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Georgia On My Mind


Die Vielseitigkeit des US-Bundesstaats Georgia illustriert an den Beispielen DeKalb County und Sea Island.

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Bereits 1930 schrieb Hoagy Carmichael den Song „Georgia on my mind“, der in den 1960er Jahren durch Ray Charles zum absoluten Superhit wurde. Auch, wenn bis heute umstritten ist, ob darin wirklich der Bundesstaat Georgia im Südosten der USA besungen wird, so machte man das Lied 1979 zur offiziellen Hymne des Staats, der nach dem britischen König Georg II. August benannt wurde.

„Georgia on my mind“ – das denken sich auch die Golffans jedes Jahr im April, wenn das US Masters im Augusta National Golf Club über die Bühne geht. Der exklusive Privatclub ist aber nur eine Facette von vielen. Georgia hat mehrere Gesichter, zwei davon wollen wir hier etwas näher beleuchten.

Am Fuße des Stone Mountain
Zum einen ist da die Millionenmetropole Atlanta, die nicht nur Hauptstadt Georgias, sondern auch einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der USA ist. Der Hartsfield-Jackson International Airport ist der Flughafen mit dem höchsten Passagieraufkommen weltweit. Der Autoverkehr ist berühmt-berüchtigt, kreuzen sich doch hier die Interstate-Highways I-20, I-75 und I-85 sternförmig. Atlanta liegt zum größeren Teil im Fulton County, zum kleineren im DeKalb County. Insgesamt leben in der Metropolregion knapp 6 Millionen Menschen.

Die Hektik von Downtown Atlanta verpufft mit einem Schlag, begibt man sich in die „Outskirts“ des DeKalb County. Dort befindet sich u.a. der Stone Mountain Park, inmitten dessen zwei eindrucksvolle 18-Loch Golfplätze liegen, die unter dem Dach des Stone Mountain Golf Clubs gemanagt werden. Der Lakemont Course ist etwas kürzer und leichter geratet und für den Gelegenheitsgolfer die wohl angenehmere Option. Der von John LaFoy designte Platz schlängelt sich an den Front Nine rund um einen See und besticht mit tollen Ausblicken auf den Stone Mountain. Die berühmte Tourismusattraktion ist ein riesiger Granitfelsen, in dem ein Relief von drei Persönlichkeiten der Konföderierten Staaten von Amerika (Präsident Jefferson Davis und die Generäle Thomas „Stonewall“ Jackson und Robert E. Lee) eingemeißelt wurde. Den rund 500 Meter hohen Gipfel, der Ausblicke auf Atlanta bietet, erreicht man entweder zu Fuß oder bequem mit der Seilbahn.

 

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Eine wahre Herausforderung für jeden Golfer stellt der Stonemont Course dar. Kein Geringerer als Robert Trent Jones Sr. zeichnet für das Design verantwortlich, welches 1969 in die Tat umgesetzt wurde. Lange Löcher, die durch schmale Fairways, strategisch platzierte Bunker und jede Menge Pinien aus Georgia erschwert werden, verlangen selbst guten Spielern alles ab.

Kulinarisch werden Golfer im Anschluss im The Commons Restaurant belohnt, wo authentische Südstaatenküche auf dem Menüplan steht. Apropos Kulinarik: Das Cowboy Ribeye Steak im Haven Restaurant in Brookhaven ist ein wahrer Hochgenuss, den sich kein Fleischliebhaber entgehen lassen sollte. Als Hoteltipp sei an dieser Stelle noch das Hyatt Regency Atlanta Perimeter at Villa Christina genannt, das nicht nur mit tollem Service, sondern vor allem einem richtig guten Preis-Leistungs-Verhältnis besticht.

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Profiluft direkt am Meer

Am anderen Ende von Georgia im Südosten, nahe der Grenze zu Florida, liegt direkt am Meer das Sea Island Resort. Seit 2010 findet hier jeden November unter der Federführung des zweimaligen US Ryder Cup Captains Davis Love III ein Event der PGA Tour statt. Zuletzt gewann Austin Cook das RSM Classic und streifte dabei ein Preisgeld von mehr als 1,1 Millionen Dollar ein.

Sea Island gehört zu den Golden Isles of Georgia. Die Insel ist acht Kilometer lang und über eine Brücke mit ihrer größeren Nachbarinsel St. Simons Island verbunden. Die nächstgelegene Stadt auf dem amerikanischen Festland ist Brunswick im Südosten des Staates Georgia. Weltweite Bekanntheit erlangte Sea Island, als dort im Juni 2004 der G8-Gipfel der führenden Industrienationen stattfand.

Das RSM Classic wird auf den beiden Plätzen Seaside und Plantation ausgetragen, wobei der Seaside „Signature Course“ Charakter genießt. Bereits 1929 entwarfen die britischen Golfplatzarchitekten Harry S. Colt und Charles Alison das Ursprungsdesign, das 1999 von Tom Fazio überarbeitet wurde. Der Seaside kann als „Ocean Links Course“ bezeichnet werden, der die schöne natürliche Landschaft mit einem Golfplatz, der sowohl herausfordernd als auch Spaß macht, in Einklang bringt. 15 der 18 Bahnen bieten einen Blick aufs Meer, wobei der Wind ein ständiger Begleiter ist.

 

Sea Island

Der Plantation Course weist eine gänzlich andere Charakteristik auf und wird vom Clubmanagement mit dem treffenden Label „Parkland by the Sea“ versehen. 1928 öffnete der Plantation aus der Feder von Golflegende Walter Travis seine Pforten. In diesem Fall nahm sich Rees Jones dem Redesign an, welches 1998 vollzogen wurde. Der Architekt nahm jedoch besonders Rücksicht, die Ursprünglichkeit und Geschichte der ehemaligen Plantage zu erhalten und dabei vor allem den alten Eichenbestand zu retten. „Wenn Du diese Bäume siehst, weißt Du, dass Du im Süden bist – sie sind wahrhaft spektakulär“, sagte Jones.

Der Retreat Course macht das Trio an Plätzen auf Sea Island komplett. Dieser wurde 1970 von Joe Lee geplant. „Local Hero“ Davis Love III nahm sich 2001 gemeinsam mit Bruder Mark persönlich dem Redesign an mit dem Ziel diesen für alle Spielklassen zugänglich und vergnüglich zu machen.

In puncto Übernachtung stehen den Gästen auf Sea Island gleich mehrere Optionen zur Verfügung. The Cloister und The Lodge sind die luxuriösen High-End Varianten, The Inn ist preislich günstiger, bietet aber dennoch den für dieses Weltklasseresort erwartbaren Standard.

Sea Island