfer des Landes.

Auch in der Alumni-Liste finden sich prominente Namen: Fünffach-Major-Sieger Brooks Koepka sowie PGA-Tour-Pro Daniel Berger gingen aus dem Programm hervor.

Perspektive 2027

Für Charlie Woods beginnt nun die entscheidende Entwicklungsphase. Der Sprung in die nationale Junioren-Spitze ist gelungen, die Aufmerksamkeit entsprechend groß. Doch College-Golf bleibt ein eigenständiger Prüfstein – sportlich wie mental.

Mit der Zusage für Florida State setzt Woods auf ein etabliertes Programm, leistungsorientierte Strukturen und sportliche Perspektive. Der berühmte Nachname öffnet Türen – doch der Weg über das College wird, wie so oft im US-System, zur eigentlichen Bewährungsprobe.


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Martin Angerer
Martin Angerer
Martin Angerer ist Chefredakteur bei Perfect Eagle Golf & Head of Digital Media.
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