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Endlich Romo


Ex-Dallas Cowboys Quarterback Tony Romo gewann nach drei zweiten Plätzen nun erstmals am Lake Tahoe die American Century Championship, das „Major der Celebrities“.

Von: Markus Scheck

In der Woche vor der Open Championship in Carnoustie trafen sich die besten Promigolfer Amerikas zu ihrem „Major des Jahres“. Die American Century Championship wurde in diesem Jahr bereits zum 29. Mal in Folge am Lake Tahoe im US-Bundesstaat Nevada ausgetragen. Das Spektakel wurde wieder live im US-TV übertragen. Vorort feuerten 57.097 Fans die Stars aus Sport, Film und Fernsehen an, was einen neuen Zuschauerrekord für die Turnierwoche bedeutete.

Mit Tony Romo gab es einen populären Champion. Der ehemalige Quarterback der Dallas Cowboys, der 2016 seine aktive Karriere beendete und seitdem als TV-Experte arbeitet, gilt seit vielen Jahren als einer der besten Golfer in der Celebritygolf-Szene. In diesem Jahr durfte er dank Sponsoreneinladung sogar erstmals bei einem regulären PGA Tour-Event, der Corales Puntacana Resort & Club Championship, antreten. Dort wurden Romo dann aber die Grenzen aufgezeigt, beendete er das Turnier mit Runden von 77 und 82 Schlägen an letzter Stelle.

Im Kreise der Celebrityfreunde feierte der gebürtige Kalifornier nun aber den größten Sieg seiner Golfkarriere. Bereits drei Mal belegte Romo bei der American Century Championship in den vergangenen sieben Jahren den zweiten Platz. In diesem Jahr machte er in der Finalrunde einen 4 Punkte-Rückstand (gespielt wurde über drei Runden in einem modifizierten Stableford-System) wett und durfte nun endlich den ersten Siegerscheck in der Höhe von 125.000 Dollar einstreifen (den Romo aber zur Gänze an lokale karitative Organisationen spendete). „Das ist ein ganz besonderer Sieg“, freute sich Romo. „Es fühlt sich an, als würdest Du ein Turnier zu Hause spielen.“

 

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Auf Platz 2 landete der ehemalige MLB-Pitcher Mark Mulder, der in den letzten drei Jahren am Lake Tahoe als Sieger hervorging, und San Jose Sharks-Kapitän Joe Pavelski, der das Feld nach zwei Runden anführte. Der NHL-Star hatte gute Siegchancen, schwächelte jedoch in der Finalrunde auf den Grüns. „Es schien so, als würde rein gar nichts reingehen wollen“, war Pavelski enttäuscht.

Die Liste der Teilnehmer liest sich wie das Who is Who der US-Sportszene. Aktive NFL-Quarterbacks, wie Aaron Rodgers (Green Bay Packers), Jared Goff (LA Rams) oder Blake Bortles (Jacksonville Jaguars) gaben sich genauso die Ehre wie Doug Pederson, der die Philadelphia Eagles zum ersten Super Bowl-Sieg der Geschichte coachte. Auch der MVP der abgelaufenen NBA-Saison Steph Curry von den Golden State Warriors war wieder mit von der Partie, genauso wie Eishockey-Crack T.J. Oshie (Washington Capitals), Tennis-Ass Mardy Fish (Silbermedaillengewinner bei Olympia 2004), Skirentner Bode Miller sowie die Schauspieler Alfonso Ribeiro (Der Prinz von Bel-Air), Ray Romano (Alle lieben Raymond) und Miles Teller (Whiplash).

 

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