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Die Athletik auf dem Golfplatz hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dieses Sextett lässt jeden Fitnessfreak vor Neid erblassen.

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Gary Player

Der Arnold Schwarzenegger des Golf wird nicht umsonst Mr. Fitness genannt. Der Südafrikaner mit Waschbrettbauch und der Elastizität eines 30-Jährigen macht täglich mehr als 1.000 Sit-ups und kann immer noch zwei Schläger zwischen Zeige- und Mittelfinger in der Waagerechten balancieren.

Bereits 1965 angelte er sich den damaligen Mister World als Trainer und stemmte mit ihm Gewichte. „Ich war klein, ich musste gesünder essen als die anderen, härter trainieren, schneller laufen“, sagte er in einem Interview in der „Zeit“. Player hält sich immer noch daran. Der 81-Jährige (!) ernährt sich vegetarisch, bezeichnet sich selbst als Schlaf-Champion und macht mindestens vier Mal pro Woche Krafttraining plus ausgiebiges Stretching. Die Sit-ups zählt er übrigens nicht dazu. Das Schlusswort gebührt dem „Black Knight“: „Wer rastet, der rostet!“

Dustin Johnson

Der 1,93-Profi donnert seine Drives rund 290 Meter weit. Im Durchschnitt! Das liegt nicht nur an seiner speziellen Technik, bei der die linke Hand am höchsten Punkt des Rückschwungs stark palmar gebeugt ist, sondern auch an der Athletik des 33-jährigen Amerikaners. DJ ist auch in anderen Sportarten auf ziemlich hohem Niveau unterwegs. Einen Basketball kann er per 360-Grad-Dunking im Korb versenken. Das Training des 85-Kilo-Sportlers ist hart: Kreuzheben, Kurzhanteltraining und Gleichgewichtsübungen stehen auf dem Programm. Außerdem arbeitet er viel mit Medizinbällen und nutzt Fahrrad und Schwimmbad für die Ausdauer.

Belén Mozo

Die 29 Jahre junge Spanierin lebt in Florida, spielt auf der LPGA Tour und gilt als Fitness-Maschine. In Werten heißt das: 1,70 Meter groß, 57 Kilo schwer und eine Schwunggeschwindigkeit von knapp 160 km/h. Ihr Instagram-Profil ist voll mit Videos und Fotos vom Krafttraining. Ob Kettlebell, Langhantel, Yoga oder Core-Training auf dem Medizinball – Miss Mozo kann alles. Sehenswert sind auch die Fitnessvideos, die sie für Golf Digest gedreht hat. Eine Motivationshilfe hat Mozo übrigens auch: Ihr Freund ist der kolumbianische Tennisprofi Robert Farah.

Rory McIlroy

Als der Nordire 2007 ins Profilager wechselte, sahen die Fans einen talentierten Schlacks mit langen Locken. Die Jugend von heute würde den McIlroy von damals als Lauch bezeichnen. Mittlerweile sind nicht nur die Locken gestutzt. „Rors“ ist ein richtiger Kraftprotz geworden. Täglich ist er im Fitnessstudio, meist macht er zwei Mal pro Tag ein Work-Out von 45 Minuten. Dazu kommt eine auf ihn abgestimmte Diät. „Als ich begann, konnte ich einen Plank (Unterarmstütz) keine 30 Sekunden halten und auch nicht länger als zehn Sekunden auf einem Bein stehen.“ Das hat sich definitiv geändert.

Tiger Woods

Tiger Woods war der Profi, der das Bewusstsein vieler Kollegen über Fitness und Krafttraining maßgeblich verändert hat. Fraglich bleibt, ob Tiger über seine Laufbahn eventuell zu viel im Kraftraum war. Er gilt als ein großer Fan der Navy Seals und soll sogar mehrmals an Trainingseinheiten der Elitetruppe teilgenommen haben. Wie fit Tiger war, lässt sich beim Blick auf das Cover-Foto von Annie Leibovitz für Vanity Fair erkennen, das 2010 erschienen ist: Mit Mütze, Hanteln und blanker Brust stiert Woods in die Kamera. „Beastmode on“, würde man heute wohl sagen.

Nothing like free diving with the kids for lobster at Albany.

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Camilo Villegas

Weil er die Putt-Linien lange Zeit in einer Art Liegestütz las, bekam er von den US-Kommentatoren den Spitznamen „Spiderman“ verpasst. Mittlerweile müsste er eher für das Gelbe Trikot stehen, denn der in den USA lebende Kolumbianer ist dem Radsport verfallen. Und seinen heftigen Workouts. Wer sich von der Fitness überzeugen möchte: Auf Instagram sieht man den 36-Jährigen nicht nur auf unzähligen Rennradtrips, sondern auch mit einem extremen Sixpack an der Klimmzugstange. Villegas hat übrigens auch mal bei Null angefangen. Als Freshman an der University of Florida wog er nur knappe 60 Kilogramm. Zum Abschluss brachte er zehn Kilo mehr auf die Waage und hatte seine Körperfettwerte auf 4,5 Prozent gesteigert. Mittlerweile dürften diese noch niedriger sein.