Angstfrei Golf spielen!


Als Kinder sind wir frei von Angst. Im Laufe der Zeit entwickeln wir Ängste, welche durch Erfahrungen und Interpretationen entstehen - auch am Golfplatz.

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Es ist ja wirklich spannend. Wenn wir auf die Welt kommen, wird uns einiges genetisch mitgegeben. Was aber fehlt, und das ist auch gut so, sind die Ängste. Als kleines Kind sind wir praktisch frei von jedweder Angst. Erst im Laufe der Zeit entwickeln wir unsere Ängste, welche zwangsweise durch Erfahrungen und Interpretationen entstehen.

Bei unseren Ängsten dürfen wir zwischen den realen und den vorgestellten Ängsten unterscheiden. Wenn Sie an einem Felsvorsprung stehen und es geht 200 Meter in die Tiefe, ist die Angst real. Wenn Sie sich jetzt noch einen Schritt weiterbewegen, werden Sie herabstürzen.

Ganz anders sieht es mit unseren vorgestellten Ängsten aus. Diese Ängste entstehen zwischen unseren beiden Ohren und haben in der Regel nichts mit der Realität zu tun. Kürzlich habe ich gelesen, dass eine der schlimmsten Ängste auftritt, wenn Menschen spontan vor einer Gruppe eine freie Rede halten sollen. Hierbei kommen irreale Ängste zum Tragen wie: „Was werden wohl die anderen sagen?“, „Was ist, wenn ich mich blamiere?“ oder dergleichen.

Eine klassische Situation beim Golfspiel ist ähnlich: Tee 1 – Par 4 – 320 Meter – 1. Abschlag direkt über den Wassergraben. Was sich hierbei abspielt, hat manchmal den Charakter eines Dramas par exellence. Das Ganze wird noch dadurch gesteigert, dass die Terrasse des Clubhauses voll besetzt ist und ein jeder direkt zusehen kann. Jetzt bloß nicht verschießen! Oh Gott, das wird nicht gutgehen! Schweiß bricht aus, die Hand verkrampft, die Schultern hängen schon.

Und plopp: Jetzt ist es tatsächlich passiert. Der Abschlag landet direkt im Wasser. Am liebsten würde man sich verkriechen. Und obwohl wir extra einen billigen und abgenützten Ball verwendet haben (weil wir ja wissen, dass das Wasser eine magische Anziehungskraft hat), tut es weh, schon wieder einen verloren zu haben. Die irrealen Ängste blockieren und lähmen uns buchstäblich.

Was ist die Lösung?

  1. Nehmen Sie am besten einen neuen Ball. Dies zeigt gleich am Beginn Vertrauen und Wertigkeit und den Glauben an sich, dass Sie gut abschlagen werden.
  2. Verändern Sie Ihre Körperhaltung. Bevor Sie abschlagen, nehmen Sie einen breitbeinigen Stand ein, Brust raus und den Blick gegen Himmel gerichtet. Wenn Sie nach oben blicken, breitbeinig dastehen und eine tiefe Bauchatmung machen, verfliegen die negativen Gedanken. Nehmen Sie sich hier 10 – 20 Sekunden Zeit. Im Gegenzug haben Sie bei einer schlaffen Körperhaltung mit dem Blick nach unten keine Energie und die negativen Gedanken haben leichtes Spiel.
  3. Worauf warten Sie noch? Sie können es! Schlagen Sie jetzt voller Vertrauen mit Freude und einem Lächeln auf den Lippen den Ball geradeaus mitten auf das Fairway.

Glück auf für Sie!

Es freut mich, wenn Sie Fragen und Anregungen haben. Schreiben Sie mir!

Ihr Robert Nussbaumer

Übrigens, dieses und weitere Themen können Sie vertiefend in meinem neuen Buch: „Golf – Spiegel des Lebens“ lesen.

Und wenn Sie Gefallen an meinen Ideen und Konzepten haben und mich für Ihr Unternehmen oder Ihren Club zu einem Impulsvortrag einladen möchten, kontaktieren Sie mich einfach. Ich freue mich!