Die Nervosität im Zaum halten


Auf der Driving Range sind Sie ruhig und gelassen, am Weg zum ersten Tee steigt aber die Nervosität: warum das so ist und was man dagegen tun kann.

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Nervosität, sei es in Bezug auf berufliche oder private Belange, kommt vor allem aus dem Gefühl heraus, nicht die gewünschte Leistung zu erbringen und ist insbesondere im Sport ein weit verbreitetes Phänomen. Aber auch Künstler, Redner (jawohl, auch ich!), Manager und Verkäufer kennen Nervosität vor dem Auftritt.

Dieses Gefühl fußt in der Regel auf Angst. Diese Angst ist in gewisser Hinsicht normal und begleitet uns schon die ganze menschliche Evolution lang – und sie ist weiter verbreitet als manch einer glauben mag. Wie bekommen wir diese jetzt in den Griff? Zuallererst geht es um ein Bewusstmachen, was genau uns nervös macht und Angst einflößt. Dies ist der erste Schritt um sich von dieser zu lösen.

Fragen Sie sich, wovor Sie Angst haben.

Ist es die Angst vor einem schlechten Score oder die Angst nicht gut genug zu sein, nicht gewinnen zu können? Oder ist es die Angst Ihren eigenen Erwartungen nicht gerecht zu werden, Fehler zu machen, sich vor anderen zu blamieren? Oder ist es noch ein anderer Grund?

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich selbst liebe diesen Sport unter anderem deshalb, weil Golf uns einen Spiegel für das Leben vorhält. All diese Dinge, die wir hier aufgezählt haben, treffen wahrscheinlich für viele von uns nicht nur auf das Golfspiel zu, sondern sind ein Spiegelbild für unser Leben insgesamt. Dass ein jeder von uns sich in seinem Leben mit diversen Ängsten konfrontiert sieht, ist an sich noch kein Problem. Im Gegenteil: Nur wer Angst kennt, kann mutig sein und über sich hinauswachsen. Angst ist ein Alarmsystem, mit der wir in der Wildnis überleben und mithilfe derer wir in die Zivilisation gefunden haben. Sie gehört zur Totalität des Lebens einfach dazu. Aber sie kann auch lähmen, wenn sie übermächtig wird. Die eigentliche Frage lautet deshalb: Wie gehen wir damit um?

Wie so oft geht es auch hier darum, sich ein bestimmtes mentales Muster zu überlegen und dieses gezielt einzusetzen, wenn wir Gefahr laufen allzu nervös oder ängstlich zu werden. Ängste haben oft ihre Basis im Unbekannten. Dieses Unbekannte, das sich meist außerhalb unserer Komfortzone befindet, bereitet uns Unwohlsein, Nervosität und auch Angst. Lassen Sie es mich aber in aller Klarheit sagen:

„Gerade das sind die Phasen unserer größten Lern- und Entwicklungschancen für unser Leben“.

Und hier ist die Strategie für ein entspanntes und angstfreies Leben:

  1. Lernen Sie wieder richtig zu atmen. Wenn Sie sich in stressigen Situationen bewusst auf Ihre Atmung konzentrieren, werden Sie feststellen, dass diese flach und schnell ist. Deshalb gilt es, sich schon VOR dem ersten Abschlag auf eine adäquate Atmung zu konzentrieren. Ein guter Rhythmus ist, doppelt so lange auszuatmen wie Sie einatmen. Als Beispiel atmen Sie 6 Sekunden über die Nase ein und ganz langsam 12 Sekunden über den Mund wieder aus. Als weiteren Tipp empfehle ich Ihnen einen für Sie angenehmen „DUFT“ einzuatmen. Und beim ausatmen lassen Sie diesen Duft wieder ganz aus sich herausströmen.
  2. Visualisieren Sie ein Bild vor Ihrem geistigen Auge, das Sie entspannt. Ich hatte an dieser Stelle schon erwähnt, dass unser Gehirn zwischen der Vorstellung und der Wirklichkeit nicht unterscheiden kann. Das hilft Ihnen am besten, wenn Sie sich zwischen den einzelnen Löchern bewegen. Da bleibt sehr viel Zeit um sich vorstellen, wie Sie vielleicht an Ihrem Lieblingsstrand entlang wandern, oder sich auf einem Berggipfel befinden. Egal was es sein mag, es soll ein Bild sein, das Sie entspannt und ruhig macht. Das nächste Telefonat mit einem schwierigen Kunden oder Ihrem Chef ist vielleicht nicht das beste Bild.
  3. Achten Sie auf die richtigen Worte. Wenn Sie vielleicht nicht so sehr der visuelle Typ sind, achten Sie verstärkt auf Ihren inneren Dialog. Verwenden Sie eine Sprache und Wörter, die Sie entspannen. Wörter wie Freude, Frieden, Stärke, Ruhe, Entspannung bringen Sie auf den richtigen Pfad. Mein Lieblingsmantra lautet übrigens:

„ICH BIN GANZ RUHIG UND ENTSPANNT UND HERR ÜBER MEINE GEDANKEN UND GEFÜHLE“.

In diesem Sinne darf ich Ihnen das allerbeste beim Umsetzen dieser Ideen wünschen.

Es freut mich, wenn Sie Fragen und Anregungen haben. Schreiben Sie mir!

Ihr Robert Nussbaumer

Übrigens, dieses und weitere Themen können Sie vertiefend in meinem neuen Buch: „Golf – Spiegel des Lebens“ lesen.

Und wenn Sie Gefallen an meinen Ideen und Konzepten haben und mich für Ihr Unternehmen oder Ihren Club zu einem Impulsvortrag einladen möchten, kontaktieren Sie mich einfach. Ich freue mich!