Lumine Mediterranea Beach and Golf Community

Nie mehr Schule!


Auch Stars wie Matteo Manassero müssen in diesem Jahr über die 6-Runden-Knochenmühle der European Tour Q-School gehen. Deutschlands Max Schmitt schaffte in Lumine den perfekten Start.

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„Nie mehr Schule!“, sang 1982 Austropop-Legende Falco und sprach so einer ganzen Generation an Teenagern aus dem Herzen. An das Lied wird sich von den 156 Teilnehmern der diesjährigen European Tour Qualifying School, alleine schon aus Altersgründen, wohl keiner erinnern. Das Gefühl der Anspannung und Hoffnung ist jedoch ähnlich. Nach sechs knochenharten Runden, die auch in diesem Jahr wieder auf den beiden Plätzen Hills und Lakes in der Lumine Mediterranea Beach and Golf Community im spanischen Tarragona absolviert werden, warten gerade einmal 25 „volle Spielberechtigungen“ der Kategorie 17 für die European Tour. Eine Knochenmühle, der sich in diesem Jahr auch einige hochkarätige Spieler unterziehen müssen. Ex-Ryder Cupper Oliver Wilson bangt genauso um die Tourkarte wie Italiens ehemaliges Wunderkind Matteo Manassero, der mit gemischten Gefühlen in seine erste Tour School geht.

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„Das wird mit Sicherheit eine herausfordernde Woche“, erklärte der vierfache Toursieger, dessen letzter (und gleichzeitig größter) Sieg bei der BMW PGA Championship in Wentworth schon fünf Jahre zurück liegt, vor Turnierbeginn. „Es sind viele großartige Spieler am Start. Es ist nun Mal so, dass mich mein Weg hierher zur Q-School gebracht hat. Ich werde aber ein Lächeln im Gesicht tragen und so gut wie möglich spielen.“ Dass sich dieses Turnier von den anderen Tour-Events doch einigermassen unterscheidet, ist auch dem mittlerweile 25-jährigen Italiener bewusst. „Die Anspannung ist wahrscheinlich hier bei der Q-School größer als bei einem normalen European Tour Event. Es wird auf zwei Plätzen und über sechs Tage gespielt, was sowohl physisch als auch mental eine Herausforderung darstellt. Und unter Druck zu spielen, macht es auch zu einer ermüdenden Woche.“

Für Manassero ist es der erste Besuch in Lumine, sein Eindruck vom Schauplatz ist aber ein positiver. „Lumine hat zwei komplett unterschiedliche Plätze. Wenn Du vom Lakes auf den Hills wechselst, glaubst Du Du bist in einem anderen Land. Der Hills Course hat mehr Bäume und Ondulation, der Lakes ist der längere Platz, wo den Ball gut driven musst, um Dir Chancen auf Birdies erarbeiten zu können. Ich glaube auch, dass der Hills mehr Strategie erfordert. Du schlägst mehr Eisen vom Tee und hast mehr Wedgeschläge ins Grün. Ich denke mit diesen beiden Plätzen verfügt Lumine über einen Mix, wo eine Vielfalt an Schlägen erforderlich ist. Du musst für jede Situation bereit sein.“

Nach der Auftaktrunde von 70 Schlägen (-2) am Hills Course liegt Manassero auf dem geteilten 76. Platz und muss in den nächsten Tagen seine Leistung steigern, um auch 2019 wieder auf der European Tour aufzuteen. Am besten Wege dorthin ist der Deutsche Max Schmitt, der mit einer 62 (-9) am Lakes Course startete und gemeinsam mit dem Engländer Daniel Gavins die Führung teilte. Der Jungpro vom GC Rheinhessen geht damit in optimaler Ausgangsposition in die kommenden Runden. „Ich habe hier bereits vor zwei Jahren die Second Stage gespielt, kenne also den Lakes Course ganz gut“, meinte der 20-Jährige, der in der vergangenen Saison auf der Challenge Tour unterwegs war. „Es ist aber noch sehr viel Golf zu spielen. Ich probiere einfach die nächsten fünf Tage solide zu spielen. Ich werde nach den Runden weniger trainieren als sonst. Einfach um Kraft zu sparen.“

 

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Schmitt ist einer von insgesamt 9 deutschen Spielern beim Finale der Q-School, wobei vor allem auch Bernd Ritthammer mit einer 65 (-7) auf dem etwas anspruchsvolleren Hills Course zu überzeugen wusste. Mit Raphael de Sousa (T33, -4) und Marco Iten (T98, -1) sind auch zwei Schweizer Spieler im Feld. Österreichische Pros konnten sich für den Finalevent leider keine qualifizieren.