Paul Severn

Bubba Watson: „Kreativität ausleben“


Der zweifache Masters-Champion Bubba Watson ist Sinnbild für Kreativität auf und neben dem Golfplatz. Perfect Eagle traf den G/FORE-Markenbotschafter im Vorfeld zum Ryder Cup zum Exklusivtalk.

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Der Mann ist eine Marke für sich: Bubba Watson. Abgesehen von Lektionen mit seinem Vater in frühen Kindertagen hat sich der in Bagdad, Florida, geborene Amerikaner, das Golfspiel autodidaktisch selbst beigebracht. Der Schwung des Longhitters ist einzigartig, genauso wie seine Persönlichkeit und sein Auftreten auf und neben dem Platz. Der zweifache Masters-Champion liebt Kreativität und in dem 39-jährigen Familienvater steckt wie er im exklusiven Perfect Eagle-Interview zugibt, immer noch ein kleines Kind. Anlässlich der Präsentation der von G/FORE eigens für Bubba designten Schuhe für den Ryder Cup saßen wir mit dem dreifachen Saisonsieger auf der PGA Tour zusammen, um uns über Mode, Ryder Cup und Social Media zu unterhalten.

 

 

Perfect Eagle: Bubba, Du liebst es Dinge ein wenig anders anzugehen. Das zeigt sich auch in Deinem Kleidungsstil. Wie viel Spaß macht es daher mit einer Marke wie G/FORE zusammenzuarbeiten, die Deine „Attitude“ liebt und Dich für Majors oder den Ryder Cup mit individuell gestalteten Schuhen und Handschuhen unterstützt?

Bubba Watson: Es ist ein wahres Vergnügen. Wenn Du Dir die Schuhe und Handschuhe anschaust, erzeugt es regelrecht eine Energie, die sich dann auf den Golfplatz überträgt. Aber lass uns zunächst Mal über die Marke sprechen. Sie ist stylish, cool, dynamisch und macht einfach Spaß. Egal, wie Du Golf spielst, Du siehst damit gut aus und darum geht’s doch bei dem Spiel auch ein wenig, gut auszusehen, oder? Und dann ist da natürlich auch noch die Funktion, das Gefühl, die Passform. Das sind die besten Schuhe, die ich jemals an hatte. Du kannst sie auch zum Abendessen anziehen, direkt vom Golfplatz kommend. Oder wenn wir über die Qualität des Handschuhs sprechen, das ist so ziemlich das beste Leder, das ich jemals über meine Hände streifte. Er fühlt sich großartig an, hat einen tollen Grip am Schläger, selbst wenn ich mich ärgere (lacht). Genauso aber bei den Schuhen, wo es mit der speziellen Sohle kein Rutschen am Boden gibt. Ich kann mit meinem einzigartigen Schwung weiter „herumtanzen“. Ich fühle mich toll nach der Runde in den Schuhen. Und wenn Du den Tag schon mit Selbstvertrauen startest, weil Du einfach gut aussiehst, hast Du auch eine größere Chance gut zu spielen. Ich mache Dinge ein wenig anders auf dem Golfplatz, das Unternehmen macht Dinge ein wenig anders in der Entwicklung von Golfschuhen, insofern ist das eine perfekte Kombination.

Nach welchen Kriterien stellst Du Deine Outfits an einem Wettbewerbstag zusammen?

In der Regel ist es so, dass wenn ich schwarze Hosen trage, ich auch schwarze Schuhe und einen schwarzen Gürtel nehme. Hin und wieder kann es passieren, dass ich mal eine weiße Visor-Kappe, einen weißen Gürtel und weiße Schuhe zu einem schwarzen Shirt und schwarzen Hosen kombiniere, einfach um Dinge ein wenig durchzuschütteln. Kappe, Gürtel und Schuhe – das sind die drei Dinge, die bei mir immer zueinanderpassen.

Der Ryder Cup rückt immer näher. Wie aufgeregt bist Du, die Trophäe in Paris zu verteidigen? Vor zwei Jahren in Hazeltine warst Du Vice Captain Teil des Teams. Inwieweit war der US-Sieg Motivation, selbst wieder als Spieler Dein Land zu repräsentieren und den Cup zu gewinnen?

Es war eine Ehre auch als Vice Captain Teil des siegreichen Teams zu sein. Jeder weiß wie sehr ich den Ryder Cup liebe und ihn auch einmal gewinnen wollte. Der Sieg hat mich angetrieben noch härter zu trainieren, um beim nächsten Mal wieder als Spieler dabei zu sein. Ob wir gewinnen oder verlieren, ich möchte es ins Team schaffen. Dafür musst Du zwei Jahre gutes Golf gespielt haben und das ist mir gelungen. Ich bin daher sehr glücklich, dass ich dieses Jahr wieder mit dabei sein werde. Die Vorstellung, einen Putt zum Sieg zu lochen oder den Cup als Spieler zu gewinnen, das wäre schon eine Riesenehre.

Manche Leute scherzen und sagen, Du kannst gar keinen geraden Schlag spielen, Du musst den Ball in die eine oder andere Richtung „shapen“. Welche Art von Golfplatz passt am besten zu „Bubba Golf“, um Deine Kreativität auszuleben?

Ich würde Mal sagen, Augusta ist sicher einer jener Plätze, wo Kreativität am meisten gefragt ist. Es gibt kaum gerade Löcher, die meisten Bahnen sind Doglegs und auch um die Grüns herum benötigst Du jede Menge Gefühl. Ich kann den Ball schon auch gerade schlagen, wenn es sein soll, aber ich mag es nicht wirklich. Ich finde es vom Mindset her einfacher, Kurven zu schlagen und ein Grün auf diese Weise zu attackieren.

Du bist bekannt dafür sehr viel von Deinem Privatleben auf Social Media zu teilen. Was macht Dir am meisten Spaß sich auf diesen Plattformen zu engagieren?

Lass es mich mal so ausdrücken: So um 2009 herum, als ich damit angefangen habe, hätte es da kein Social Media gegeben, ich denke Golf und die Spieler wären als ziemlich langweilig rüber gekommen. Du kannst auf diese Weise Deine Einstellung und Persönlichkeit zur Schau stellen, was Du liebst, was Du nicht so magst. Für mich ist es ein Mittel zu zeigen, wer ich wirklich bin. Ich habe ein großes Herz. Ich bin immer noch ein Kind. Nur weil man ein gewisses Alter hat, heißt das ja nicht, dass man keinen Spaß mehr haben oder das Leben nicht genießen kann. Golf ist etwas, das ich richtig gerne mache. Es ist mein Hobby, für das ich auch noch bezahlt werde, also wäre ich dumm nicht zu spielen (lacht).

 

Paul Severn