US Masters: Reed gewinnt 82. Auflage


Patrick Reed gewinnt die 82. Auflage des US Masters im Augusta National in Georgia vor Rickie Fowler und Jordan Spieth. Es ist der erste Major-Titel für den Amerikaner.

Von: Frieder Pfeiffer und Timo Schlitz

 

Die beste Finalrunde lieferte allerdings ein anderen ab: Jordan Spieth zerlegte die sattgrünen Bahnen von Augusta bis zum Abschlag auf der 18, als er links einen Baum traf und letztlich ein Bogey kassierte. Doch über eine 64 (-8) kann dennoch keiner klagen.

Ein Ass auf der 16 gab es am Finaltag auch zu bewundern. In diesem Jahr durfte Charley Hoffman jubeln!

 

82. Masters: der Samstag

Was soll man sagen? Patrick Reed spielt die Par 5 wie Par 4, locht zweimal zum Eagle und Rory McIlroy macht das, was er immer tun sollte: Er lässt sein Talent entspannt auf den Platz kommen. Und so gibt es nun das Duell in der Finalrunde des Masters, Reed gegen McIlroy, Bösewicht gegen Publikumsliebling, USA gegen Europa, Ryder Cup in seiner destillierten Form. Wie ein Schnaps – nur ohne Kater. Wir erinnern uns:

@preedgolf vs @rorymcilroy: The Rematch

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Für Reed wäre es der erste Major-Titel. McIlroy, der in Augusta schon mehrmals knapp scheiterte, wäre es die Komplettierung seines Major-Titel-Satzes.

Das Masters-Wochenende ist da. Und was soll man sagen? Sieht ganz gut aus, das Leaderboard. Es ist also vorgesorgt, auch ohne Tiger Woods, Sergio Garcia und Phil Mickelson in den vorderen Reihen.

 

Richtig gut bislang auch: Bernd Wiesberger. Nach zwei Runden liegt der Österreicher bei insgesamt eins unter Par auf dem geteilten 14. Platz. Da ist also auch noch einiges drin. Doch Wiesberger dachte nach der Runde nicht nur an die Zahlen auf der Scorekarte – auch die Zahlen auf der Uhr beschäftigten ihn.

 

Auch Ian Poulter und Martin Kaymer (T35), der es neben Bernhard Langer (T40) ebenso ins Wochenende schaffte, ärgerten sich über langsames Golf. Kaymer hatte laut Golf.de dabei vor allem Flightpartner Zach Johnson im Visier. Runden in einer Länge von knapp sechs Stunden mit drei Personen wären schwer zu ertragen. Der Engländer wurde mit seiner Gruppe sogar verwarnt.

 

Wer sich schon auf die heutige Runde vorbereiten will (gegen langsames Spiel!) – hier sind die Fahnenpositionen:

Freitag

Nein, es war bislang nicht das Jahr des Jordan Spieth gewesen. Vor drei Jahren hatte er das Masters gewonnen – als 21-Jähriger. Und nun ging er in seine fünfte Ausgabe so ungewiss wie nie zuvor. Erster, Zweiter, Zweiter, Elfter. Das waren die bisherigen Ergebnisse. Und jetzt? Würde er diesmal dieser grandiosen Serie nicht gewachsen sein? Die Antwort dürfte zu großen Teilen schon am ersten Tag beantwortet sein. 66, sechs unter Par, zwei Schläge vor den Zweitplatzierten. Spieth legte sich den Augusta National zurecht – und lieferte. Spieth hat nun in mehr Masters-Runden geführt als nicht geführt. Was? Ja, das stimmt. Sein Wohnzimmer. Die anderen müssen nun vorsichtig anklopfen.

Oh, Sergio!

Verletzung der Woche: Tony Finau

Ja, immer wieder der Jubel! Diesmal erwischte es Tony Finau, der beim Par-3 Contest zum Ass einlochte und dann einen kleinen Sprint hinlegte und dabei auch rückwärts laufend den Patrons (so heißen die Fans beim Masters) zuwinkte. Dabei knickte der große Amerikaner allerdings um und verletzte sich am linken Knöchel. Nach MRT die Diagnose: Final kann spielen. Und wie. Der US-Golfer zauberte eine 68 auf den Kurs – Platz zwei hinter Spieth. Da lässt sich dann tatsächlich auch lachen im Interview danach:

Übertragung im Pay-TV und online

Das Masters ist bei Sky Deutschland von Donnerstag bis Samstag ab 21 Uhr zu sehen, am Finaltag geht es ab 20 Uhr los (Sky Ticket für eine Woche kostet rund 15 Euro).

Zudem bietet Sky zwei kostenfreie Livestreams auf seiner Webseite an. Einmal werden die Spieler auf der Driving Range beim Einschlagen gezeigt, zum anderen gibt es Live-Bilder aus dem Amen Corner – von den berühmten Löchern 11 bis 13. Los geht’s um 16.45h, am Wochenende eine Stunde später.

Auf der offiziellen Webseite des Masters gibt es natürlich auch zahlreiche Infos, ein Leaderboard und viele Videos. Außerdem empfehlenswert: das Tournament Radio!

