FedEx Cup Playoffs: Service-Hotline


Viel Geld, wenig Prestige? Die FedEx Cup Playoffs auf der US PGA Tour wirken alle zwei Jahre wie ein Lückenfüller zwischen Majors und Ryder Cup. Das sind sie aber nicht.

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Es geht los, FedEx Playoffs, das Saisonfinale der US PGA Tour. The Northern Trust (125 Spieler) ab Donnerstag, dann die Dell Technologies Championship (100), die BMW Championship (70), dann die Tour Championship (30). Jeweils neun Millionen US-Dollar Preisgeld, dann noch einmal ein Zehn-Millionen-Jackpot. Und wir fragen uns:

Braucht es das alles zwischen letzten Major und Ryder Cup Ende September? Wer hat ein großes Interesse an diesem Vierer außer die Buchhalter der Stars und die Sponsoren, deren Namen wir jetzt auswendig lernen?

Nun, es gibt einiges, was diese Wochen durchaus interessant macht. Wir freuen uns auf die ständig aktualisierten Rankings, die uns zeigen, dass Spieler X nun doch wieder drin ist und dieser verschobene Putt Spieler Y auf den Playoffs schmeißt. Es ist ein Golfgefühl, das es nur in den Finalturnieren der US-Tour gibt. Und auch wenn der Modus seit Einführung der Playoffs so viele Aufhübschungen hinter sich hat wie die Schönheitschirurgen-Stammkundschaft, hat sie doch deutlich mehr von den Eingriffen profitiert.

Der Zeitpunkt zwischen dem letzten Major, einem der vier sportlichen Höhepunkte des Jahres, und dem Ryder Cup, dem Höhepunkt schlechthin, ist unglücklich. Doch das sollte den Wert der Veranstaltung nicht verschleiern.

Hier ein paar spannende Fragen:

Wer schafft das Ryder-Cup-Team?

Tiger Woods oder Phil Mickelson? Oder und? Was machen die Jungen um Xander Schauffele, den Mann mit den deutschen Wurzeln? Und was ist mit Brandt Snedeker, dem Gewinner vom Wochenende, der im Ryder Cup 2016 so überzeugte? Im Rennen steckt jede Menge Zündstoff. Nicht nur bei den US-Golfern. Am 3. September wird Captain Jim Furyk die ersten drei Wildcards, die zu den acht schon sicheren Startern dazu kommen, vergeben. Sechs Tage später folgt der letzte Golfer für die USA. Für das Team Europa läuft der Qualifikationsprozess bis Anfang September.

Auch wenn bei den Europäern in diesem Jahr noch so einiges offen ist. Eines steht wohl fest: Deutsch wird in diesem Jahr nicht gesprochen.

Wer hat die besten Chancen?

Rein theoretisch haben alle 125 Starter eine Chance auf den Jackpot. Aber ein wenig sollte ja schon die bisherige Saison mit einfließen. Heißt, Dustin Johnson, die Nummer eins der Welt und der PGA-Tour-Saison bis hierhin ist Favorit. Irgendwie. Denn die bessere Form haben andere, allen voran Brooks Koepka, doppelter Major-Sieger 2018. Aber was ist Form, da kann DJ nur lachen.

Wo ist Sergio Garcia?

Nicht dabei, zum ersten Mal in der elfjährigen Geschichte der Playoffs. Position 128 im Saisonranking ist bei 125 Spielern in Runde eins der Playoffs nicht genug. Der Trost: Sein Masters-Sieg 2017 gab ihm fünf Jahre Spielrecht auf der Tour.

Wie lange war Tiger Woods denn nicht dabei?

Seit fünf Jahren. Krass. Woods ist übrigens der einzige Golfer, der seinen Saisontitel in den Playoffs verteidigen konnte.

Wie geht es weiter?

Mit demselben Sponsor noch neun Jahre. So lange läuft der Vertrag mit FedEx. 2019 werden die Playoffs ein wenig früher stattfinden aufgrund eines leicht modifizierten Saisonplans auf der US Tour. Die Saison endet dann schon Ende August.

Und welcher war nochmal der Tweet der Pre-Playoffs?

Hier, bitteschön, Aufmunterung für alle 125 Starter. Oder fast.