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Bryson in eigener Liga


Bryson DeChambeau deklassiert die Konkurrenz beim Omega Dubai Desert Classic und feiert seinen ersten internationalen Sieg. Ein Majorsieg sollte für den Rising Star nur noch eine Frage der Zeit sein.

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Der „Mad Scientist“ („verrückte Professor“), wie Bryson DeChambeau von Kollegen genannt wird, hat es nun also auch auf der European Tour getan: gewinnen. Und wie! Mit sieben Schlägen Vorsprung deklassierte der Kalifornier das hochkarätige Feld beim Omega Dubai Desert Classic. Dabei meinte er nach drei Runden noch kess, bislang mit seinem Spiel so rein gar nicht einverstanden zu sein. Doch Bryson strebt nach Perfektionismus und das zeigte sich auf auf dem Emirates Golf Club. Mit der abschließenden 64 war dann auch der 25-jährige Tüftler hochzufrieden. „Heute war ich wirklich glücklich mit meinem Spiel. Ich habe eine Menge toller Schläge ausgeführt“, erklärte DeChambeau nach seinem ersten Toursieg außerhalb der USA. „Heute war ein einziges Vergnügen. Ich wollte so tief wie möglich heute schießen und habe einen Gesamtscore von 25-unter-Par angestrebt, das habe ich um einen Schlag verpasst, aber ich bin natürlich trotzdem sehr glücklich mit dem Resultat.“

Seit letzten Juni war dies nun bereits der fünfte Sieg für den „Professor“. Niemand sonst konnte dermaßen viele Siege einfahren. In der Weltrangliste rangiert Bryson DeChambeau bereits auf Platz 5, mit Luft nach oben. Und wenn es so weiter geht, ist der Majorsieg wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Deutschlands Martin Kaymer konnte zumindest mit einem starken Finish aufzeigen. Mit einer finalen 67 (-5) konnte sich der Mettmaner noch vom 38. auf den 24. Platz verbessern. Ein versöhnlicher Abschluß für den ehemaligen Weltranglistenersten, der nach wie vor auf der Suche zu alter Form ist.

Für Österreichs Matthias Schwab ging es am Finaltag in die entgegengesetzte Richtung. Mit einer durchwachsenen 75 (+3), für die der Schladminger keine positiven Worte finden konnte, ging es im Klassement 26 Plätze zurück. Am Ende musste sich Schwab mit einem 64. Platz zufrieden geben. Sein Landsmann Bernd Wiesberger verpasste nach schwacher Auftaktrunde den Cut und musste frühzeitig die Koffer packen. „Mit zu vielen Fehlern ist es einfach schwierig über die Cutlinie zu gehen“, schob Wiesberger im Anschluß Frust.