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Jugendturnier in St. Leon-Rot – Das kleine Major


Die Allianz Boys and Girls Open gelten als eines der Top-Jugendturniere weltweit. Ein Blick nach St. Leon-Rot, wo mehr als 200 Talente aus 20 Ländern ein großes Fest feierten.

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Experten sprechen von einem Major – und ganz bestimmt hat sich die Allianz German Boys and Girls Open (GBGO) bis zu dieser 15. Ausgabe, die am vergangenen Wochenende ihre Sieger fand, zu einem der größten Jugendturniere der Welt entwickelt. Gut hundert Mädchen und gut hundert Jungen waren in der vergangenen Woche nach St. Leon-Rot gereist, hatten bei der Player’s Night nicht nur die üppigen Tombola-Preise gefeiert und sich dann über drei Tage auf den Plätzen Rot und St. Leon einen durchaus hochklassigen Wettbewerb geliefert.

„Die 15. Allianz German Boys and Girls Open waren wieder einmal ein ganz besonderes Turnier. Nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die zahlreichen Zuschauer“, sagte Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes (DGV). Und natürlich nahm auch Neumann das magische Wort in den Mund: „Der Stellenwert dieses Turniers ist mit dem eines Majors zu vergleichen. Es ist ein absolutes Highlight im deutschen und europäischen Wettspielkalender.“

Der Finaltag war erneut eine große Sache. Der Tag der offenen Tür beim Golf Club St. Leon-Rot sorgte in Verbindung mit dem Finale der GBGO bei tollem Wetter für großes Interesse, die Tribünen waren gefüllt. Bei den Mädchen schaffte Ingrid Lindblad mit drei 68er Runden einen Start-Ziel-Sieg mit insgesamt 204 Schlägen. Emma Spitz aus Österreich wurde starke Dritte. Beste deutsche Spielerin war Paula Kirner auf Rang fünf.

Bei den Jungen ging Fredrik Strandberg, der bis dahin die Führung zu keinem Zeitpunkt abgegeben hatte, mit drei Schlägen Vorsprung in den Finaltag und lag auch nach 16 Bahnen noch zwei Schläge vor den Verfolgern. Doch dann verließ den für den Hamburger GC spielenden Standberg seine Stärke auf den Grüns und er musste zwei Bogeys hinnehmen. Dadurch kam es zu einem Stechen mit drei Spielern. Chi Hin Lou Tan aus Hongkong hatte auf den Deutschen mit einer 67 sechs Zähler aufgeholt und auch der Franzose Charles Larcelet kam mit einer 69 auf den Gesamtscore von 207 (-9).

Auf dem ersten Extraloch schied der Chinese aus, nachdem er seinen Schlag links hinter die Tribüne gesetzt hatte. Der junge Deutsche und der 16-jährige Franzose teilten das erste Extraloch. Auf dem zweiten fiel eine Vorentscheidung scheinbar schon nach dem Abschlag, denn Strandbergs Drive ging rechts ins Wasser. Nach dem Drop folgte zwar ein sehr guter Schlag aufs Grün, der Putt wollte jedoch nicht fallen – damit stand der Sieger fest. Und wieder ging ein Jugendturnier zu Ende, das sicherlich so manchen Namen auf die erste größere Bühne brachte – ein Vorgeschmack für so manches Talent.