15 Millionen: Rory McIlroy gewinnt den FedEx Cup


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„Rory! Rory! Rory!“ – Die Sprechgesänge von den Tribünen und den Zusehern rund um das Grün und die letzte Spielbahn ließen ihn lächeln, noch bevor er sein letztes Birdie verbuchen konnte. Dann ging alles ganz schnell: Ein Jahr, nachdem er nur zusehen konnte, wie Tiger Woods sein Comeback mit dem Gewinn der Tour-Championship krönte, übertrumpfte Rory McIlroy am gestrigen Sonntag Brooks Koepka und den Rest des Feldes, um sich mit einem eiskalt versenkten Birdie-Putt den FedEx Cup 2019 zu sichern.

Dazu kommen nicht weniger als 15 Millionen US-Dollar – das höchste Preisgeld in der Geschichte des Golfsports. Insgesamt übertraf McIlroy damit auch Jordan Spieth hinsichtlich der höchsten Preisgeld-Einnahmen in einer einzelnen PGA-Tour-Saison. Nach vier Runden jeweils unter Par ist er nun gemeinsam mit Tiger Woods zudem der einzige Spieler, der den FedEx Cup seit dessen erster Austragung 2007 zweimal gewinnen konnte.

 

„Es ist erstaunlich, wie sich die Dinge in nur einem Jahr verändern können“, so der Ire, der am Finaltag mit einer 66er-Runde (-4) keine Zweifel mehr aufkommen ließ und sich vier Schläge vor Xander Schauffele platzierte. Dabei hatte der Finaltag gleich zu Beginn versprochen, eine wilde Verfolgungsjagd zu werden: Vier Spieler wechselten sich in den ersten 35 Minuten des Sonntagmorgens an der Spitze des Leaderboards ab, darunter Xander Schauffele mit seinem ersten Karriere-Hole-in-One mit einem 5er-Eisen auf dem 220 Meter langen neunten Loch.

Vorab kam es zur Änderung des Spielformats, um Spielern, welche die ganze Saison konstant gute Leistungen ablieferten und damit im FedEx-Cup-Ranking gut platziert waren, einen Vorteil zu verschaffen. Somit ging Justin Thomas als Nummer 1 mit 10 unter Par in das Turnier, noch bevor er einen Abschlag getan hatte. McIlroy startete mit 5 unter Par und beendete er das FedEx Cup-Finale mit 18 unter – netto ergibt dies einen Score von -13 und 267 Schlägen. Damit war er besser als alle anderen der besten 30 im Spielerfeld.

Koepka beendet die nunmehr abgelaufene PGA Tour-Saison als unangefochtene Nummer 1 der Welt mit drei Siegen, einem Major-Triumph bei der PGA Championship und dem Gewinn der World Golf Championship. Zweifellos ist er drauf und dran, erneut zum PGA Tour-Spieler des Jahres gekürt zu werden – auch, wenn Rory McIlroy seinen Spielerkollegen nun zumindest so etwas wie eine Alternative anbieten kann, wenn sie in den nächsten Wochen abstimmen werden.

Der FedEx Cup zählt als offizieller Sieg bei einem PGA Tour-Event, womit der 30-jährige drei Saisonsiege verbuchen kann. Dazu kommen bei 19 Starts 14 Top 10-Platzierungen, der höchste Prozentsatz in seiner Karriere. Am Ende ist all dies aber unerheblich: Rory McIlroy gewinnt den FedEx Cup – und damit das größte Preisgeld im Golfsport.

„Ich werde diesen Abend genießen“, sagte er.