Das US Masters geht 2018 in seine 82. Auflage. Wie jedes Jahr ist das Masters das erste Major des Jahres und wird vom 5. bis 8. April im Augusta National Golf Club in Augusta, Georgia, ausgetragen. Unter den 23 Teilnehmern aus Europa sind mit Martin Kaymer und Bernhard Langer zwei Deutsche sowie mit Bernd Wiesberger ein Österreicher. Titelverteidiger ist Sergio Garcia, mit dem wir in der vergangenen Saison ein ausführliches Interview geführt haben.

Interessante Startzeiten

Vormittags

9.14 Uhr – Bryson DeChambeau, Bernd Wiesberger, Matthew Fitzpatrick
10.31 Uhr – Zach Johnson, Martin Kaymer, Branden Grace
10.42 Uhr – Tiger Woods, Marc Leishman, Tommy Fleetwood
10.53 Uhr – Sergio Garcia, Justin Thomas, Doc Redman (Amateur)
11.04 Uhr – Bubba Watson, Henrik Stenson, Jason Day

Nachmittags

12.43 Uhr – Bernhard Langer, Tony Finau, Yuta Ikeda
13.27 Uhr – Phil Mickelson, Rickie Fowler, Matt Kuchar
13.38 Uhr – Adam Scott, Rory McIlroy, Jon Rahm
13.49 Uhr – Jordan Spieth, Alex Noren, Louis Oosthuizen
14 Uhr – Justin Rose, Dustin Johnson, Rafa Cabrera Bello

Vormittags

9.36 Uhr – Bernhard Langer, Tony Finau, Yuta Ikeda
10.31 Uhr – Phil Mickelson, Rickie Fowler, Matt Kuchar
10.42 Uhr – Adam Scott, Rory McIlroy, Jon Rahm
10.53 Uhr – Jordan Spieth, Alex Noren, Louis Oosthuizen
11.04 Uhr – Justin Rose, Dustin Johnson, Rafa Cabrera Bello
11.59 Uhr – Bryson DeChambeau, Bernd Wiesberger, Matthew Fitzpatrick

Nachmittags

13.16 Uhr – Zach Johnson, Martin Kaymer, Branden Grace
13.27 Uhr – Tiger Woods, Marc Leishman, Tommy Fleetwood
13.38 Uhr – Sergio Garcia, Justin Thomas, Doc Redman (Amateur)
13.49 Uhr – Bubba Watson, Henrik Stenson, Jason Day

 

Alle Finalrunden auf Youtube

Wer es bis zu den Abendstunden nicht aushält, kann auf Youtube alle Finalrunden als Video ansehen. Starker Service! Hier geht es zum Masters-Kanal.

Tiger Woods über Amen Corner

 

 

„Ich möchte nicht der Typ sein, dessen Karriere im Sand verläuft ehe er 30 ist und dann nie wieder ein Major gewinnt. Ich will aus den Jahren, die mir bis dahin bleiben, das Maximum rausholen. Ich möchte meinen Namen neben denen von Tiger Woods, Jack Nicklaus, Arnold Palmer und Ben Hogan stehen sehen.“ Etwas Zeit bleibt ihm noch in seinen Twenties: Der Nordire wird am 4. Mai 29 Jahre alt.

Rory McIlroy

4 Major-Siege (US Open 2011, Open Championship 2014, PGA Championship 2012, 2014)

Ass der Woche: Nicklaus Jr.

Gary „GT“ Nicklaus Jr., der als Caddie für seinen Großvater Jack Nicklaus beim Par-3 Contest mit dabei war, lochte auf dem 9. Loch zum Hole-in-one ein. Nicht schlecht, denn der Junge ist gerade Mal 15 Jahre jung! Und da wir gerade beim Hole-in-one sind: Es gab ja auch noch diese beiden Herren …

Punktlandung der Woche: Ian Poulter

Ian Poulter ist beim Ryder Cup immer ein ganz Großer. Es scheint so, als brauche er den extremen Druck, um seine besten Leistungen abzurufen. In der Woche vor dem Masters zeigte der Engländer einmal mehr, dass ihm Drucksituationen liegen. „Poults“ gewann die Houston Open und sicherte sich damit die Einladung zum Masters.

 

Frage während der Pressekonferenz: Tiger ist ein unglaublicher Zuschauermagnet und sorgt für Aufregung, wo auch immer er hingeht. Gilt das ganz besonders für Augusta?

Seine Antwort: Wer?

Bubba Watson

2 Major-Siege (Masters 2012, 2014)

Augusta National öffnet sich: Damenturnier in 2019

Beinahe 80 Jahre lang gab es im berühmten Augusta National Golf Club keine weiblichen Mitglieder. 2012 wurden dann, auch durch öffentlichen Druck, Condoleezza Rice und Darla Moore die ersten weiblichen Mitglieder. Jetzt hat der äußerst elitäre Club angekündigt, 2019 ein Damen-Amateur-Turnier auszurichten. Augusta National Women’s Amateur soll das Turnier über 54 Löcher heißen, bei dem allerdings nur die Finalrunde im Augusta National stattfinden wird. Die ersten beiden Tage wird auf dem Club Champions Retreat gespielt. Das Turnier ist direkt vor der offiziellen Masters-Turnierwoche geplant. Annika Sörenstam kommentierte die Öffnung positiv: „Man muss sich das große Ganze ansehen. Wenn junge Mädchen wissen, dass sie es auf die größten Bühne im Golfsport schaffen können. Das wäre ein Grund für mich, auf die Range zu gehen.“