Floridas First Coast of Golf

Where the Players Play


Sitz der PGA Tour, World Golf Village, Hall of Fame und die älteste Stadt der USA: Florida’s First Coast of Golf kann getrost als ,,Golf-Eldorado“ bezeichnet werden.

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Es ist schon erstaunlich, liest man sich die meisten Berichte über Golf in Florida durch, fallen natürlich die Klassiker von Miami, über Palm Beach bis zu Orlando, allesamt feine Destinationen, aber das wahre „Golfmekka“ im Nordosten des Bundesstaats bleibt meist unerwähnt. Dabei hat „Florida’s First Coast of Golf“ alles zu bieten, was ein Golferherz begehrt: den Hauptsitz der PGA Tour, das World Golf Village mit der World Golf Hall of Fame, rund 120 Kilometer Küste, gespickt mit Weltklassegolfplätzen, und mit St. Augustine die ­älteste Stadt der USA.

Eine halbe Autostunde von Floridas bevölkerungsreichster Stadt Jacksonville entfernt liegt Ponte Vedra Beach, das als Headquarter der PGA Tour Berühmtheit erlangte. Ebendort befindet sich auch der TPC Sawgrass, der alljährlich Schauplatz der PLAYERS Championship ist. Das inoffizielle „fünfte Major des Jahres“ ist mit mehr als 12,5 Mio. Dollar Preisgeld nicht nur das höchstdotierte Event des Jahres, es gilt auch als Flaggschiffturnier der PGA Tour. Im Vorjahr trug beim traditionell stärksten Teilnehmerfeld des Jahres der US-Amerikaner Webb Simpson den Sieg davon. In diesem Jahr wurde das Turnier vom traditionellen Mai-Termin in den März vorgezogen. Damit kommt es auf dem PLAYERS Stadium Course zum ersten großen Showdown der Stars im Jahr 2019.

THE PLAYERS: Realität übertrifft Vision

Der Stadium Course mit dem weltberühmten ­Inselgrün (Par 3, Loch 17) wurde vor rund 40 Jahren von Designerikone Pete Dye speziell für ein optimales Zuschauererlebnis bei der PLAYERS Championship angelegt. Die Realität hat die Vision dabei sogar noch übertroffen, was sich jedes Jahr in neuen Rekordzuschauerzahlen äußert. THE PLAYERS ist zweifelsohne eines der ganz großen Eventhighlights im Jahr. Interessant wird es sein zu sehen, wie der neue März-Termin von den Fans angenommen wird. Der lokale Tourismus sieht die Sache zweischneidig, fällt die Austragung des Flaggschiffevents der PGA Tour doch mitten in die Hochsaison. Mitte März ist man in Florida ohnehin so gut wie überall ausgebucht, der bisherige Termin im Mai sorgte nochmals für Einkommensimpulse, die ab sofort in dieser Form wohl ausbleiben werden.

Neben dem Stadium Course gibt es im TPC Sawgrass übrigens seit 1987 noch einen zweiten Kurs, der gerne mal in Vergessenheit gerät. Der Dye’s Valley Course steht dem großen Bruder jedoch um nichts nach, außer eben an Bekanntheit, war aber selbst u.a. von 2013 bis 2015 bereits Austragungsort der Web.com Tour Championship. Sollten Sie im nahegelegenen Sawgrass Marriott Golf Resort and Spa übernachten, kommen Sie außerdem in den Genuss von exklusivem Zutritt und Transport zum TPC Sawgrass im Golfmobil.

Florida's First Coast of Golf

 

Gehen Sie in die Geschichte ein

Eine weitere halbe Autostunde entfernt schnuppern Sie im World Golf Village Golfgeschichte. Die World Golf Hall of Fame, im St. Johns County gelegen, beherbergt nämlich eine dauerhafte Ausstellung, die sich ganz den Legenden des Sports widmet, und gibt darüber hinaus einen Einblick in die Geschichte des Golfsports. Dazu gibt es ständig wechselnde Sonderausstellungen. Das beeindruckende Museum sollte eigentlich ein Must-visit für jeden Golffan sein.

Im World Golf Village kann man aber natürlich auch selber golfen. Mit dem Slammer & Squire und dem King & Bear warten zwei ganz besondere Projekte auf die Gäste. Der King & Bear ist der einzige Golfplatz der Welt, der von den Golflegenden Arnold Palmer und Jack Nicklaus gemeinsam konzipiert wurde. Für den Slammer & Squire zeichnen die Hall of Famer Sam Snead und Gene Sarazen verantwortlich.

