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Lieser sticht in Zell am See


Der Tscheche Ondrej Lieser gewinnt die Zell am See – Kaprun Open 2018 presented by SalzburgerLand. Am zweiten Extra-Loch des Stechens setzt er sich gegen den Schotten Craig Howie durch.

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Das nennt man Mal eine Serie. Der Tscheche Ondrej Lieser nahm an drei Turnieren der ProGolf Tour teil und schaffte die Platzierungen 3 (Liberec), 2 (Polish Open) und nun 1 (Zell am See). Der Sieg beim Zell am See – Kaprun Open 2018 presented by SalzburgerLand hatte sich also angedeutet und war alles andere als eine Überraschung.

Mit einem Birdie an Loch 18 seiner Schlussrunde zwang der Mann aus dem tschechischen Pardubice den Führenden im Clubhaus, Craig Howie, ins Stechen; dort setzte er sich am zweiten Extra-Loch mit einem Birdie durch. Seine Nervenstärke hatte Lieser bereits in Runde 2 bewiesen, als er mit fehlerfreien 64 Schlägen den Platzrekord egalisierte, den der österreichische Ama-teur Maximilian Steinlechner am ersten Tag aufgestellt hatte.

Mit gesamt 10 unter Par (66 + 64) übernahm Lieser nach 36 Löchern die Führung – und ließ sich den Titel diesmal nicht mehr entreißen. „Ich freue mich wahnsinnig über diesen Sieg! Es ist schon sehr erleichternd, das Stechen diesmal als Gewinner zu beenden“, so der 26-Jährige nach seinem Triumph. „Ich hatte am Finaltag in Polen insgesamt 42 Löcher Turniergolf zu absolvieren. Anschließend habe ich zwei Tage im Bett verbracht, um zu regenerieren. Aber diese Erfahrung hat mir heute geholfen, nicht allzu nervös zu werden und auf meine Leistung zu vertrauen“, so Lieser. „Ich möchte mich beim Golfclub Zell am See für dieses Turnier bedanken! Es war großartig, hier zu spielen. Insbesondere die Greenkeeper haben fantastisch gearbeitet, der Golfplatz ist in einem erstklassigen Zustand.“

Ein Kompliment, das auch die hervorragenden Ergebnisse auf dem Parcours „Schmittenhöhe“ des Golfclub Zell am See – Kaprun – Saalbach-Hinterglemm bestätigen: Der Cut lag bei 2 unter Par, der bisherige Platzrekord von 66 Schlägen, 1992 von keinem Geringeren als Bernhard Langer aufgestellt, wurde in der Turnierwoche zweimal verbessert: Am ersten und zweiten Turniertag mit 64er-Runden von Steinlechner und Lieser, am Finaltag schließlich mit einer fantastischen 63 des Deutschen Jonas Kölbing.

Einen tollen Auftritt legte auch der österreichische Amateur Lukas Lipold hin, dem am Ende nur ein Schlag auf das Playoff fehlte und sich den dritten Platz mit Kölbing, dessen Landsmann Maximilian Oelfke und dem Niederländer Max Albertus teilte. „Das war ein tolles Erlebnis für mich heute. Ich bin im gleichen Tempo weitergegangen wie in den Tagen zuvor, genau das hab ich mir vorgenommen“, so Lipold, der selbsbewusst hinzufügte: „Es war schön zu sehen, dass ich auch bei den Profis um den Sieg mitmischen kann.“