DER ÄLTESTE BESTE


Lee Westwood gewinnt zum dritten Mal die Saisonwertung, Matthew Fitzpatrick triumphiert beim Saisonfinale und Patrick Reed verpasst eine historische Chance.

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Bereits im Jahr 2000 gelang dem Engländer sein erster Triumph im Order of Merit der European Tour. Innerhalb von drei Jahren verlor Westwood damals jedoch den Anschluss an die Top 250 der offiziellen Golf-Weltrangliste.

2009 krönte er sich schließlich beim DP World Tour Championship 2009 in Dubai zum ersten Champion eines Race to Dubai. Im darauffolgenden Jahr gelang sogar der Aufstieg zur Nummer 1 der Welt.

Es folgten vier magere Jahre ohne Sieg auf der European Tour und Phasen außerhalb der Top 100. 2018 kommt Westwood erneut zurück und gewinnt sein erstes Event der Rolex Series, namentlich die Nedbank Golf Challenge hosted by Gary Player.

Von den Emotionen überwältigt gestand Lee Westwood nach seinem gestrigen Sieg schließlich unter Tränen, dass er manchmal nicht sicher gewesen war, ob er jemals wieder gewinnen würde können. Doch 2020 sollte ganz seine Saison werden: Bereits zu Beginn holte er sich den Titel der HSBC-Championship in Abu Dhabi, sein 25. Triumph auf der European Tour und zweiter Rolex Series Titel.

 

Am Ende gewinnt Westwood die Harry Vardon Trophy zum Dritten mal, nachdem er bei der DP World Tour Championship 2020 auf den Jumeirah Golf Estates in Dubai hinter Matthew Fitzpatrick Zweiter wird. Mit 47 Jahren ist er nun der älteste Beste in der Geschichte der European Tour.

Spieler, die die Jahreswertung der European Tour dreimal oder öfter gewinnen konnten:

 

Matthew Fitzpatrick (26) ging als geteilter Führender in die Finalrunde des mit acht Millionen Dollar dotierten Saisonfinales, startete fulminant mit vier Birdies und ließ sich seinen souveränen Vorsprung zu seinem 2. Rolex Series Titel am Ende nicht mehr nehmen:

„Ich versuche nur, mich jedes Jahr zu verbessern. Ich setze wirklich hohe Anforderungen an mich selbst und ich bin ehrlich gesagt sehr hart mit mir, mein Team kann dies bestätigen. Mit 26 hier zu sein, und ich weiß nicht, wohin mich dieser Sieg im weltweiten Ranking bringt, möglicherweise an meine bisher beste Position im Race To Dubai, macht mich sehr, sehr glücklich.“

Patrick Reed verpasste hingegen seine historische Chance, als erster US-Amerikaner die Jahreswertung der europäischen Tour der besten Profi-Golfer für sich zu entscheiden. Der 30-jährige ging als Führender im Race to Dubai in das Finalturnier und schien dank seiner Konstanz und dank einer herausragenden Performance rundum das Grün lange Zeit die besten Chancen auf den Titel zu haben. Letztendlich aber zerstörten zwei Bogeys auf den Löchern 16. und 17. alle Ambitionen auf den Sieg.

Bernd Wiesberger (35) beendet die Saison 2020 mit gemischten Gefühlen als 51. der Weltrangliste. Der Burgenländer spielte am Sonntag in Dubai eine 70er-Runde (2 unter Par) und verbesserte sich noch um drei Positionen auf Rang 36.