Die „Residences at World Golf Village“ sind dazu ein idealer Ausgangspunkt, um Floridas Golfküste zu erkunden. Mitten im Herzen des World Golf Village gelegen, verfügen die Condominiums über drei oder vier Schlafzimmer, sind komplett möbliert, inklusive Küche, und eignen sich daher perfekt für Familien und Golfgruppen. Im World Golf Village gibt es sieben Restaurants, u.a. auch das legendäre Caddyshack von Hollywoodstar Bill Murray. Der begeisterte Hobbygolfer, der 2011 sogar die Amateurwertung des legendären AT&T National ProAm in Pebble Beach gewinnen konnte, eröffnete 2001 im World Golf Village seine Sportbar, die er nach dem gleichnamigen Golffilm, in dem Murray die Hauptrolle spielte, benannte.

World Golf Hall of Fame

 

Die älteste Stadt der USA: St. Augustine

Das World Golf Village befindet sich bereits in der ­Gemeinde von St. Augustine, welche über ein ganz besonderes Merkmal verfügt: Sie ist die älteste Stadt der USA. St. Augustine wurde vom spanischen Admiral Pedro Menéndez de Avilés am 28. August 1565 gegründet, dem Gedenktag des heiligen Augustinus von Hippo, nach dem die neue Siedlung San Agustín genannt wurde. Bereits vorher gegründete Siedlungen, zum Beispiel die ursprüngliche Kolonie in Pensacola im Westen Floridas (1559–1561) und Fort Caroline, das heutige Jacksonville (bis 1564), wurden wieder aufgegeben. Somit gilt St. Augustine offiziell als die älteste Stadt der kontinentalen USA. Und hat daher natürlich auch – für amerikanische Verhältnisse – jede Menge Historie zu bieten. So etwa die beiden Forts Matanzas und Castillo de San Marcos. Für eine Stadt mit gerade mal 13.000 Einwohnern verfügt St. Augustine über ein reichhaltiges Spektrum an Restaurants, Bars und Entertainment. In der Ice Plant Bar zum Beispiel, die auf der Rückseite zur St. Augustine Distillery liegt, kann man sehr gut essen und trinken. Vor allem das industrielle Flair gepaart mit modernen Elementen überzeugt. Und der Whisky und Gin aus der hauseigenen Destillerie können sich ebenfalls sehen lassen.

 

Floridas Historic Coast

 

Watson und Nicklaus Signature in Hammock Beach

Eine weitere halbe Autostunde südlich von St. Augustine erstreckt sich an der Atlantikküste in Palm Coast das Hammock Beach Resort. Das zur Salamander Hotels & Resorts-Gruppe gehörige Anwesen spielt in der Oberliga der Luxusresorts in Florida mit. Vor allem die beiden Golfplätze haben es in sich und stellen einen wahren Test für jeden Golfer dar. Der Conservatory Course, etwas im Landesinneren gelegen, ist ein Tom Watson Signature Course. Sechs verschiedene Teeboxen geben dem Golfer die Möglichkeit, seinen Fähigkeiten entsprechend aufzuteen. Von den „Tips“ spielt sich der Platz mit 7.746 Yards (7.083 Meter) brutal lang. Er ist von den hinteren Abschlagboxen her offiziell auch Floridas längster Golfplatz. Watson gelang jedenfalls ein toller und abwechslungsreicher Mix aus Löchern mit Wasser- und Sandhindernissen, die manchmal ein wenig an Großbritannien erinnern, manchmal aber wieder sehr typisch für die USA sind. ­Alles in allem macht der Platz richtig Laune und ist trotz der Herausforderung stets ein fairer Test.

Selbiges kann auch über den Ocean Course gesagt werden, der – wie der Name es schon andeutet – direkt am Meer liegt. Naturgemäß bläst hier der Wind in der Regel noch stärker und verlangt selbst guten Golfern ihr bestes Spiel ab. Der Platz, der von Golflegende Jack Nicklaus designt wurde, fiel 2016 Hurrikan Matthew zum Opfer und musste in der Folge für 13 Monate gesperrt und renoviert werden. Die Besitzer gaben sich die Zeit zu einer umfassenden Restauration, die den Platz seit der Wiedereröffnung Ende 2017 in neuem Glanz erstrahlen lässt. Neben dem Einsatz der modernen Grassorte Platinum Paspalum auf dem gesamten Platz gibt es auch auf den sechs Löchern direkt am Ozean, dem „Bear Claw“, nun komplett freie Sicht auf den Atlantik, nachdem Hurrikan Matthew die Baumlandschaft dem Erdboden gleichmachte. Manchmal kann so ein Hurrikan also auch ein wenig was Gutes haben …

Infos und Packages über Florida’s First Coast of Golf: http://florida-golf.org

 

Hammock Beach Resort