Odyssey Stroke Lab Putter: Der Schaft im Fokus


Am Grün wird gescort, soviel steht fest. Das geeignete Material ist dabei von großer Bedeutung. Ein neuartiger Schaft aus Stahl und Graphit soll nun für den entscheidenden Unterschied sorgen.

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Hand aufs Herz. Eklatante Schwächen beim Putten sind im Breitensport vielmehr die Regel als nur eine Ausnahme. Tatsache ist: Die meisten meisten Golfer putten enorm inkonsistent und verlieren ausgerechnet am Grün wertvolle Schläge.

Umso dramatischer gebärt sich der Kampf der Ausrüster, die sich mit ihren Heilsversprechen zumindest im Jahresrhythmus zu überbieten versuchen. In der tatsächlichen Entwicklung der Putter-Technologie gibt es indes nur selten echte Neuigkeiten zu vermelden. Im Fokus der Bemühungen stehen in der Regel der Schlägerkopf, dessen Ausrichtung und Gewicht, Offset und Hosel, aber auch Loft und Lie, welche allesamt die Qualität des Rollverhaltens beeinflussen sollen.

Mit einer grundlegenden Änderung der Gewichtsverteilung sorgen nun erstmals Putter der Stroke Lab Reihe von Odyssey für Aufsehen. Immerhin rückte in deren Entwicklung eine bislang eher unbeachtete Komponente am Putt-Schläger in den Fokus der Ingenieure: Der Schaft.

Der Schaft im Fokus

Der neuartige Stroke Lab Schaft besteht aus einem Graphitkörper mit Stahlspitze und bringt damit nur 75 Gramm auf die Waage. Das sind stattliche 40 Gramm weniger als bei einem traditionellen Putter-Schaft aus Stahl. Der Großteil der Masse wirkt dabei an der Spitze, die eingesparten 40 Gramm wurden zwischen Kopf, Griff und dem Gewicht am Schaftende umverteilt.

Glaubt man den Studien des Herstellers, ist der Einfluss der innovativen Gewichtsverteilung dramatisch. In der Tat empfindet man beim Test eine Spur mehr Gleichmäßigkeit im Rückschwung hinsichtlich dessen Bewegungsausführung und Dauer. Auch Aufprall, Ballgeschwindigkeit und Richtung sind bei 50 gespielten Putts ungewöhnlich konstant (bei aktuellem HCP 18).

Die Stroke Lab Reihe besteht aus 10 Modellen, sechs davon sind Mallets, vier Blades. Alle Putter verfügen zudem über einen White Hot Microhinge-Einsatz, der das Gefühl für die Bewegungen des Putterkopfes direkt in die Hände leiten soll. Beim Griff kann zwischen Pistolengriff oder übergroßem Griff gewählt werden. Im Test spielten wir den dünneren Pistol Grip.

Unser Fazit: Ein ungewöhnlicher Schaft, der für ein außergewöhnliches Gefühl beim Putten sorgt. Die Bälle rollen sanft und konstant, die Längenkontrolle funktioniert speziell bei Putts unter 3 Metern hervorragend. Insert und Geräusch im Treffmoment gefallen uns im Vergleich zu gefrästen („milled face“) Schlagflächen weniger gut. Auf die Performance nimmt dies freilich keinen Einfluss.