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Danish Dynamite am Gardasee


Der Däne Thorbjørn Olesen fängt bei den hochkarätig besetzten Italian Open Lokalmatador Francesco Molinari hauchdünn ab.

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Letzte Woche Wentworth, diese Woche Italian Open am Gardagolf. Beides Turniere der hochdotierten Rolex Series auf der European Tour. Und beinahe hätte der Sieger zum zweiten Mal in Folge Francesco Molinari geheißen.

Der Italiener befindet sich momentan in der Form seines Lebens und hätte nach der BMW PGA Championship in der Vorwoche nur allzu gerne auch sein „Heimturnier“ am Gardagolf gewonnen. Das gelang ihm übrigens bereits zwei Mal (2006 und 2016). Doch ein Mann hatte etwas dagegen: Der Däne Thorbjørn Olesen fing den Lokalmatdoren um einen Schlag ab und feierte so seinen fünften Turniersieg auf der European Tour, den ersten seit den Turkish Airlines Open im November 2016. Francesco Molinari durfte sich damit trösten, die Führung im Race to Dubai übernommen zu haben und auch ein Platz im europäischen Ryder Cup Team im September scheint so gut wie fix.

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Kampf um Ryder Cup Plätze

Für Thorbjørn Olesen war es hingegen der wohl größte Sieg in seiner bisherigen Karriere. Der 28-jährige Däne ist damit plötzlich ebenfalls ein Kandidat für den Ryder Cup, wo ja ein gewisser Thomas Bjørn, Landsmann von Olesen, Kapitän des europäischen Teams ist. „Unglaublich. Klar, ich hatte bislang dieses Jahr so meine Probleme. Umso mehr freut es mich in diesen Rolex Series Event zu gehen und ihn zu gewinnen, das ist wirklich etwas ganz Besonderes“, war der Italian Champion natürlich überglücklich.

Dass der Ryder Cup immer näher rückt, zeigte sich deutlich am Leaderboard, wo sich jede Menge Asse, die momentan nicht qualifiziert wären, tummelten. Rafa Cabrera-Bello, Lee Westwood, Graeme McDowell, Andy Sullivan, Ian Poulter, Danny Willett und auch Martin Kaymer landeten allesamt in den Top 10. Für Letzteren verlief das Wochenende aber nicht ganz nach Wunsch, führte der Mettmaner doch zur Halbzeit. Nichtsdestotrotz ist eine aufsteigende Form kurz vor den nächsten Majorturnieren festzustellen. Während das andere deutsche Trio Sebastian Heisele, Max Kieffer und Marcel Siem den Cut teils deutlich verpasste, schaffte es der Österreicher Matthias Schwab einmal mehr ins Wochenende. Am Ende sprang ein solider 42. Platz heraus. „Mit dem Turnierverlauf bin ich mehrheitlich zufrieden. Wenn es mir in der Zukunft gelingt den ein oder anderen Fehler und daraus resultierende Bogeys zu vermeiden, geht es in die richtige Richtung“, resümierte Schwab.

 

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