Cape Kidnappers

Extremsport Golf


Augusta, Pebble Beach, St Andrews – es gibt Orte, die hat jeder Golfreisende auf seiner persönlichen Bucket List. Doch wer vor seinem Tod ein paar besonders spektakuläre Golfplätze gespielt haben will, der sollte sich folgende Golfdestinationen mal auf einen Zettel schreiben.

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Im Coeur d’Alene Resort in Coeur d’Alene, Idaho, wartet an der 14 ein auf dem Wasser treibendes Grün, das je nach Wunsch bewegt werden kann. Wedge? ­Eisen 4? Wie gewünscht, der Herr. Zum Kurs und zum Grün geht es in Mahagony-Booten.

Coeur d'alene

 

Der Indianapolis Motor Speedway ist Kult. Der Brickyard Crossing Golf Course, im Rundkurs gelegen, ist bislang weniger bekannt. Aber mindestens ebenso kultig.

Ein Blick auf Wasser an nahezu jedem Loch – gibt es in Port Royal in Southampton auf Bermuda. Und das Wasser ist nicht gleich Wasser. Eher so türkis gewordener Touristen-Traum.

Für Golfer mit Höhenangst nur bedingt geeignet: der Cape Kidnappers Golf Course in Neuseeland, auf mehr als 140 Meter hohe Klippen gelegen.

Cape Kidnappers

 

Apropos Höhenangst: Der Himalayan Golf Course in Pokhara, Nepal, bietet jede Menge Unerwartetes. Der Blick auf das Himalaya­-Gebirge ist für All-inclusive-Golfer Neuland. Dazu Kühe, Ziegen, Büffel in einem beeindruckenden Eiswasser-Canyon. Viele sprechen vom exotischsten Golfkurs der Welt.

Im Prison View Golf Course, USA, arbeiten Häftlinge im Rahmen eines Wiedereingliederungsprogramms. Wer spielen will und den Blick auf das Gefängnis des Staates Louisiana werfen will, muss sich ausweisen.

Der Leopard Creek Golf Course in Süd­afrika ist umgeben vom Crocodile River und grenzt an den Krüger-Nationalpark. Klar, Löwen, Flusspferde, Krokodile sind ständige Gäste. Die Vorsicht sollte es auch sein.

Getty Images

 

1.365 Kilometer, nicht Meter, ist er lang, der längste 18-Loch-Golfkurs der Welt – zumindest sind der erste Abschlag und das 18. Grün so weit voneinander entfernt. Der Nullarbor-Links-Golfkurs in Australien kann dabei von Ost (Ceduna) nach West (Kalgoorlie) und umgekehrt gespielt werden. An Giftschlangen vorbei geht es mehrere Tage durch das Outback, die Flightpartner nächtigen in Wohnmobilen oder im benachbarten Motel-Zimmer.

Der Ile aux Cerfs Golf Club auf Mauritius lockt mit einem Championship-Kurs auf ­einer Privatinsel. Allein die Anreise mit dem Boot macht die Runde mehr als speziell.

 

Ile-aux-Cerfs

 

Die etwas ursprünglichere und genauso atemberaubende Form des Golfsports auf ­einer ­eigenen Insel gibt es im Old Head Golf Links in County Cork, Irland. Wer keine Birdies findet, kann hier mit Glück zumindest Wale beobachten.

Schon legendär: das Legend Golf & Safari Resort mit dem berühmten 19. Loch, dem längsten Par 3 der Welt (830 Meter), geschaffen von Mutter Natur. Mit einem Helikopter (Kosten: ab 250 Euro) geht es auf einen Felsvorsprung. Das Grün wartet horizontal gesehen 400 Meter entfernt. Der Ball fliegt, gut getroffen, 20 Sekunden. Pitchmarken? Gerne entfernen.

Auf dem Oahu’s Ko’olau Golf Course wurden Szenen von „Jurassic Park“ gedreht. So filmreif ist die Kulisse im tropischen Regenwald ­Hawaiis. Die Vereinigung clubfreier Golfspieler schwärmt von tiefen Schluchten, tosenden Wasserfällen und dem tiefblauen Pazifik.

Wer Lust auf Grenzerfahrungen hat, kommt im Llanymynech Golf Club in Wales auf seine Kosten. Auf Loch 4 schlägt man in ­Wales ab und puttet in England. Und der Green Zone Golf Club führt neun Löcher in Finnland und neun in Schweden.

Der Pacifico Golf Course in Punta Mita’s Four Seasons Resort, designt von Jack Nicklaus, kann mit dem einzig natürlichen Inselgrün der Welt aufwarten. Schön – und ganz schön saftig. Denn natürlich kann an den 170 Metern bis zur Insel nichts gedeichselt werden. Deswegen ist die Bahn, bekannt als „Tail of the Whale“, auch das Loch Nummer 3B auf dem Kurs. Nur wer will, muss. Aber wer will denn nicht.

 

Pacifico