Winners of the Week: 28. Juli 2025

Alle Dramen und Triumphe: Die Profi-Golf-Highlights der Woche, kompakt zusammengefasst von Daniel Dillenburg.

Major: ISPS Handa Senior Open

Das begehrte Open-Double ist vollbracht: Der zweifache Open-Champion Padraig Harrington (-16) holte sich am Sonntag erstmals auch den Titel bei der Senior Open. Damit gesellt er sich in eine illustre Reihe von Spielern, die sowohl die Herren- als auch die Seniorenversion des altehrwürdigen Majors in Europa gewinnen konnten. Dank einer souveränen 67 (-3) am Finaltag auf dem Old Course in Sunningdale verwies der Ire den Dänen Thomas Björn sowie den US-Amerikaner Justin Leonard auf Rang zwei (-13).

„Ich bin begeistert, dass ich gewonnen habe. Aber ich bin auch sehr zufrieden, dass ich neben meinen beiden Opens nun auch eine Senior Open gewonnen habe“, sagte Harrington. Dieses Double gelang vor ihm nur Darren Clarke, Tom Watson, Gary Player und Bob Charles. „Die Tatsache, dass dies bisher nur fünf Personen gelungen ist, macht es zu etwas ganz Besonderem. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich es geschafft habe, so lange im Spiel zu bleiben.“ Im Verlauf der Finalrunde kamen für den 53-Jährigen zu keinem Zeitpunkt Zweifel an seinem Erfolg auf. Bereits auf Loch 1 notierte Harrington ein Eagle und hatte von da an stets mindestens zwei Schläge Vorsprung auf die Verfolger.

Dass Harrington bei seinem ersten Triumph bei der Senior Open einen bekannten Fan im Publikum hatte, bekam er selbst gar nicht mit. Niemand Geringeres als der Masters-Champion Rory McIlroy wollte sich das Finale und den möglichen Sieg seines Freundes in der Nähe von London nicht entgehen lassen. Doch Harrington war zu sehr im Fokus, als dass ihm die Anwesenheit des Nordiren aufgefallen wäre. „Ich habe ihn dort draußen nicht gesehen. War er dort draußen?“, fragte Harrington. „Ich hatte den ganzen Tag den Kopf gesenkt. Ich habe niemanden gesehen. Ich hatte keine Ahnung.“ Er war so sehr im Tunnel, dass er erst auf Loch 18 auf das Leaderboard blickte und dann wusste: Der Sieg war ihm nicht mehr zu nehmen.

„Das einzige Mal, dass ich ein Leaderboard gesehen habe, war auf der 18. Ich war voll und ganz auf das konzentriert, was ich tat.“

Padraig Harrington

Für Harrington war es der insgesamt elfte Sieg auf der PGA Tour Champions, der dritte Major-Sieg bei den Champions und der zweite Major-Sieg in Folge, nachdem er im vergangenen Monat bereits die US Senior Open gewonnen hatte. Den Titel bei der Senior Open hatte der ehemalige Ryder-Cup-Captain schon länger im Visier. 2022 und 2023 wurde er jeweils Zweiter, im vergangenen Jahr belegte er den geteilten fünften Platz. Seine beiden Siege bei der Open Championship holte er 2007 und 2008.
Für seinen Sieg in Sunningdale erhielt Harrington 447.800 US-Dollar. Außerdem verbesserte er sich auf Rang zwei im Charles Schwab Cup.

Mit Leonard peilte ein weiterer Spieler das Open-Double an. Der US-Amerikaner hatte die Open Championship 1997 gewonnen und nahm vor zwei Wochen als ehemaliger Champion am Major teil. Bei der Senior Open wurde der 53-Jährige geteilter Zweiter und feierte damit sein bislang bestes Major-Ergebnis auf der Seniorentour. Björn wiederum bestätigte mit seinem zweiten Platz seine starke Form. Er beendete alle seine vergangenen vier Turniere unter den Top Vier.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T14 Alex Cejka (GER)
T24 Bernhard Langer (GER)
T73 Thomas Gögele (GER)


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LPGA & Ladies European Tour: ISPS Handa Women’s Scottish Open

Der spektakuläre Lauf von Lottie Woad geht weiter. Der neue englische Superstar der Golfszene konnte nach ihren jüngsten Erfolgen als Amateurin nun auch bei ihrem Profidebüt für Furore sorgen. Drei Wochen nach ihrem Sieg bei der Women’s Irish Open und zwei Wochen nach ihrem geteilten dritten Platz bei der Evian Championship gewann sie am Sonntag mit den Women’s Scottish Open ihren ersten LPGA-Titel. Das co-sanktionierte Turnier war eine weitere Bühne für die 21-jährige Tour-Sensation, die derzeit alle verzaubert. Woad ging mit einem Vorsprung von zwei Schlägen in den Finaltag und baute diesen im Verlauf der Runde auf drei Schläge aus, um erstmals in ihrer noch jungen Karriere Preisgeld zu sammeln.

