Rocco Forte Hotels

Beispielloses Momentum


Sir Rocco Forte, Besitzer der Rocco Forte Hotels, zu dem auch das Verdura Resort in Sizilien zählt, sieht im exklusiven Perfect Eagle-Interview die internationale Reisebranche im Höhenflug.

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Die Hotelmarke Rocco Forte Hotels zählt mit 11 Häusern zu den größten Betreibern luxuriöser Hotels der Fünf­-Sterne-Klasse in Europa. Dazu werden in 2019 drei neue Häuser eröffnet, nämlich das Hotel De La Ville in Rom, The Westbund Hotel in Shanghai und das Torre Maizza in Puglia. Die Firma mit Sitz in London gehört Sir Rocco Forte, dem Sohn des Hotel-Magnaten Baron Charles Forte. Da Sir Rocco Forte die Rechte an dem Namen Forte 1996 verloren hatte, hieß das Unternehmen zunächst RF Hotels, erst seit 2001 nun Rocco Forte Hotels. Im Vergleich zu anderen Hotelgruppen versucht sich Rocco Forte von der klassischen Hotelkette mit starker Corporate Identity zu distanzieren. Seine Hotels spiegeln alle einen individuellen Charakter wider, jeweils passend zum Standort.

Als begeisterter Sportler vertrat Forte Großbritannien bei den Triathlon-Weltmeisterschaften 2001, 2002, 2003 und 2007. Im Juli 2005 erreichte er bei seiner ersten Iron-Man-Teilnahme in Klagenfurt den zweiten Platz in seiner Kategorie. Der mittlerweile 73-jährige Hotelier gilt zudem als passionierter Golfspieler und erfüllte sich mit dem Verdura Resort in Sizilien einen lang gehegten Traum. Das Resort ist mittlerweile Teil des European-Tour-Properties-Netzwerks und seit 2017 Schauplatz der Rocco Forte Open im Rahmen der European Tour.

Beim diesjährigen Event, den der Schwede Joakim Lagergren für sich entscheiden konnte, baten wir Sir Rocco Forte exklusiv zum Perfect Eagle-Talk.

Agenzia Contrasto

 

Perfect Eagle: Sir Rocco, was ist der USP der Marke Rocco Forte Hotels, und wie sehen Ihre Ziele für die Zukunft aus?

Sir Rocco Forte: Rocco Forte Hotels ist ein rein familiengeführter Brand. Meine Familie ist seit vier Generationen im Hotelbusiness tätig, und auch meine drei Kinder arbeiten im Unternehmen. Das bedeutet, dass unsere Serviceerfahrung und das Auge fürs Detail genauso wie die Sorgfalt, mit der wir unsere Gäste umsorgen, an sich vollkommen einzigartig in der Fünf-Sterne-Hotelwelt sind. Wir rühmen uns auch damit, die Bedeutung eines Ortes zu wahren. Jedes unserer Hotels verfügt über eine starke Persönlichkeit und erweist dem Standort, an dem es sich befindet, die entsprechende Ehre. Wir haben ein exzellentes Entwicklungsjahr vor uns mit drei neuen Hoteleröffnungen, und wir sind stets darauf bedacht, neue Gelegenheiten umsichtig zu erörtern.

Wie sehen Sie generell die Entwicklung des Reisemarkts in den letzten Jahren und in der Zukunft?

Die Reisebranche hat ein beispielloses Momentum erreicht, da das verfügbare Einkommen immer weiter wächst und das Geschäft sich dahingehend entwickelt hat, dass es benachbarte Sektoren wie die Nahrungsmittel- & Getränkeindustrie, Wellness und Erlebniswelt erschlossen hat. Reiseveranstalter orientieren sich vermehrt an der Personalisierung von Konsumenten, was komplett neue Szenarien eröffnet und neue und breitere Einkunftsströme schafft. Ich sehe, dass sich die Welt des Reisens in der Weise weiterentwickelt, dass Hotels ihre Beziehung zum Reisenden vertiefen. Unser Brand, allein schon von der Größe und Erfahrung her, ist dahingehend ideal positioniert.

Das Verdura Resort ist Teil des European- Tour-Properties-Netzwerks. Was macht für Sie ein Weltklasse-Golfresort aus, und warum ist Verdura eines davon?

Ich wollte immer schon die ultimative Golfdestination und das ultimative Resort erschaffen, deswegen habe ich Verdura entstehen lassen. Verdura ist die ideale Golfdestination, mit zwei her­ausragenden Championship-Plätzen, dem East und West Course, und dazu noch einem Par-3-Neun-Loch-Platz, die allesamt von Kyle Phillips entworfen wurden. Die Plätze sind ein wahres Spielvergnügen, undulierend und vielfältig, die eine Vielzahl an Herausforderungen für alle Spielklassen und spektakuläre Abschluss­löcher direkt an der Küste zu bieten haben.

Wie wichtig ist der Rocco-Forte-Open-Event im Rahmen der European Tour, um Verdura der Golfwelt zu präsentieren und neue Gäste anzulocken?

Die Rocco Forte Open waren in den letzten beiden Jahren ein großartiger Erfolg, und wir genießen die Möglichkeit, unser Resort dabei zur Schau stellen zu können. Zu unseren Gästen dürfen wir unter anderem einige der berühmtesten Namen des europäischen Golfsports zählen. Es ist auch ein Privileg, dass wir kürzlich erst dem European-Tour-Properties-Netzwerk beitreten durften und Verdura somit als eine der führenden Golfdestinationen in Europa wahrgenommen wird.

Der Trend „Staycation“, also das Zuhause fern von zu Hause, wurde in den letzten Jahren immer populärer. Ist das etwas, das Sie mit Ihrem Brand verfolgen, oder geht es mehr darum, ein einzigartiges Erlebnis für den Gast zu kreieren?

Es ist wichtig, eine Balance zu finden aus lang anhaltenden einzigartigen Erlebnissen und dem Gast aber auch das Gefühl der Leichtigkeit und des Sich-Wohlfühlens zu geben, als ob er zu Hause wäre. Ich denke, dass wir in allen unseren Locations es sehr gut schaffen, ein persönliches und sorgsames Service ­sicherzustellen und andererseits exklusive ­Erlebniswelten anzubieten.

Wie wichtig ist der Golfer im Kontext einer gesamten Reisebranche?

Golf erfährt im Moment ein substanzielles Wachstum, alleine schon da es 2016 wieder eine olympische Disziplin wurde. 2017 wurden rund 23 Milliarden Dollar nur durch Golfreisen generiert, und die Zahl soll weiter steigen, insbesondere da endlich auch der gesundheitliche und erzieherische Nutzen von Golf anerkannt und in den letzten Jahren auch entsprechend gefördert wurde.

Lassen Sie uns noch kurz über den Golfer Sir Rocco Forte sprechen: Würden Sie sich eher als passionierten oder lockeren Golfer beschreiben?

Oh, ich war immer schon ein passionierter Golfer und versuche mich die ganze Zeit zu verbessern, wenngleich nicht immer mit Erfolg (lacht).

Neben Verdura gibt es für Sie noch andere Lieblingsplätze?

Natürlich versuche ich jedes Mal, wenn ich Verdura besuche, dort auch zu spielen, selbst wenn ich nur zu Geschäftszwecken dort bin. Die meiste Zeit bin ich aber in England und versuche dann so oft wie möglich zu spielen, was normalerweise an den Wochenenden im Sunningdale Golf Club geschieht.

 

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