Jon Rahm holt sich das Double in Dubai


Jon Rahm gewinnt das DP World Tour Championship und damit auch das Race To Dubai 2019. Bernd Wiesberger beendet seine Comeback-Saison auf Platz drei der Jahreswertung.

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Ausgerechnet beim großen Finale konnte Bernd Wiesberger seine Topform, die ihm immerhin zu drei Saisonsiegen – davon zwei Rolex Series-Events – verholfen hatte, nicht mehr ganz abrufen. Der vor dem Turnier in Dubai noch als Spitzenreiter gestartete Burgenländer kam am Ende nicht über den 28. Platz hinaus und musste in der Gesamtwertung noch den Spanier Jon Rahm und den Engländer Tommy Fleetwood vorbeiziehen lassen. Rahm kassierte für Tages- und Gesamtsieg fünf Millionen Dollar (4,52 Mio. Euro).

„Ein sehr enttäuschendes Ende eines insgesamt großartigen Jahres“, sagte Wiesberger. Er hatte in den Jumeirah Golf Estates schon starke Leistungen abgeliefert, doch im Ringen um den für Österreichs Golfsport historischen Erfolg vermochte der 34-Jährige nicht mit den tiefen Scores seiner Rivalen mitzuhalten.

Mit insgesamt 286 Schlägen (2 unter Par) fehlten ihm nicht weniger als 17 auf Sieger Rahm und zehn auf den viertplatzierten Nordiren Rory McIlroy, der als Turniersieger ebenso wie der nach zwei Runden führende Franzose Mike Lorenz-Vera (Dritter) Schützenhilfe hätte leisten können.

Der dritte Gesamtrang brachte Wiesberger, der nun auf Weltranglisten-Platz 23 liegt, immerhin 700.000 Dollar (630.000 Euro). Der gebürtige Oberwarter freut sich nun auf den Urlaub. Auf die Tour 2020 wird er Mitte Jänner in Abu Dhabi zurückkehren.

Indes zeigte „Rahmbo“ nach sechswöchiger Turnierpause – er hatte mehrere Wochen kein Golf gespielt und zuvor die Open de Espana gewonnen – in absoluter Topform. „Das war riskant, aber Erholung ist wichtig“, erklärte er. Der erst 25-jährige Baske, der meist auf der höher dotierten US-PGA-Tour spielt, präsentierte sich am Schauplatz seines Sieges von 2017 erneut enorm stark und agierte speziell am letzten, alles entscheidenden Loch so richtig abgebrüht.

Der mit Team Europe 2018 erfolgreiche Ryder-Cup-Champ triumphierte als erst zweiter Spanier nach Severiano Ballesteros in der Saisonwertung. „Ich kann nicht glauben, was ich erreicht habe“, meinte der nunmehrige Saison-Krösus, der sich in der Weltrangliste vom fünften auf den dritten Rang verbesserte. „Es war ein großartiges Jahr.“

Erfolgreiche Saison auch für Matthias Schwab

Österreich’s zweiter European Tour-Spieler Matthias Schwab landete am Ende an der 20. Stelle (285 Schläge), genauso wie etwa Olympiasieger Justin Rose. Seine erst zweite volle Tour-Saison beendet er damit nach zehn Top-Ten-Ergebnissen als guter 17. „Darauf kann ich 2020 aufbauen“, so der 24-jährige Steirer, der sich jetzt erst einmal eine Auszeit daheim, in den Schladminger Bergen, gönnen wird.