Ein Austria-Hattrick – dann doch nicht ganz


Es war ein historischer Tag für das österreichische Golf - beinahe. Denn trotz aller "Goldener Freitag"-Gedanken, blieben Sepp Straka, Matthias Schwab und Markus Brier trotz Führung am Ende ohne Pokal.

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Es war irgendwann am Freitag, da legte sich ein rot-weiß-roter Schleier über die Golfwelt. Er war sehr ansehnlich, doch wie der Morgennebel war er nur von begrenzter Dauer.

Sepp Straka hatte in der Nacht in seinem ersten Turnier als Mitglied der US PGA Tour eine 63 auf den Platz in Napa, Kalifornien, gezaubert und die Spitzenposition bei der Safeway Open ergattert, nun folgte Matthias Schwab bei der Alfred Dunhill Links Championship auf der European Tour und spielte sich an Tag zwei im Home of Golf vorübergehend an die Spitze. Drei Birdies auf den ersten vier Löchern auf dem Old Course in St. Andrews – die namhafte Konkurrenz blieb hinter dem 23-Jährigen.

Und – das darf nicht vergessen werden – auch Markus Brier war mit seiner 65 beim Farmfoods European Senior Masters plötzlich Spitzenreiter.

Straka, Schwab, Brier – drei Österreicher, drei Spitzenreiter. „Das habe ich nicht wirklich erwartet“, sagte der 25-jährige PGA-Rookie Straka nach seiner famosen Runde. „Mein Putter war heute heiß. Ansonsten habe ich nichts Spezielles gemacht, sondern einfach nur meine Chancen genutzt“, so Straka, der vor neun Jahren in die USA ging, um dort seinem Traum Golfprofi nachzujagen.ides

Schwab: „Solides Golf“

Der zwei Jahre jüngere Schwab kennt die College-Golf-Welt ebenso, sein Weg führt jedoch gerade über die European Tour. Mit Erfolg. In seiner ersten vollen Saison sieht alles nach dem Erhalt der Tourkarte aus. Auch dank solcher Wochen wie dieser in Schottland. „Ich hatte keine größeren Schwierigkeiten und spielte solides Golf, das war sehr okay“, ließ er am Freitag wissen.

Es war ein goldener Freitag für das österreichische Golf. Es folgte ein weniger brillantes Wochenende. Während Schwab am Ende Zehnter wurde und Brier immer Dritter, musste sich Straka nach vier Runden mit Rang 46 zufrieden geben.

Dennoch bleibt die Erkenntnis: Österreich kann Golf, auch nach ganz vorne. Jetzt heißt es nur: vorne bleiben. Damit aus einem Nebelschleier ein Dauerhoch wird.