Lana lockt


Die überschaubare Marktgemeinde Lana südlich von Meran hat nur 12.000 Einwohner, zieht aber ein internationales Publikum nach Südtirol.

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Lana steht eigentlich für süßlich duftende Apfelplantagen im Tau glänzende Weinreben und sein beschauliches Stadtzentrum. Seitdem jedoch das hippe Lifestylemagazin Monocle über die Gemeinde geschrieben hat, sieht man plötzlich auch durchgestylte Gäste aus London oder Paris durch die Metzgergasse flanieren. Erkennungszeichen: Vollbart, runde Sonnenbrille, neuestes Smartphone. Es wird gemunkelt, dass Monocle-Gründer Tyler Brûlé in der Nähe ein Ferienhaus hat. Sicher ist aber, dass er und seine kosmopolitische Redaktion große Fans des 1477 Reichhalter sind. Dabei handelt es sich um ein mehr als 500 Jahre altes Stadthaus, das zur Pension wurde. Inklusive Siebträger-Kaffeemaschine, Kunst in den Zimmern und zwei eleganten Fahrrädern, mit denen man die umliegenden Weingüter erkunden kann. Zugegeben: Eine gelungene Kombination!

Verantwortlich für das Reichhalter sind die Brüder Klaus und Moritz Dissertori sowie Martina und Andreas Heinisch. Klaus Dissertori leitet zudem das fünf Minuten zu Fuß entfernt gelegene Schwarzschmied, welches für Golfer die beste Wahl ist. Denn das 4-Sterne-Hotel verfügt über eine Parkgarage und all’ die Annehmlichkeiten, die man nach der Runde gerne wahrnimmt: mehrere Saunen, ein Ruhezimmer mit Kamin sowie ein Schwimmbad. Wer möchte, kann sogar kostenfrei die hauseigenen Yoga-Stunden besuchen.
Als Ausgangspunkt für einen Golftrip ist das Schwarzschmied sehr zu empfehlen. Nur wenige Autominuten entfernt liegt der GC Lana mit seinen neun Löchern. Zwischen 20 und 45 Minuten sind es zu den Kursen Eppan, Passeier und Dolomiti. Vor allem der Letztgenannter ist die Fahrt über den kurvigen und zugleich spektakulären Gampenpass definitiv wert.

In Sachen Gastronomie ist dann wieder Lana eine exzellente Wahl. Neben regionalen Produkten à la carte oder per Buffet im Schwarzschmied lockt unter anderem die Miil in Tscherms. Dabei handelt es sich um ein Feinschmecker-Restaurant in einer alten Mühle im Weingut Kränzlhof. Rund 35.000 Flaschen werden hier pro Jahr produziert. Es handelt sich also im Vergleich zu den großen Namen in Südtirol – wie Alois Lageder oder Cantina Tramin – eher um eine Weinmanufaktur. Das Essen in der grandios umgebauten Miil ist exzellent (ca. 50 Euro p.P.), die vielfältige Weinkarte fair bepreist. Ebenfalls einen Besuch nach der Runde wert: Das Gourmet Lädle in der Gampenstrasse. Hier wird italienischer Käse und Südtiroler Speck in bester Qualität angeboten. Dazu gibt es eine feine Weinauswahl. Manchmal muss es gar nicht mehr sein.

 

Abschlagen zwischen Apfelbäumen

Erstes Apfelblüten Golfturnier in der Ferienregion Lana

Aktiv und beschwingt in den Frühling starten – das können Golfer in diesem Jahr besonders gut in der Ferienregion Lana in Südtirol. Dort lädt der Golf Club Lana am 13. April 2019 erstmals zum Apfelblüten Golfturnier ein und bietet Golfern – als einer der ersten Clubs der Region – ideale Bedingungen, um in die neue Saison zu starten. Ein Highlight des Turniers auf dem 9-Loch-Parcours, der für alle Erfahrungsstufen angenehm zu bespielen ist, ist der Preis für das Hole in One. Hier wartet ein Genussurlaub für zwei Personen in einem lokalen 5-Sterne-Hotel, der am Ende des Tages in jedem Fall unter den Teilnehmern verlost wird. Das Apfelblüten Golfturnier findet im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe der Blütenfesttage statt, bei der Gäste vom 1. bis 14. April 2019 den Etschtaler Frühling und die Urlaubsdestination Lana mit allen Sinnen erleben können.