„Es ist ziemlich schwer, bei seinem Profidebüt zu gewinnen, aber es ist etwas ganz Besonderes, bei meinem ersten LPGA-Turnier zu gewinnen“, sagte Woad, die für ihren Sieg in Dundonald Links gut 255.000 Euro Preisgeld erhielt. „Heute haben mich alle verfolgt, aber ich habe es geschafft, die Führung zu halten. Ich habe auf der Zielgeraden wirklich gut gespielt und viele gute Schläge gemacht, was sehr schön ist.“ Woads Hauptkonkurrentin war die Südkoreanerin Hyo Joo Kim, die bereits seit zehn Jahren auf der LPGA Tour spielt und schon Major-Siegerin war. Im Titelkampf trat jedoch die neun Jahre jüngere Engländerin wie die Erfahrenere von beiden auf. Nach einer 68 (-4) am Sonntag erreichte Woad das Siegerergebnis von 21 unter Par.

„Das ist ein ziemlich gutes Ergebnis“, so Woad weiter. „Ich hätte definitiv nicht erwartet, mein erstes Turnier zu gewinnen, aber ich wusste, dass ich gut gespielt habe, und ich hatte gehofft, um den Sieg mitkämpfen zu können.“ Die letzte Spielerin, die bei ihrem Profi-Debüt ein LET-Event gewinnen konnte, war Shannon Tan 2024 in Kenia. Auf der LPGA Tour liegt ein solcher Erfolg zwei Jahre zurück: Rose Zhang konnte 2023 bei der Mizuho Americas Open als Profi-Neuling gewinnen. Als Nächstes geht es für Woad zur AIG Women’s Open, dem letzten Major des Jahres. Dass sie dort zu den Top-Favoritinnen gehört, ist nur logisch. Das hätte vor drei Wochen aber noch niemand für möglich gehalten.

Die besten deutschsprachigen Spielerinnen im Feld:

T16 Esther Henseleit (GER)
T50 Chiara Tamburlini (SUI)
T57 Morgane Metraux (SUI) & Albane Valenzuela (SUI)

PGA Tour: 3M Open

Mit dem Bruder an der Tasche zum zweiten Sieg auf der PGA Tour: Kurt Kitayama schien seinen Durchbruch auf der großen Bühne bereits 2023 geschafft zu haben, als er das Arnold Palmer Invitational in Bay Hill gewann. Es folgte jedoch eine schwierige Phase, in der Erwartungshaltung und Ergebnisse meist weit auseinanderlagen. Gut zwei Jahre nach seinem ersten Triumph durfte Kitayama endlich wieder jubeln. Bei der 3M Open konnte er der Golfwelt – und noch viel wichtiger – sich selbst beweisen, dass sein Sieg in Bay Hill kein Ausrutscher war. Mit Runden von 60 und 65 Schlägen am Wochenende gewann der US-Amerikaner das Turnier im TPC Twin Cities in Minnesota mit einem Schlag Vorsprung vor seinem Landsmann Sam Stevens.

An den vier Tagen in Minnesota war sein Bruder Daniel immer an seiner Seite. Er war erst zum zweiten Mal in dieser Saison sein Caddie. „Er hat mir geholfen, ruhig zu bleiben und gute Entscheidungen zu treffen“, sagte Kitayama. „Es ist einfach hilfreich, wenn die Familie dabei ist.“ Für den 32-jährigen Kalifornier nimmt damit eine zweite durchwachsene Saison in Folge eine erfreuliche Wendung. Mit seinem Sieg verbesserte er sich auf den 53. Platz im FedExCup und qualifizierte sich damit für die Playoffs. In der Weltrangliste geht es zurück unter die Top 40, aus denen er nach einem verpassten Cut bei seiner Titelverteidigung beim Arnold Palmer Invitational 2024 herausgefallen war. Das Siegerpreisgeld bei der 3M Open betrug 1,512 Millionen US-Dollar.

Die besten deutschsprachigen Spieler im Feld:

T25 Thomas Rosenmüller (GER)
T61 Matti Schmid (GER)

Weitere Turniere:

Korn Ferry Tour: NV5 Invitational
The Glen Club, Illinois, 24. bis 27. Juli

Sieger: Johnny Keefer (USA)

T67 Jonas Baumgartner (GER)

Epson Tour: Greater Toledo Classic
Highland Meadows Golf Club, Ohio, 25. bis 27. Juli

Siegerin: Mia Hammond (USA)

CUT Isi Gabsa (GER) & Sophie Hausmann (GER)

Pro Golf Tour: The Cuber Open
Der Öschberghof, Donaueschingen, 22. bis 24. Juli

Sieger: Mauro Gilardi (SUI)

T3 Michael Hirmer (GER) & Philipp Macionga (GER)
T5 Leon Breimer (GER)

LIV Golf: UK
JCB Golf & Country Club, Großbritannien, 25. bis 27. Juli

Sieger: Joaquin Niemann (CHI)

T11 Martin Kaymer (GER)


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