Foto: St Andrews Links

Beste Plätze: Für Reed und für uns


Kurz notiert: Patrick Reed ist plötzlich ein ganz großer. Die beste 200 Plätze der Welt sind das schon lange. Die Nachrichten der Woche.

Von: Timo Schlitz

Welche Plätze sind eigentlich die besten der Welt? Golf Digest hat eine Liste der Top 200 für 2018 veröffentlicht. Bester Europäer ist der aus dem Jahr 1889 stammende Royal County Down in Nordirland auf Rang drei. Der berühmte Old Course in St. Andrews belegt Position neun. Erfolgreichster Neueinsteiger auf Rang elf: Tara Iti GC in Neuseeland, entworfen von Tom Doak.

Bald Nummer eins?

Patrick Reed ist nach seinem Masters-Sieg natürlich dick im Gespräch. Der 27-Jährige ist auf Rang elf in der Weltrangliste vorgerückt und kann nun auch mit einem Schmunzeln auf seine Aussage aus 2014 zurückblicken, als er sagte, dass er einer der fünf besten Spieler der Welt sei. „Ich bereue nie, was ich gesagt habe. Ich stehe zu meinen Aussagen“, sagte Reed und fügte an: „Ich glaube, dass ich Golf so spiele, um dahin zu kommen, wo ich sein möchte. Und das ist, der beste Golfer der Welt zu sein.“ Mit seinen Eltern liegt der Mann mit dem grünen Jackett übrigens schon länger im Clinch. Ein ausführliches Porträt zu der Thematik liefert Golf.com (auf Englisch).

Neben Chris Rock

In Sachen Öffentlichkeitswirkung geht es aber aufwärts für Patrick Reed. Im Madison Square Garden saß er mit Gattin Justine erstmals in der ersten Reihe, als sich die beiden das NBA-Spiel zwischen Cleveland und New York ansahen. „Ich glaube, dass ich ein wenig anders behandelt werde. Ich hatte noch nie das Vergnügen, auf Courtside-Plätzen das Spiel zu sehen. Ein Blick nach links – und da war Chris Rock. ‚Was ist da los?‘, fragte ich mich. Ich bin doch nur ein Golfer.“ Immerhin einer mit einem grünen Jackett. Außerdem war er bei der Jimmy Fallon Show zu Gast und durfte ein paar Fragen zum berühmten „Green Jacket“ beantworten.

 

Reed spielt, was er will

Aber zurück zum Golf. Interessant ist, dass Reed keinen Equipment-Sponsor hat. Die Big Names werden das eher ungern hören. Seine Erklärung dazu: „Es hat mich frei gemacht, die Schläger zu spielen, die ich möchte. Ich mache da einfach mein Ding. Ich spiele, was ich spielen möchte. Ich kann 14 Schläger und einen Ball ins Bag packen, die perfekt zu mir passen. Das zu machen, war schon ein Risiko. Aber es war ein Risiko, das sich gelohnt hat.“

Rory McIlroy wiederum bekam in der englischen Fachpresse einiges ab. Die Kritik war laut, auch die Schlagzeilen, dass er nie das Masters gewinnen werde. Nun gab der Nordire mit seinen vier Majors eine eigene Erklärung ab. „Ich habe sehr vorsichtig, ja defensiv gespielt. Man versucht dann, keine Fehler zu machen, statt anzugreifen und Birdies zu spielen. Keine Fehler zu machen, das ist aber nicht mein Spiel. “

Rory McIlroy

Weg mit dem Slice

Das neue Buch von Fabian Bünker ist nun auch als Hardcover erhältlich. „Nie wieder slicen – so wird aus deinem Slice ein Draw“ heißt der Titel (128 Seiten, 17 Videos über QR-Code, 29,99 Euro). Das Buch gibt es bei Golfstunde und Amazon. Zusammen mit Perfect-Eagle-Redakteur Timo Schlitz hat Bünker bereits in der Reihe Mein Golf Training den Titel „Besser Driven“ veröffentlicht.

Test: Golfen mit Alkohol

Golf Digest hat es getestet: Wie spielt es sich mit Alkohol? Dazu wurden drei Spieler mit verschiedenen Spielstärken auf die Driving Range gestellt und ihre Ergebnisse mit einem Launch-Monitor vermessen. Nach acht Bier sah das Ganze schon ziemlich euphorisch aus. Hier geht’s zum Video.

#liveunderpar

Die #liveunderpar-Kapmpagne der US PGA Tour sorgt nicht bei allen Spielern für Begeisterung. Das liegt vor allem an der Konnotation von „Live under Par“, die auch negativ belegt sein kann.

 

Drama im TPC Scottsdale

Bei einem Flugzeugabsturz in Arizona starben vergangene Woche sechs Menschen. Das Flugzeug, eine Piper PA24, stürzte gegen 21 Uhr auf dem Gelände des TPC Scottsdale ab und fing Feuer. Auf der Anlage wird die Waste Management Phoenix Open ausgespielt. Der Absturz ereignete sich allerdings auf dem Champions Course und nicht dem Tournament Course, wo das Turnier jedes Jahr im Frühjahr stattfindet.