Anmeldung bis 11. April 2019 direkt beim Golf Club Lana unter +39 0473 564696 oder an info@golfclublana.it.

 

GC Lana

Direkt in Lana wird hier inmitten der Obstplantagen abgeschlagen. Die neun Löcher sind kurzweilig und vor allem gegen Ende der Runde auch recht gelungen. Zudem ist der Blick in das Etschtal sehr schön. Das Design ist okay, teilweise sind die Bahnen aus Platzmangel etwas zu eng. Dafür ist die Anlage exzellent gepflegt und verfügt über eine sonnige Clubhausterrasse mit lokalen Gerichten und tollen Weinen. Der Platz ist dank dem gemäßigten Klima nahezu ganzjährig geöffnet.

Dolomiti GC

Aus unserer Sicht der beste Platz in der Region. Die alten ersten Neun bieten Parkland-Charakter: Durch einen nicht zu dichten Kiefernwald spielt man über Wasserhindernisse oder entlang der Bäume auf vergleichsweise kleine Grüns, die dennoch schön onduliert und abwechslungsreich sind. Auf den Back Nine wechselt der Club sein Gesicht. Und zwar völlig. Die Spielbahnen sind auf einer Hochebene im modernen Stil angelegt. Das heißt: Große Grüns in verschiedenen Formen, eingerahmt von weiten Bunkern mit exzellentem Sand. Dazu gibt es tolle Ausblicke in die Südtiroler Berglandschaft, darunter die Brenta-Gruppe oder die Maddalena-Bergkette. Die Back Nine sind für Longhitter einfacher, da man vom Tee ruhig etwas streuen darf. Die Grüns sind schnell und treu. Gute Gastro im Clubhaus mit sehr sympathischen Gastwirten zu fairen Preisen (Greenfee: 67 Euro).

GC Passeier Meran

Seit 1996 gibt es die ersten Neun, in 2004 wurde das bergige Layout auf 18 erweitert. Der Par-71-Platz (5.791 Meter von Weiß) verfügt über spannende Par-3-Löcher und ein gutes Finish mit den Bahnen 15 bis 17. Die Grüns sind eher klein und auf den ersten Neun geht es eng und teilweise etwas blind zu. Dafür machen die weißen Abschläge, die teilweise versteckt im Wald oder hinter der Zufahrtsstrasse liegen, viel Spaß. Die Back Nine sind moderner und etwas fehlerverzeihender. Der Star der Anlage ist aber der Ausblick in die Täler und Berge Südtirols. Witzige Idee und bei den vielen Anstiegen auch sinnvoll: Zum Abschlag der 18 wird man per Rollbahn hochgezogen. Fazit: Hügeliger Kurs mit teilweise tollem Panorama. Sollte man ein Mal spielen, wenn auch mit knapp 90 Euro nicht gerade günstig.

GC Eppan

Blue Monster heißt der Kurs – und das hat einen Grund. Das Design der neun Löcher kommt vom Münchner Thomas Himmel, der unter anderem Son Gual auf Mallorca entworfen oder das Re-Design des GC Olching bei München zu verantworten hat. Mitten in der Weinstrasse hat Himmel ein sehr modernes Layout mit reichlich Wasser hingestellt, das dennoch zur Landschaft passt. Es gibt super Grüns, zudem ist alles sehr stark onduliert. Dazu kommen tolle Bunker auf Tour-Niveau sowie mehrere Tee-Boxen. Sogar für richtige Longhitter ist mit den schwarzen was dabei. Ein Beispiel: Ein Par 3 mit Wasser zur Linken misst 232 Meter von den Tips. Der Platz macht guten und sehr guten Spielern richtig Spaß. Für Anfänger ist er eher ein „Monster“. Schönes Übungsgelände für das kurze Spiel (bis zum Pitch). Eine richtige Driving Range gibt es hingegen nicht.