Unglaublich stolz: Danny Willett gewinnt die BMW PGA Championship


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Danny Willett selbst bezeichnete im Gespräch direkt nach seiner fulminanten Finalrunde seinen Sieg bei der BMW PGA Championship als „Märchen.“ Er wäre nun von Stolz überwältigt; immerhin ist es ihm gelungen, von den „dunklen Orten“ zurückzukehren, in denen er mitsamt seinem Golfspiel in den letzten Jahren gefangen schien.

In der Tat scheiterte der Engländer, der 2016 das Masters gewann, vor einem Jahr am Cut in Wentworth. Nicht so in diesem Jahr: Bereits vor dem Finaltag lag Willett zusammen mit Jon Rahm in Führung. Am Ende gewann er nach einer brillanten vierten Runde (-5) mit drei Schlägen Vorsprung und insgesamt 20 unter Par vor dem spanischen Weltranglisten-Sechsten Rahm und Christiaan Bezuidenhout aus Südafrika. Sein siebter Titel auf der European Tour, dem ersten Triumph seit seinem Sieg in Dubai im Vorjahr, ist sein erster Heimsieg.

„Seit meinem Sieg beim Masters durchlebte ich viele Turbulenzen, und niemand außer meiner Frau Nicole und meinen engsten Mitarbeitern im Team hat gesehen, wie viel harte Arbeit in die Umkehrung der Dinge geflossen ist. Nun zum ersten Mal auf britischem Boden zu gewinnen, nachdem ich in den letzten Jahren an so vielen dunklen Orten gewesen bin, ist eines dieser Märchen, von denen man nie erwarten würde, dass sie wirklich wahr werden könnten.“

Nun belegt der 31-jährige Platz 31 im weltweiten Ranking. Noch vor zwölf Monaten fand man ihn jenseits des 400. Platzes.

„Ich wurde von einem unsterblichen Wunsch angetrieben, an die Spitze zurückzukehren. Ich war bereit, alles zu ändern, was geändert werden musste. Selbst an den schlechten Tagen wurde mir klar, dass es wirklich schön ist, Golf zu spielen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es ist alles, was ich jemals wollte, also bin ich unglaublich stolz, wieder in dieser Position zu sein. Heute bin ich unglaublich stolz auf das, was ich in den letzten 12 Monaten erreicht habe“

Rory McIlroy belegte zusammen mit Andrew „Beef“ Johnston den neunten Platz und erreichte in 21 Events in dieser Saison seinen 16. Platz unter den Top 10. Dem Nordiren fehlten am Ende neun Schläge auf Danny Willett. The Open-Champ Shane Lowry platzierte sich mit einer finalen 66-Runde am Sonntag nur einen Schlag dahinter und teilte sich den 11. Platz mit dem Porsche European Open-Sieger Paul Casey und dem aufstrebenden Norweger Viktor Hovland.

Jon Rahm machte unterdessen keinen Hehl daraus, dass ihn die enttäuschende Niederlage schwer trifft. Dennoch hat er eine gute Strategie parat, um das Erlebte zu verdauen:

 „Ich werde nicht lügen. Es tut weh. Es sticht. Das ist aber nichts, was nicht ein gutes Abendessen und eine Flasche Wein reparieren können.“

Vor den Toren Londons landeten Bernd Wiesberger und Matthias Schwab auf den Plätzen 17 und 28. Martin Kaymer (+2) beendete das Turnier auf dem geteilten 57. Rang. Maximilian Kieffer verpasste den Cut in Wentworth.